Sicherheitshinweis

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Was kann mein Arzt auf welchem Rezept verschreiben?

Medikamente, die medizinisch notwendig sind, verschreibt Ihnen Ihr Arzt auf einem rosa Rezept. Aber wie lange ist das Kassenrezept gültig? Einen Monat können Sie die Verordnung bei der Apotheke einlösen. Für starke Schmerzmittel erhalten Sie ein gelbes Rezept, das nur sieben Tage gültig ist. Blaue Rezepte sind für Privatpatienten, die die Kosten selber übernehmen müssen. Generell gilt: Rezeptpflichtige Arzneimittel muss Ihr Arzt Ihnen verordnen. Der Apotheker darf Ihnen das Arzneimittel ohne Rezept nicht aushändigen.

Medikamente ohne nachgewiesenen Nutzen

Ist der Nutzen von Ihrem Medikament nicht nachgewiesen oder dient es nur dazu, Ihre Lebensqualität zu erhöhen, darf Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nicht per Kassenrezept verordnen. Sogenannte Lifestyle-Medikamente helfen zum Beispiel bei Erektionsstörungen, bei einer Diät, mit dem Rauchen aufzuhören oder verbessern den Haarwuchs.

Medikamente ohne Rezept kaufen

Viele Arzneimittel können Sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Empfiehlt Ihr Arzt Ihnen ein nicht rezeptpflichtiges Medikament, gibt er Ihnen ein grünes Rezept mit. Die Gültigkeitsdauer für dieses Rezept ist nicht begrenzt. Diese Medikamente sind in der Regel keine Kassenleistung.

Wie hoch ist der Eigenanteil?

Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr bezahlen Sie bei einem Kassenrezept einen Eigenanteil. Er beträgt zehn Prozent des sogenannten Apothekenabgabepreises. Sie zahlen mindestens fünf und maximal zehn Euro, aber nie mehr als das Mittel selbst kostet – es sei denn, es gibt einen Festbetrag für Ihr Medikament.

Was ist der Festbetrag?

Für bestimmte Wirkstoffe legt der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen einen sogenannten Festbetrag fest. Die DAK-Gesundheit darf die Kosten für Arznei- und Verbandmittel nur bis zur Höhe dieses Festbetrages übernehmen. Liegt der Preis für ein Medikament 30 Prozent unter dem Festbetrag, befreit es der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen von der Zuzahlung. Die entsprechende Liste wird alle zwei Wochen aktualisiert.

Gibt es günstigere Alternativen für teure Medikamente?

Kreuzt Ihr Arzt auf dem Rezept das Feld „aut Idem“ nicht an, darf die Apotheke Ihnen auch ein vergleichbares Arzneimittel geben. Das Medikament muss den gleichen Wirkstoff, die identische Wirkstärke, eine vergleichbare Packungsnormgröße, die gleiche austauschbare Darreichungsform und die Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet haben.

Da häufig preisgünstigere Alternativen zu Originalprodukten erhältlich sind – immer in gewohnter Qualität – kann so im Gesundheitswesen gespart werden. In medizinisch begründeten Einzelfällen kann der Arzt auf dem Rezept ankreuzen, dass die Apotheke Ihnen kein alternatives Medikament aushändigen darf.

Seit einigen Jahren schließt die DAK-Gesundheit Rabattverträge mit führenden Arzneimittelherstellern. Dieses Vorgehen hat sich bewährt: Sie als Versicherte erhalten deutschlandweit hochwertige Medikamente zu guten Preisen. Oft sind diese Arzneimittel von der gesetzlichen Zuzahlung befreit. Die Verträge gelten für Original-Arzneimittel und Generika – das sind Nachahmerpräparate. Sie wollen wissen, ob wir für Ihr Medikament einen Rabattvertrag geschlossen haben? Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Kann ich das Arzneimittel kaufen, das ich möchte?

Apotheker sind dazu verpflichtet, Ihnen gegen Kassenrezept ein Arzneimittel mit Rabattvertrag auszuhändigen. Sie können aber auch ein anderes Mittel mit dem gleichen Wirkstoff kaufen. In diesem Fall müssen Sie die Kosten zunächst selbst übernehmen. Die Apotheke behält dann das Original-Rezept ein und Sie reichen eine Kopie des bedruckten Rezeptes zur Erstattung bei Ihrem DAK-Servicezentrum ein.

Da wir nur für den Preis des rabattierten Arzneimittels aufkommen, kann es jedoch sein, dass Sie einen Großteil der Kosten selbst tragen. Bevor Sie diese Regelung in Anspruch nehmen, lassen Sie sich von uns beraten: Arzneimittel-Hotline: 040 325 325 842

Was brauche ich für die Kostenrück-erstattung?

  • Kopie des Kassenrezepts

Wann fällt die Zuzahlung für Medikamente weg?

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Sie von der Zuzahlung befreit. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Zuzahlungsbefreiung.

Generell keine Zuzahlung fällt an, 

  • wenn Sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • bei der Verordnung von Harn- und Blutzuckerteststreifen
  • und bei Arznei- und Verbandmitteln im Zusammenhang mit Schwangerschaftsbeschwerden oder der Entbindung.
  • Verhütungsmittel

    Wenn Sie nicht älter als 22 Jahre sind, zahlen wir Ihnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie Antibabypille, Spirale oder Hormonringe. Kupfer- und Hormonspiralen haben einen langen Anwendungszeitraum von bis zu fünf Jahren. Bei einer Verordnung auf Kassenrezept durch Ihren Arzt vor Vollendung des 22. Lebensjahres übernehmen wir die Kosten dafür. Wenn Sie älter sind, bekommen Sie für die rezeptpflichtigen Verhütungsmittel ein Privatrezept und zahlen selber. Kondome, Portiokappen oder Scheidendiaphragmen können Sie ohne Rezept kaufen. Die Kosten hierfür tragen wir nicht.

  • Harn- und Blutzuckerteststreifen

    Wenn Sie an Diabetes mellitus Typ 1 leiden, verschreibt Ihnen Ihr Arzt Harn- und Blut-zuckerteststreifen auf einem Kassenrezept und Sie sind von der Zuzahlung befreit. Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit Insulin behandelt werden, müssen eben-falls nicht zuzahlen.

    Wer bei Diabetes mellitus Typ 2 nicht mit Insulin behandelt wird, dem kann der Arzt Harn- und Blutzuckerteststreifen nur in Ausnahmen per Kassenrezept verordnen.

    • hohes Risiko für Unterzuckerung (Hypoglykämie) bei Ersteinstellung auf orale Antidiabetika
    • hohes Hypoglykämierisiko bei Therapieumstellung bei oralen Antidiabetika
    • bei zusätzlichen Erkrankungen
  • Blutzuckermessgerät FreeStyle Libre

    Das Blutzuckermessgerät FreeStyle Libre scannt Ihren Zuckerwert mit einem Spezi-alsensor am Arm. Wenn Sie an Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 leiden und eine Insulin-therapie machen oder Sie die Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung schwer errei-chen können, übernehmen wir die Kosten für das Messsystem und alle zwei Wochen für jeden Sensor. Hier tragen Sie die gesetzliche Zuzahlung. Unser Vertragspartner, die Firma Abbott, liefert Ihnen das Messsystem FreeStyle Libre. Stellen Sie Ihren Antrag direkt bei Ihrem DAK-Servicezentrum oder nach Anmeldung bei FreeStyle Libre.