Yoga für die Wechseljahre: Wie Hormonyoga Beschwerden lindern kann

Eine ältere Frau praktiziert Yoga auf einer Yogamatte im Wohnzimmer

Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen gehören für viele Frauen zu den Wechseljahren. Hormonyoga ist eine spezielle Yogaform, die darauf abzielt, das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen und Beschwerden sanft zu lindern. Hier erfährst du, was Hormonyoga bewirken kann, was es zu beachten gilt und welche Praxis sich besonders eignet. Ergänzend findest du sechs angeleitete Videos mit Yogalehrerin und Therapeutin Sandra Schuh zum Mitmachen.

Was ist Hormonyoga?

Hormonyoga ist eine spezielle Yogaform, die durch gezielte Atemtechniken, Muskelanspannungen und dynamische Bewegungsabfolgen das hormonelle Gleichgewicht unterstützen soll. Entwickelt wurde sie von Dinah Rodrigues, einer brasilianischen Yogalehrerin und Psychologin, die sich intensiv mit ganzheitlicher Gesundheit und hormonellen Prozessen beschäftigt hat. Ihr Ansatz kombiniert klassische Yogaübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und gezielte Energielenkung. Ziel der Hormonyogas ist es, insbesondere Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren zu aktivieren.

Was bringt Hormonyoga in den Wechseljahren?

Hormonyoga kann typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und innere Unruhe lindern. Viele Frauen berichten zudem von mehr Energie, besserer Stressregulation und einem stabileren Wohlbefinden. Regelmäßig praktiziert, kann Hormonyoga das körperliche und seelische Gleichgewicht in hormonellen Umstellungsphasen unterstützen.
In den Wechseljahren sinken insbesondere Östrogen- und Progesteronspiegel. Diese Veränderungen beeinflussen zahlreiche Körperprozesse. Hormonyoga kombiniert gezielte Bewegungsabfolgen, Atemtechniken und bewusste Muskelaktivierungen, um hier regulierend anzusetzen:
  • Aktivierung hormonbildender Drüsen: Bestimmte Übungen stimulieren Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren.
  • Stressreduktion: Atemtechniken und fließende Bewegungen beruhigen das Nervensystem – wichtig, da chronischer Stress hormonelle Beschwerden verstärken kann.
  • Verbesserte Durchblutung: Dynamische Sequenzen fördern die Versorgung der Beckenorgane und unterstützen Stoffwechselprozesse.

Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass regelmäßige Praxis insbesondere Hitzewallungen und Schlafprobleme positiv beeinflussen kann. Hormonyoga ersetzt keine medizinische Behandlung, kann diese aber sinnvoll ergänzen.

Warum tut Hormonyoga gut?

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Jetzt Körper und Geist in Einklang bringen.

Die positive Wirkung von Hormonyoga lässt sich durch mehrere Faktoren erklären:

  • Ganzheitlicher Ansatz: Körper, Atmung und Geist werden gleichzeitig angesprochen.
  • Regulation des Nervensystems: Entspannungsphasen aktivieren den Parasympathikus – dein Körper kommt zur Ruhe.
  • Stärkung der Selbstwahrnehmung: Du lernst, Signale deines Körpers besser zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • Bewegung ohne Überforderung: Die Übungen sind meist moderat und damit auch für Einsteigerinnen geeignet.

Viele Frauen berichten, dass sie sich ausgeglichener, energiegeladener und stabiler fühlen.

Welche Übungen gehören zum Hormonyoga in den Wechseljahren?

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Meditationen und Übungen zur Stressbewältigung

Zum Hormonyoga in den Wechseljahren gehören eine Kombination aus dynamischen Körperübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Energieaktivierungen, die speziell darauf ausgerichtet sind, die hormonbildenden Drüsen wie Eierstöcke, Schilddrüse und Hypophyse zu stimulieren.

Typische Übungen sind zum Beispiel die aktivierende Bauchatmung (Bhastrika) zur Anregung des Stoffwechsels, die Wechselatmung (Nadi Shodhana) zur Beruhigung des Nervensystems sowie dynamische Haltungen wie Brückenvariationen, Drehhaltungen und Bauchmuskelaktivierungen, die den Beckenraum durchbluten und die Hormonproduktion unterstützen sollen. Ergänzt werden diese Übungen durch entspannende Sequenzen und Visualisierungen, um Stress zu reduzieren, da dieser in den Wechseljahren einen starken Einfluss auf das Hormonsystem hat.

