Bin ich schwanger? Erste Schwangerschaftsanzeichen erkennen

Du fragst dich: Bin ich schwanger? Erste Schwangerschaftsanzeichen wie das Ausbleiben der Periode, Übelkeit oder empfindliche Brüste können auf eine Schwangerschaft hinweisen. Auch sehr frühe Schwangerschaftsanzeichen vor dem Ausbleiben der Periode sind möglich. Hier erfährst du, welche Anzeichen auf eine Schwangerschaft hindeuten und was du jetzt tun kannst.

Junge Frau sitzt auf dem Sofa, hält einen Schwangerschaftstest in der Hand und schaut nachdenklich darauf.

Schwangerschaftsanzeichen – von Frau zu Frau unterschiedlich

Frühe Schwangerschaftsanzeichen können zwar auf eine Schwangerschaft hinweisen – sicher sind sie aber nicht. Heißhunger, ein Ziehen im Unterleib oder Spannungsgefühle in der Brust spüren viele Frauen zum Beispiel auch vor dem Einsetzen ihrer Periode. Andere Frauen wiederum stellen selbst noch nach einigen Wochen keine Veränderungen an und in ihrem Körper fest. 

Ist es noch zu früh für einen Schwangerschaftstest, traust du dem Ergebnis eventuell nicht und warst noch nicht bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt, können diverse Anzeichen zumindest einen Hinweis liefern. Eine sichere Bestätigung sind sie aber nicht.

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Erste Schwangerschaftsanzeichen

Viele Frauen suchen nach sehr frühen Schwangerschaftsanzeichen vor dem Ausbleiben der Periode. Bereits in den ersten Wochen können sich Anzeichen einer Schwangerschaft zeigen. Zu den häufig genannten Symptomen gehören:

  • Die Einnistungsblutung kann auftreten, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet. Sie wird bei manchen Frauen von einem leichten Ziehen im Unterleib, dem sogenannten Einnistungsschmerz, begleitet. Die Unterschiede zwischen Einnistungs- und Menstruationsblutung sind meist, aber nicht immer eindeutig, zu erkennen. 
  • Eine ausbleibende Periode ist vor allem bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus ein wichtiger Hinweis auf eine mögliche Schwangerschaft; ein sicherer Beweis ist es jedoch nicht. Denn auch andere Ursachen können dazu führen, dass die Periode verspätet einsetzt oder ganz ausbleibt. Dazu zählen beispielsweise starker Stress, deutliche Gewichtsveränderungen, hormonelle Störungen, die Stillzeit oder bestimmte Medikamente.

  • Zu Beginn einer Schwangerschaft können die Brüste empfindlicher werden, spannen oder sich schwerer anfühlen. Manche Frauen bemerken zudem ein Kribbeln oder Veränderungen an den Brustwarzen. Diese körperlichen Veränderungen treten häufig bereits in den ersten Schwangerschaftswochen auf.

  • Viele Frauen fühlen sich in der Frühschwangerschaft ungewöhnlich müde oder erschöpft. Besonders in den ersten Wochen kann das Energielevel deutlich sinken. Fachleute führen dies unter anderem auf die hormonellen Veränderungen zurück, die zu Beginn der Schwangerschaft stattfinden.

  • Auch Stimmungsschwankungen können zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft gehören. Einige Frauen fühlen sich emotionaler als sonst oder erleben häufiger wechselnde Gefühlslagen. Solche Veränderungen werden ebenfalls mit den körperlichen und hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft in Verbindung gebracht.

  • Ein häufigerer Harndrang kann bereits früh in der Schwangerschaft auftreten. Viele Frauen bemerken, dass sie öfter als gewohnt zur Toilette müssen – auch nachts. Dieses Symptom zählt zu den häufig beschriebenen Veränderungen in den ersten Schwangerschaftswochen.

  • Übelkeit gehört zu den bekanntesten frühen Schwangerschaftsanzeichen. Häufig beginnt sie einige Wochen nach Beginn der Schwangerschaft und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Obwohl oft von „Morgenübelkeit“ gesprochen wird, sind die Beschwerden nicht auf die Morgenstunden beschränkt.

