Fettverbrennung ankurbeln: Tipps für einen aktiven Stoffwechsel

Eine ältere Frau und eine jüngere Frau laufen gemeinsam sportlich an einem Ufer entlang.

Die Hose zwickt, der Blick auf die Waage frustriert oder du spürst körperliche Beschwerden? Ob aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen: wenn du kleine Fettpolster loswerden und deine Fettverbrennung ankurbeln möchtest, setzt du am besten auf mehr als Sport und Bewegung. Doch was kann deinen Fettstoffwechsel noch beeinflussen? Hier erfährst du alles über den Fettstoffwechsel und dessen Zusammenhang mit Ernährung, Sport und Hormonhaushalt.

Was ist die Fettverbrennung und wie funktioniert sie?

Ganz ohne Fett würde dein Organismus nicht funktionieren. Er braucht den Makronährstoff zur Energieversorgung und für eine Reihe weiterer Körperfunktionen wie die Produktion gewisser Hormone oder der Zellmembran. Vereinfacht erklärt, wird Fett aus deinen Mahlzeiten im Darm zunächst in Fettsäuren und diese anschließend in der Darmwand zu Transportpartikeln (Chylomikronen) umgewandelt. Die gelangen via Lymphflüssigkeit ins Blut und zirkulieren dort zunächst als transportierte „Energieträger“. Ist mehr Fett im Umlauf, als der Körper zeitnah verstoffwechseln kann, wandelt er den Überschuss in stabiles Depotfett um und lagert ihn in den Fettzellen (Adipozyten) ein. Das sind die Polster, die sich als zusätzliches Gewicht auf der Waage zeigen.

Um Depotfett aus dem Fettgewebe wieder als Brennstoff verfügbar zu machen, wird es biochemisch zunächst erneut in Fettsäuren zerlegt und freigesetzt. Nun können diese von den Muskelzellen „verbrannt“ werden. Ein reger Stoffwechsel fördert die zügige Fettverbrennung. 

Schon gewusst? Nicht die Anzahl der Fettzellen erhöht sich, wenn du an Gewicht zulegst, sondern ihr Volumen. Wird Fett abgebaut, schrumpfen sie.

Was aktiviert den Fettstoffwechsel?

Wenn der Fettstoffwechsel angekurbelt werden soll, zielst du darauf ab, dass dein Körper Energie vorrangig aus den Fettdepots nutzt. Faktoren, die die Fettverbrennung ankurbeln, sind:

  • Bewegung: Bei Sport und körperlicher Aktivität benötigen deine Muskeln mehr Energie.
  • Muskeln: Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto höher sind Grundumsatz (der Energieverbrauch des Körpers in Ruhe) und aktiver Verbrauch.
  • Hormone: Botenstoffe wie Insulin, Glukagon und Adrenalin wirken auf den Fettstoffwechsel, indem sie Fettzellen aktivieren oder deaktivieren. Die Ausschüttung dieser Hormone kannst du zu einem gewissen Grad steuern, etwa durch Essens- und Schlafenszeiten.
  • Ernährung: Durch deinen Speiseplan kannst du beeinflussen, woher dein Körper Energie bezieht. Wenn du beispielsweise Fett und Kohlenhydrate reduzierst, wird mehr Depotfett verbraucht. Auf wertvolle Fette und komplexe Kohlenhydrate solltest du aber nicht komplett verzichten.

Wie lässt sich die Fettverbrennung anregen?

