Tipps bei Hitze: Wie wir uns schützen können

Wir haben hier Tipps zusammengetragen, die Ihnen bei Hitze helfen und geben Antworten auf häufige Fragen rund um Sonne, UV und Hitze.
Wie sollte man sich während einer Hitzewelle verhalten?
Während einer Hitzewelle sollten wir uns am besten so wenig wie möglich der heißen Sonne aussetzen. Gerade bei drückender Hitze mittags und nachmittags ist es am besten, das schützende Haus nicht zu verlassen. Falls Sie doch raus müssen, gibt es ganz einfache Tipps bei Hitze:
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locker anliegende Kleidung,
eine hellfarbene Kopfbedeckung und
Welche Hitzeschäden drohen?
- Sonnenbrand: Ein Sonnenbrand lässt sich durch geeignete Kleidung, den Einsatz von Sonnenschutzmitteln und vernünftiges Verhalten meist vermeiden. Warnzeichen sind Rötung und erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Haut. Allerspätestens dann gilt: raus aus der Sonne! Kühlende Umschläge können die Beschwerden lindern.
- Hitzekollaps: Wer es zum Beispiel vermeidet, in der Hitze längere Zeit in größeren Menschenmengen zu stehen, kann einem Hitzekollaps entgegenwirken. Bei Muskelkrämpfen helfen mineralstoffreiche (zum Beispiel isotonische) Getränke.
- Sonnenstich: Ein Hut tut gut! Einen Sonnenstich können Sie am besten durch eine geeignete Kopfbedeckung vermeiden. Kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, rotem Kopf und Bewusstseinseinschränkungen, sollten Sie den Kopf mit feuchten Tüchern kühlen und Betroffenen – wenn möglich – vorsichtig zu trinken geben.
- Hitzschlag: Lässt sich durch den Verzicht auf körperliche Überanstrengung während großer Hitze vermeiden. Betroffene hören meist auf zu schwitzen und zeigen einen hochroten Kopf sowie Körpertemperaturen über 40 Grad Celsius. Bewusstseinsverlust ist möglich. Ein Hitzschlag ist gefährlich. Betroffene brauchen eine sorgfältige Kühlung und am besten auch eine (ärztliche) Überwachung des Kreislaufs.
UV-Index
Der UV-Index gibt die Bestrahlungsintensität mit UV-Strahlung an, die an einem Tag in Bodennähe zu erwarten ist. Diese weltweit einheitliche Maßeinheit wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Dadurch lässt sich die Intensität der UV-Strahlung auf der ganzen Welt vergleichen. Der UV-Index ist ein Richtmaß dafür, wie schnell an einem bestimmten Tag Sonnenbrand entstehen kann und welcher Sonnenschutz angemessen ist, um das Sonnenbrandrisiko zu minimieren. Verschiedene Faktoren wie der Bewölkungsgrad, die Höhenlage, der Sonnenstand im Tagesverlauf, die Jahreszeit, der geografische Breitengrad und die atmosphärische Ozonkonzentration beeinflussen den UV-Index. Infos zum aktuellen UV-Index gibt es zum Beispiel auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes.UV-Index
- 0–2 niedrig: Kein Schutz erforderlich
- 3–5 mittel: Schutz erforderlich (Sonnencreme verwenden, Hut tragen, möglichst im Schatten aufhalten)
- 6–7 hoch: Schutz erforderlich (Sonnencreme verwenden, Hut tragen, insbesondere mittags möglichst im Schatten aufhalten)
- 8–10 sehr hoch: besonderer Schutz erforderlich (Sonnencreme mit hohem Schutz verwenden, Hut und leichte lange Kleidung tragen, im Schatten aufhalten, mittags nicht ins Freie gehen)
- 11–12 extrem: besonderer Schutz erforderlich (Sonnencreme mit hohem Schutz verwenden, Hut und leichte lange Kleidung tragen, im Schatten aufhalten, mittags nicht ins Freie gehen)
Geht eine Hitzewelle mit einer erhöhten Ozonbelastung einher?
Ja, große Hitze bedeutet auch höhere Ozonbelastung. Leiden Sie unter Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden? Dies können Anzeichen für eine erhöhte Ozonbelastung sein! Auf dem Land und in der freien Natur ist die Ozonbelastung bei dieser Hitze oftmals höher als in der Stadt. Das liegt daran, dass Ozon durch eine Reaktion von Stickoxiden der Autoabgase mit dem Sauerstoff der Luft entsteht. Durch Bestandteile der Autoabgase wird das Ozon aber auch schneller inaktiviert als außerhalb der Städte – deshalb ist die Ozonkonzentration auf dem Land und in der freien Natur oft höher und damit auch belastender als in der Stadt.
Ab einem Ozonwert von 180 μg/Kubikmeter im Ein-Stunden-Mittelwert werden wir Bürgerinnen und Bürger durch die Medien gewarnt und verstärkt dazu aufgerufen, vorsichtig mit der Sonne umzugehen.
Wichtiger Tipp bei Hitze : Besonders hoch sind Ozonwerte am Nachmittag, daher sollten Aktivitäten, insbesondere Sport, auf den frühen Vormittag verlegt und eventuell sogar reduziert werden. Die Fenster sollten tagsüber geschlossen bleiben. Zum Lüften ist der frühe Morgen die beste Zeit.
Was sollte man während einer Hitzewelle bei Arbeit im Freien beachten?
Besonders bei Handwerksarbeiten im Freien ist die Hitze sehr anstrengend und gefährlich. Dennoch gibt es – ähnlich wie bei der Arbeit im Büro – kein hitzefrei. Arbeitgebende können und sollten sich jedoch darum bemühen, die Hitzebelastung der Angestellten zu mindern. Folgende Maßnahmen und Tipps können bei Hitze helfen:
- Hilfreich ist eine flexible Gestaltung der Arbeitszeiten mit einer Verlagerung der Tätigkeit in die frühen Morgenstunden sowie die Vermeidung von Überstunden. Zusätzlich helfen kurze Pausen von je zehn Minuten im Schatten.
- Die Einrichtung von Anlagen zur Beschattung, Belüftung oder Besprühung mit Wasser ist insbesondere auf Baustellen zu empfehlen.
- Auch sollten Sonnenbrillen der Filterkategorie 2 oder 3 getragen werden.
- Die Haut sollte regelmäßig mit einer Sonnenschutzcreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden.
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Wie steht die DAK zum Klimaschutz? Was kann man typischen Klimaausreden entgegensetzen? Und was kann jeder von uns im Alltag für den Klimaschutz tun?
Wie sollte der Sonnenschutz bei Babys und Kleinkindern gehandhabt werden?
Sonnenschutzmittel sollten im ersten Lebensjahr nicht verwendet werden, da sie die empfindliche Babyhaut unnötig belasten. Mehr Infos unter: Tipps gegen Hitze: Das müssen Eltern von Babys beachten.
Was ist zu beachten, wenn gleichzeitig Sonnen- und Mückenschutzmittel angewendet werden?
Wer seine Haut nicht mit den chemischen Substanzen belasten möchte, kann auch versuchen, die Mücken durch das Einsprühen der Kleidung mit mückenabweisenden oder -abtötenden Mitteln fernzuhalten.
DAK-Hitzereport
Mehr Infos zu Hitze, weitere Tipps, wie man am besten mit ihr umgeht, und wie sie unsere Gesundheit beeinflusst, lesen Sie hier: DAK-Hitzereport: Jeder Vierte hatte 2024 Gesundheitsprobleme
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