Kopfschmerzen und Übelkeit: Ursachen, Warnzeichen und Hilfe

Eine Frau liegt auf einer orangenen Couch und fasst sich an Kopf und Bauch.

Der Kopf schmerzt, dazu kommt ein flaues Gefühl im Magen: Kopfschmerzen und Übelkeit können auf eine Migräne hinweisen, aber auch andere Ursachen haben. Hier erfährst du, was dir helfen kann und bei welchen Warnzeichen du schnell medizinische Hilfe brauchst.

Was steckt hinter Kopfschmerzen und Übelkeit?

Kopfschmerzen und Übelkeit können dieselbe Ursache haben, aber auch unabhängig voneinander entstehen. Wenn beide Beschwerden zusammen auftreten, lässt sich deshalb noch keine bestimmte Ursache erkennen. Ärztinnen und Ärzte unterscheiden grundsätzlich zwei Arten von Kopfschmerzen:
  • Primäre Kopfschmerzen sind eine eigenständige Erkrankung. Dazu gehören Migräne und Spannungskopfschmerzen.
  • Sekundäre Kopfschmerzen entstehen durch eine andere Erkrankung oder einen anderen Auslöser, etwa einen Infekt oder eine Kopfverletzung.

Migräne als mögliche Ursache

Bei einer Migräne treten die Kopfschmerzen in Attacken auf. Sie fühlen sich häufig pulsierend oder pochend an und betreffen oft nur eine Kopfseite. Dazu können Übelkeit und Erbrechen kommen. Licht, Geräusche oder Gerüche empfinden viele Betroffene bei Migräne als unangenehm. Bewegung, etwa Treppensteigen, kann die Schmerzen verstärken. Eine Migräne kann mit oder ohne Aura auftreten. Damit sind vorübergehende Beschwerden wie Lichtblitze, andere Sehstörungen, Kribbeln oder Sprachprobleme gemeint. Sie können den Kopfschmerzen vorausgehen oder sie begleiten.

Warum wird mir bei Migräne oft übel?

Bei einer Migräne verändern sich die Nervensignale im Gehirn. Dabei spielen verschiedene Botenstoffe eine Rolle, die Informationen zwischen Nervenzellen übertragen. Die beteiligten Vorgänge beeinflussen, wie du Schmerzen wahrnimmst. Gleichzeitig wirken sie auf Bereiche im Gehirn, die Übelkeit und Erbrechen steuern. Deshalb kann dir während einer Attacke übel werden. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht vollständig geklärt. 

Unterschied zu Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen fühlen sich meist drückend oder beengend an, etwa wie ein zu enger Ring um den Kopf. Sie betreffen häufig beide Kopfseiten. Anders als bei Migräne verstärkt normale Bewegung die Schmerzen meist nicht. Übelkeit ist dabei untypisch. Um die Beschwerden einzuordnen, ist wichtig, wann sie beginnen, wie stark sie sind und wie lange sie anhalten. Achte außerdem darauf, ob du sie zum ersten Mal hast, sie wiederkehren oder sich anders anfühlen als sonst. 

Welche Ursachen gibt es für Kopfschmerzen und Übelkeit noch?

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Zu weiteren, körperlichen Ursachen für Kopfschmerzen und Übelkeit gehören:

  • Infekte: Bei einer  Grippe oder Erkältung können neben Kopfschmerzen auch Übelkeit und weitere Beschwerden auftreten. Bei Magen-Darm-Infekten stehen häufig Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen im Vordergrund. Verlierst du dabei viel Flüssigkeit, kann das zusätzlich Kopfschmerzen verursachen.
  • Blutdruck und Kreislauf: Wenn der Blutdruck absackt, etwa beim schnellen Bücken oder Aufstehen, kann das die Durchblutung und den Kreislauf vorübergehend beeinträchtigen. Mitunter treten dabei dumpfe Kopfschmerzen, Schwindel oder kurzzeitige Übelkeit auf.
  • Unterzuckerung: Eine Unterzuckerung entsteht, wenn der Blutzuckerspiegel deutlich absinkt. Dann machen sich Kopfschmerzen, Zittern oder Schwitzen bemerkbar. Diese Symptome können sich gerade bei Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes schnell verstärken.
  • Hormonelle Veränderungen: Bei manchen Frauen treten Kopfschmerzen und Übelkeit rund um die Menstruation auf. Wiederholen sich die Beschwerden kurz vor oder während der Regelblutung, kann eine menstruelle Migräne der Grund sein.
  • Muskuläre Verspannungen: Verspannte Muskeln im Nacken- und Schulterbereich können zu Kopfschmerzen beitragen. Kommt Übelkeit hinzu, lässt sie sich dadurch allein nicht erklären.

Auch äußere Faktoren oder Gewohnheiten im Alltag können die beiden Symptome begünstigen:

  • Flüssigkeitsmangel: Wenn du bei Hitze stark schwitzt und zu wenig trinkst, kann dein Körper austrocknen. Mögliche Folgen dieser Dehydration sind Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufprobleme. Übelkeit kann außerdem auf eine Hitzeerschöpfung oder einen Sonnenstich hinweisen.
  • Stress und Schlafmangel: Zu wenig Schlaf und Stress können Kopfschmerzen oder eine Migräneattacke begünstigen. Psychische Anspannung kann außerdem auf den Magen schlagen und dir Übelkeit bereiten.
  • Medikamente: Manche Arzneimittel können als Nebenwirkung Kopfschmerzen oder Übelkeit verursachen. Nimmst du Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen zu häufig über längere Zeit ein, können sie selbst weitere Kopfschmerzen auslösen.
  • Alkohol: Kopfschmerzen und Übelkeit gehören zu den typischen Beschwerden eines Katers. Alkohol fördert den Flüssigkeitsverlust, reizt den Magen und stört den Schlaf.

