Spannungskopfschmerzen lösen: Was schnell und dauerhaft hilft
Spannungskopfschmerzen gibt es in vielen Varianten. Manchmal dauern sie nur Minuten, manchmal mehrere Tage. Aber: Sie alle lassen sich gut behandeln. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Schmerzen in den Griff bekommen.

An welchen Symptomen erkennt man Spannungskopfschmerzen?
Spannungskopfschmerzen treten in der Regel beidseitig auf. Sie strahlen vom Nacken über den Kopf bis in die Stirn aus. Meist fühlen sie sich drückend und ziehend an. Anders als bei Migräne verschlimmern sie sich nicht bei körperlichen Tätigkeiten. Auch treten keine Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen auf. Manche Menschen reagieren bei Spannungskopfschmerzen empfindlicher auf Licht und Geräusche. Viele Betroffene beschreiben den Schmerz so, als sei der Kopf in einen Schraubstock eingespannt.
Was kann ich gegen Spannungskopfschmerzen tun?
Ergänzend kann bei akuten Schmerzen kann auch zehnprozentiges Pfefferminzöl helfen. Großflächig auf Stirn und Schläfe aufgetragen, tritt nach zehn bis 15 Minuten eine deutlichen Schmerzlinderung auf. Manchen Betroffenen hilft Wärme, andere erfahren Linderung durch Kälteanwendungen.
Wie kann ich Spannungskopfschmerzen vorbeugen?
Um erst gar keine Spannungskopfschmerzen zu bekommen, hilft ein gesunder Lebensstil: Stressmanagement, regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf, ergonomisches Arbeiten und das Vermeiden individueller Trigger. Wie das genau geht, erklären wir hier:
Stress reduzieren und Entspannung fördern
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Stress gilt als einer der wichtigsten Auslöser von Spannungskopfschmerzen. Wer Stress reduziert oder mit Entspannungstechniken ein Gegengewicht dazu findet, der Entstehung der Kopfschmerzen aktiv entgegenwirken.
- Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, die Häufigkeit der Kopfschmerzen zu senken.
- Auch kurze Pausen, Spaziergänge oder Atemübungen unterstützen die Stressbewältigung.
Ausreichend Schlaf und regelmäßiger Tagesablauf
- Schlafmangel gehört zu den häufigen Auslösern von Spannungskopfschmerzen.
- Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus und genug Schlaf (als Richtwert gelten 7 bis 8 Stunden für Erwachsene) helfen, die Kopfschmerzen zu vermeiden. Hilfreich kann hier die richtige Schlafhygiene sein.
Regelmäßige Bewegung
Körperliche Aktivität wirkt präventiv, da sie Stress reduziert und muskuläre Verspannungen lockert.
- Empfehlenswert ist moderater Ausdauersport mehrmals pro Woche. Das kann langsames Joggen, aber auch Schwimmen, Radfahren oder Walking sein. Bewegung fördert zudem körpereigene Mechanismen, die Schmerzsignale hemmen.
Ergonomie und Körperhaltung verbessern
Muskelverspannungen können ebenfalls zu Spannungskopfschmerzen führen. Sie sollten daher versuchen, Fehlhaltungen zu vermeiden.
- Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und regelmäßige Bewegungspausen können helfen, Verspannungen vorzubeugen. Auch eine aufrechte Sitzhaltung und korrekt eingestellte Bildschirmhöhe können Spannungskopfschmerzen entgegenwirken.
- Da auch eine schlechte Körperhaltung die Probleme verursachen kann, ist ein gezieltes Haltungs- und Muskelaufbautraining empfehlenswert.
Ausgewogene Ernährung und und ausreichend Trinken
- Es hilft dem Körper, regelmäßig zu essen. Unregelmäßiges Essen kann Kopfschmerzen begünstigen. Wenn Sie genug trinken, können Sie Dehydratation vermeiden.
- Achtung: Zu viel Koffein sollten Sie allerdings nicht trinken. Der kann nämlich auch Kopfschmerzen auslösen oder verstärken.
Welche Ursachen haben Spannungskopfschmerzen?
Die genauen Mechanismen, die zu Spannungskopfschmerzen führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich ist eine Verspannung der Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur an der Entstehung der Schmerzen beteiligt. Doch gilt vor allem psychischer Stress als Hauptauslöser. Psychischer Stress können Konflikt- und Stresssituationen sein, Existenz- und Verlustängste, Depressionen und Überforderung. Die Belastung reizt die Schmerzfilter im Gehirn, Schmerzen werden eher wahrgenommen.
Auch eine falsche Haltung, nächtliches Zähneknirschen sowie fiebrige Infekte können zu Spannungskopfschmerzen führen. Bei chronischen Beschwerden gibt es Hinweise auf eine genetische Komponente.
Wie werden Spannungskopfschmerzen diagnostiziert?
Um den Spannungskopfschmerz von anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen, ist die Anamnese sehr wichtig: In einem ausführlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gilt es, die Beschwerden möglichst genau zu beschreiben. Wie bei anderen Kopfschmerzformen auch kann hier ein Kopfschmerztagebuch sehr hilfreich sein. In dieses Buch tragen Sie ein, unter welchen Umständen die Kopfschmerzen jeweils auftreten und wie lange sie anhalten.
Um andere Erkrankungen auszuschließen, sind manchmal bildgebende Verfahren wie MRT oder CT nötig.
Episodische und chronische Spannungskopfschmerzen
Ärzte unterscheiden bei Spannungskopfschmerzen zwischen zwei Formen: Wenn die Beschwerden zwar mindestens zehnmal im Jahr auftreten, aber an weniger als 180 Tagen, liegt vermutlich ein episodischer Spannungskopfschmerz vor.
Leidet eine Person über mehr als drei Monate lang an mindestens 15 Tagen im Monat, handelt es sich um chronische Spannungskopfschmerzen. Diese sollten unbedingt ärztlich behandelt werden.
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Häufige Fragen zum Thema Spannungskopfschmerz
Sie haben noch mehr Fragen zu Spannungskopfschmerzen? Hier finden Sie weitere Antworten.
Gehen Spannungskopfschmerzen von allein wieder weg?
Können Bildschirmarbeit und Handy-Nutzung Spannungskopfschmerzen auslösen?
Sind Spannungskopfschmerzen gefährlich?
Wie lange dauern Spannungskopfschmerzen normalerweise?
Fachbereich der DAK-Gesundheit
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