Um deinen Stoffwechsel anzukurbeln und die Fettverbrennung zu optimieren, ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen ideal:

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Wenn du mehr Fett verbrennen willst, ist Sport perfekt. Dass körperliche Bewegung wichtig ist, und Fettpolster schrumpfen lässt, weißt du längst. Aber welche Art von Training ist hierfür besonders geeignet?
  • Krafttraining: Gewichte stemmen, Gerätetraining oder Calisthenics (Körperübungen wie Kniebeugen oder Liegestütze) fördern den Aufbau von Muskelmasse. Das erhöht deinen Grundumsatz, also den Energieverbrauch des Körpers in Ruhe.
  • Ausdauertraining: Bei Sportarten wie Joggen oder Schwimmen wird dein Herz-Kreislauf-System über einen längeren Zeitraum beansprucht. Das verbessert den Sauerstofftransport, der für die Fettverbrennung notwendig ist.
  • Intensives Intervalltraining: Kurze intensive Belastungsphasen wechseln mit Erholungsphasen ab. Dadurch steigt der Adrenalinspiegel und stimuliert hormonelle Prozesse, die den Fettabbau langfristig begünstigen.
Optimal für die Fettverbrennung ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining beziehungsweise intensivem Intervalltraining. Keine Sorge: Du musst für eine bessere Fettverbrennung nicht gleich zur Sportskanone werden. Bereits mehr Bewegung im Alltag verbessert die Fitness, etwa durch Treppensteigen, Fahrradfahren oder Laufen. Ausreichend viele Schritte am Tag sind dabei eine gute Grundlage.
Übrigens: Eine gängige Meinung ist, dass im Anschluss an Sport der Körper im Ruhezustand weiterhin Energie verbraucht, um Körpertemperatur, Sauerstoffpegel und Reparaturprozesse zu regulieren. Dieser Nachbrenneffekt ist aber wissenschaftlich kaum belegt.

Fettverbrennung ankurbeln: Lebensmittel und „Fatburner“

Eine ausgewogene Fettzufuhr mit hochwertigen Fetten in moderater Menge gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Nimmst du mehr Fett zu dir, als der Organismus gerade braucht, speichert er den Überschuss in Fettpolstern. Es gilt also, die Verteilung der Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine und Fett) zu beachten.
  • Weniger Kohlenhydrate: Energie aus Kohlenhydraten ist schneller verfügbar als die aus dem Depotfett. Eine verringerte Kohlenhydratzufuhr führt dazu, dass der Körper anteilig mehr Fett zur Energiegewinnung nutzt. Letztlich relevant für die Gewichtsabnahme bleibt jedoch die Gesamtenergiebilanz – also, dass du mehr Kalorien verbrauchst als du zu dir nimmst.
  • Mehr Proteine: Eiweiße liefern nicht nur ein langes Sättigungsgefühl. Um sie aufzuschließen, verbraucht der Stoffwechsel seinerseits Energie.
  • Viele Ballaststoffe: Eine ballaststoffreiche Ernährung dämpft „Hungerspitzen“, stabilisiert den Insulinspiegel und verzögert die Einlagerung von Fett. 

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Kurios: Ingwer oder Chili sollen die Fettverbrennung ankurbeln. Aber stimmt das wirklich? Fakt ist: Scharfes Essen kann deine Körpertemperatur erhöhen. Der Organismus benötigt daraufhin Energie zum Abkühlen (etwa durch Schwitzen). Wie bei vielen sogenannten Fatburnern ist ein nennenswerter Effekt auf die Fettverbrennung allerdings umstritten.

Fettverbrennung ankurbeln mit Getränken

Auch beim Trinken verbrauchst du Energie, denn der Körper muss die Flüssigkeit auf deine Körpertemperatur angleichen. Zucker-, fett- oder alkoholhaltige Getränke unterstützen die Fettverbrennung aber nicht. Greife besser zu Wasser oder ungesüßtem Tee. Schwarzer Kaffee soll durch seinen Koffeingehalt die Fettverbrennung ankurbeln. Tees wie Oolong, Matcha, Mate oder grüner Tee können durch enthaltene Pflanzenstoffe (Catechine) die Aufnahme von Fett im Darm unterstützen. Doch auch hier gilt: Kaffee und Tee sind keine hochwirksamen Fatburner, sie unterstützen lediglich den Stoffwechsel. 

Fettverbrennung steigern durch Fasten – geht das?