Wichtig: Einige dieser Beschwerden können auch andere Ursachen haben, etwa das prämenstruelle Syndrom (PMS). Deshalb gelten sie nicht als sicherer Nachweis einer Schwangerschaft. Wenn du vermutest, schwanger zu sein, solltest du einen Schwangerschaftstest machen. Bei einem positiven Testergebnis oder anhaltender Unsicherheit solltest du deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt aufsuchen.

 

Wie sicher sind Schwangerschaftstests?

Schwangerschaftstests weisen das Schwangerschaftshormon Humanes Choriongonadotropin (hCG) im Urin nach. Machst du sehr früh einen Schwangerschaftstest, kann es sein, dass die hCG-Konzentration noch nicht ausreicht. Frühtests, die ein Ergebnis schon vor dem Ausbleiben der Periode versprechen, sind daher weniger verlässlich. Andere Schwangerschaftstests liefern aber bereits ab dem ersten Tag nach dem Ausbleiben der Periode sehr sichere Ergebnisse, teils bis zu 99 Prozent. Ein Bluttest in der Arztpraxis kann hCG oft bereits früher nachweisen und dadurch eine Schwangerschaft schon wenige Tage nach der Einnistung bestätigen. Liegt keine medizinische Notwendigkeit vor, musst du die Kosten dafür selbst tragen.

 

Im Video erklärt dir Gynäkologin Dr. Sheila de Liz, wie ein Schwangerschaftstest funktioniert.

Wann sollte ich zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt?

Wenn du einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hältst oder eine Schwangerschaft vermutest, solltest du einen Termin bei deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt machen. In der Praxis kann eine Schwangerschaft eindeutig bestätigt oder ausgeschlossen werden. 

Das passiert mittels einer Blut- oder Harnprobe. Im Blut kann das Hormon β-hCG etwa 6–9 Tage nach der Befruchtung nachweisbar sein, also früher als im Urin.

Bei dem Erstgespräch wird dich der Arzt oder die Ärztin auch nach Schwangerschaftsanzeichen fragen, die dir aufgefallen sind. Auch das Datum deiner letzten Regelblutung ist interessant, denn anhand dessen wird der Geburtstermin errechnet. Eine Ultraschalluntersuchung erfolgt häufig bereits bei der ersten Vorsorgeuntersuchung, die meist um die 8. Schwangerschaftswoche stattfindet. Das erste reguläre Ultraschallscreening nach den Mutterschaftsrichtlinien wird jedoch zwischen der 8+0 und 11+6 Schwangerschaftswoche angeboten.

Solltest du ungewollt schwanger sein, liefert dir ein früher Besuch bei deiner Gynäkologin Gewissheit und bietet dir ausreichend Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Mit ihr kannst du auch offen über deine Ängste und Sorgen sprechen.

Unabhängig davon solltest du starke oder einseitige Unterbauchschmerzen, starke Blutungen, Schwindel oder Ohnmacht, Schulterschmerzen oder Kreislaufprobleme – insbesondere bei einem positiven Schwangerschaftstest – sofort ärztlich abklären lassen. Diese Beschwerden können in seltenen Fällen auf eine Eileiterschwangerschaft oder eine andere akute Ursache hinweisen.

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Positiver Schwangerschaftstest: Was soll ich jetzt tun?

Ein positiver Test kann vieles auslösen: Freude, Angst, Unsicherheit oder alles gleichzeitig. Vereinbare einen Termin in deiner gynäkologischen Praxis und berücksichtige folgende Tipps: 

Mehr Tipps, was du tun solltest, wenn der Schwangerschaftstest positiv ausfällt, bekommst du von Gynäkologin Dr. Sheila de Liz im Video.

 

Du bist ungewollt schwanger? An diese Stellen kannst du dich wenden:

Dort bekommst du Hilfe zu Themen wie finanzielle Unterstützung, Rechte und deine Möglichkeiten – egal, ob du das Kind bekommen möchtest oder nicht.

Hast du weitere Fragen, Themenwünsche oder etwas anderes auf dem Herzen? Dann schreib uns: doktorsex@dak.de! Wir freuen uns, von dir zu hören.

Häufige Fragen zu Schwangerschaftsanzeichen

Du hast noch Fragen? Vielleicht ist die richtige Antwort jetzt dabei.

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