Was hilft gegen Kopfschmerzen und Übelkeit?

Oft verschwinden Kopfschmerzen und Übelkeit wieder von alleine. Wer nur leichte Beschwerden spürt, braucht meist keine Medikamente. 
Diese Tipps können dir helfen, die Symptome ohne Medikamente zu lindern:

  • Frische Luft: Es kann helfen, seine Tätigkeit für einen Moment zu unterbrechen und möglichst in der Natur eine Runde spazieren zu gehen oder zumindest frische Luft einzuatmen.
  • Kühle Stirn oder Nacken: Ein kühles, feuchtes Tuch kann angenehm sein. Meide vorübergehend Hitze, starke Gerüche, Alkohol, grelles Licht und körperliche Anstrengung, wenn sie deine Beschwerden verstärken.
  • Teste Hausmittel: Manchen Betroffenen tut es gut, die Schläfen und Stirn mit Pfefferminzöl sanft zu massieren. Das enthaltene Menthol sorgt für einen Kältereiz auf der Haut und mildert die Symptome. Wichtig: Das Öl ist nicht für Babys oder Kleinkinder geeignet, da es die Atemwege reizen kann.
  • Trinke in kleinen Schlucken: Wasser oder ungesüßter Tee können einen Flüssigkeitsmangel ausgleichen. Bei einem flauen Magen gehört langsam getrunkener Tee zu den Hausmitteln gegen Übelkeit. Kleine Mengen in kurzen Abständen sind oft angenehmer als ein großes Glas auf einmal.
  • Probiere kleine Portionen: Bei Übelkeit können leicht verdauliche Lebensmittel wie Zwieback, Banane, Reis oder Brühe verträglich sein. Iss langsam und nur so viel, wie du verträgst. 

Schmerzmittel mit Bedacht einsetzen

Die Wirkstoffe Ibuprofen oder Paracetamol können Kopfschmerzen kurzfristig lindern, sie sind jedoch keine Medikamente gegen Übelkeit. Halte dich stets an die Packungsbeilage und nimm die Mittel nicht häufiger oder länger als empfohlen. Frage vor einer Einnahme am besten deine Ärztin, deinen Arzt oder in der Apotheke, insbesondere wenn du schwanger bist oder bereits andere Medikamente einnimmst.

Wie kann ich wiederkehrenden Beschwerden vorbeugen?

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Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training können helfen, besser mit Stress umzugehen und Migräneattacken vorzubeugen. Regelmäßige Schlafenszeiten und Mahlzeiten können ebenfalls hilfreich sein. 

Wichtig: Bessern sich die Beschwerden nicht oder werden sie stärker, lass die Ursache ärztlich abklären. In einem Kopfschmerztagebuch kannst du festhalten, wann die Beschwerden auftreten, wie lange sie dauern und welche Medikamente du einnimmst. Dafür reicht ein normaler Kalender oder ein Blatt Papier, auf dem du die Notizen machst. Natürlich geht das auch digital im Handy. Das Kopfschmerztagebuch erleichtert auch das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. 

Wann werden Kopfschmerzen und Übelkeit gefährlich? 

Leichte Beschwerden, die du bereits kennst und die sich wie gewohnt bessern, kannst du zunächst beobachten. Treten sie neu auf, fühlen sie sich anders an als sonst oder werden sie stärker, solltest du ärztlichen Rat einholen.

Im Notfall: Medizinische Hilfe sofort anfordern

Bei folgenden akuten Warnsignalen solltest du den Notruf 112 wählen::

  • plötzliche einsetzende, sehr starke Kopfschmerzen mit Übelkeit
  • Sprachprobleme
  • Lähmungserscheinungen
  • Sehverlust
  • starke Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstlosigkeit
  • ein Krampfanfall
  • deutliche Verwirrtheit
  • starke Kopfschmerzen zusammen mit Fieber und einem steifen Nacken

Beschwerden zeitnah abklären lassen

Wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt, wenn die Kopfschmerzen und Übelkeit länger anhalten, häufiger auftreten oder sich trotz Selbsthilfe nicht bessern. Lass dich noch am selben Tag untersuchen, wenn du wiederholt erbrichst oder keine Flüssigkeit bei dir behalten kannst. Nach einer Kopfverletzung mit Verdacht auf Gehirnerschütterung solltest du ebenfalls deine Hausarztpraxis rasch aufsuchen. 

Vorsicht in der Schwangerschaft und im Wochenbett

Neue oder ungewöhnliche Kopfschmerzen in der Schwangerschaft gehören untersucht. Bei starken oder anhaltenden Schmerzen brauchst du umgehend ärztliche Hilfe, besonders wenn Sehstörungen, Schmerzen im Oberbauch oder Erbrechen hinzukommen. Solche Beschwerden können auf eine Präeklampsie hindeuten. Diese Schwangerschaftserkrankung geht mit erhöhtem Blutdruck einher und kann Organe schädigen. Sie kann auch noch in den Wochen nach der Geburt auftreten.

Häufige Fragen zu Kopfschmerzen und Übelkeit

Du hast noch mehr Fragen zu Kopfschmerzen und Übelkeit? Hier findest du weitere Antworten.

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