Fasten bedeutet, phasenweise auf feste Nahrung zu verzichten. Nach einer gewissen Zeit ohne Essen beginnt der Körper, für die Energiebereitstellung auf Fettreserven zuzugreifen. Das wird durch den niedrigen Insulinspiegel begünstigt, der die Fettfreisetzung aus den Depots verbessert. Speziell Intervallfasten (der stunden- oder tageweise Verzicht auf Mahlzeiten) soll den Stoffwechsel aktivieren und die Fettverbrennung ankurbeln.

Allerdings: Fasten funktioniert nicht bei allen Menschen gleich effektiv. Es lässt nicht bei allen garantiert die Fettdepots schmelzen. Letztlich kommt es immer auf den individuellen Organismus an. Entscheidend ist, dass du beim Fasten zugleich auf ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung achtest.

Wie kann man die Fettverbrennung ankurbeln? – Unsere besten Tipps

Wie du siehst, gibt es verschiedene Ansätze, wie du die Fettverbrennung ankurbeln und den Stoffwechsel aktivieren kannst. Am wirksamsten ist es, wenn du die Methoden miteinander kombinierst. Unsere besten Tipps: 

  • Fitness: Ob systematischer Sport oder mehr Bewegung im Alltag, beides erhöht deinen Grundumsatz.
  • Schlaf und Entspannung: Entspann dich und sorge für ausreichende Ruhezeiten. Wenn du zu wenig schläfst oder ständig unter Strom stehst, bringt das Chaos in deinen Hormonspiegel. Das Stresshormon Cortisol zum Beispiel kann langfristig die Fettspeicherung verstärken.
  • Essen nach Plan: Versuche, auf eine fettreduzierte, ausgewogene Ernährung zu achten und feste Essenszeiten einzuhalten. Zwischenmahlzeiten und Snacks treiben den Insulinspiegel hoch und können den Fettstoffwechsel hemmen.
  • Trinken: Wenn du ein Glas Wasser vor den Mahlzeiten trinkst, kann das die Fettverbrennung unterstützen. Außerdem tritt so das Sättigungsgefühl schneller ein. Auch für den reibungslosen Ablauf der biochemischen Fettstoffwechselvorgänge ist eine gute Flüssigkeitszufuhr notwendig.

Häufige Fragen zum Fettverbrennung ankurbeln

Hier liefern wir weitere Antworten auf Fragen rund um das Thema Fettverbrennung.

Welcher Puls fördert die Fettverbrennung?

Der Körper bezieht bei einer Rate von etwa 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz einen höheren Anteil der Energie aus Fett. Bei darüberhinausgehenden Werten greift er vermehrt auf Energie aus Zuckern zu. 

Wie berechne ich den Puls für die Fettverbrennung?

Als Faustregel zur Ermittlung der maximalen Herzfrequenz gilt: 220 minus dein Alter. Daraus berechnest du die 60 bis 70 Prozent für den optimalen „Fettverbrennungspuls“.

Ein Beispiel: Jemand ist 40 Jahre alt, dann ist die Rechnung wie folgt:

220 minus 40 = 180. 60 bis 70 Prozent von 180 ist gleich 108 bis 126. Der optimale Fettverbrennungspuls liegt also zwischen 108 und 126.

Wie kann ich die nächtliche Fettverbrennung ankurbeln?

Die Fettverbrennung während der Nacht wird durch das Hormon Somatotropin unterstützt. Insulin beeinträchtigt dessen Ausschüttung. Das umgehst du, indem du vor dem Schlafengehen auf kohlenhydratreiche Mahlzeiten verzichtest. 

Wie kann ich meinen Stoffwechsel mit Kohlenhydraten ankurbeln?

Durch längerfristige Kaloriendefizite (zum Beispiel bei einer strengen Diät) können sich ungünstige hormonelle Anpassungen einstellen. So kann etwa ein niedriger Pegel des Hormons Leptin dazu führen, dass der Organismus den Fettstoffwechsel drosselt. Gezielte Mahlzeiten mit hochwertigen Kohlenhydraten (beispielsweise Vollkornlebensmitteln) helfen, die Hormonbalance zu erhalten.

Quellenangaben
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