In unseren Videos am Ende dieses Artikels bekommst du in sechs Videos einen guten Eindruck von Yoga in den Wechseljahren.

Was ist bei Yoga für die Wechseljahre zu beachten?

Wenn du Yoga in den Wechseljahren praktizieren möchtest, gibt es einige wichtige Punkte:

  • Individuelle Anpassung: Nicht jede Übung passt zu jeder Lebensphase. Achte auf dein Wohlbefinden und passe Intensität und Tempo an.
  • Regelmäßigkeit statt Perfektion: Schon zwei bis drei Einheiten pro Woche können spürbare Effekte haben.
  • Gesundheitliche Voraussetzungen klären: Bei Vorerkrankungen (z. B. Bluthochdruck oder hormonabhängigen Erkrankungen) solltest du vorher ärztlichen Rat einholen.
  • Qualifizierte Anleitung: Gerade beim Hormonyoga ist es sinnvoll, einen Kurs bei geschulten Lehrenden zu besuchen.
  • Achtsamkeit: Überforderung oder Leistungsdruck sind kontraproduktiv – Yoga soll dich unterstützen, nicht belasten.

Fazit

Hormonyoga kann eine wertvolle Ergänzung sein, um Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern und dein Wohlbefinden zu stärken. Entscheidend ist, dass du auf deinen Körper hörst und die Praxis an deine Bedürfnisse anpasst.

Hormonyoga Videos zum Mitmachen

Yogalehrerin und Therapeutin Sandra Schuh zeigt dir in sechs Videos, wie dich Yoga in den Wechseljahren unterstützen kann, um mögliche Beschwerden zu lindern. Jede Einheit kann einzeln oder als Serie praktiziert werden.

Hinweis: Yoga ersetzt keinen Arztbesuch. Solltest du über einen längeren Zeitraum Beschwerden haben, die dich im Alltag beeinträchtigen, wende dich bitte an deine Hausärztin oder deinen Frauenarzt.

1. Cool Down – Hilfe bei Hitzewallungen 

Diese Folge lädt dich dazu ein, deinen Körper bewusst zu beruhigen sowie innere Kühlung und Stabilität zu fördern.

2. Gelassenheit finden – Yoga bei Stimmungsschwankungen 

Stimmungsschwankungen können während hormoneller Umstellungsphasen auftreten und dein inneres Gleichgewicht beeinflussen. Mit dieser Yogapraxis findest du mehr Gelassenheit.

3. Starkes Gerüst – Yoga als Osteoporose-Prävention 

Mit sinkendem Östrogenspiegel nimmt die Knochendichte ab. Statische Kraftübungen können helfen, die Knochen zu stärken. In diesem Video liegt der Schwerpunkt auf Stabilität, Kraft und Standfestigkeit.

4. Schlaf schön – Yoga für Ruhe und Regeneration 

Schlafstörungen sind eine große Belastung. Diese Folge unterstützt dich am Abend dabei, bewusst loszulassen, und bereitet dich auf deine nächtliche Ruhephase vor.

5. Energie & Erschöpfung – Mit Yoga neue Kraft finden 

Diese Einheit hilft dir dabei, deinen Körper sanft zu aktivieren und neue Lebendigkeit zu fördern.

6. Self-Love Flow – Stabilität, Weichheit und Selbstfürsorge 

Diese Abschlussfolge ist ein sanfter Flow, der dich mit deiner Kraft und Weichheit verbindet und dich dabei unterstützt, einen achtsamen und liebevollen Umgang mit dir selbst zu finden.

Häufige Fragen zu Hormonyoga

Wie schnell wirkt Hormonyoga?

Wann sollte man kein Hormonyoga machen?

Kann Hormonyoga Nebenwirkungen haben?

Ist Hormonyoga das Gleiche wie Kundalini Yoga?

 

 

Autor(in)

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Fachbereich der DAK-Gesundheit

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