Eine junge Frau hält sich den Kopf vor Schmerzen fest, sie leidet unter Migräne

Migräne – chronische Kopfschmerzen und mehr

Was dabei hilft, die Erkrankung in den Griff zu bekommen

Migräne ist eine chronische Kopfschmerzerkrankung und derzeit nicht heilbar. Die Stärke der Symptome und die Häufigkeit von Migräneattacken lassen sich jedoch in vielen Fällen verringern. Der Begriff Migräne leitet sich aus dem Griechischen ab, von „Hemikrania“, was so viel wie halbköpfig bedeutet. Tatsächlich ist für Migräne ein meist einseitiger, pulsierender Schmerz typisch, der anfallartig auftritt und sich langsam ausbreitet oder von einer Seite des Kopfes zur anderen wandert. Viele Migränepatienten erleiden eine oder zwei Attacken im Monat, bei nur etwa acht Prozent sind es mehr als drei. 

Migräne – mehr als bloß Kopfschmerzen


Migräneanfälle werden in der Regel von zusätzlichen Symptomen wie Schwindel, Brechreiz und Seh- oder Sprachproblemen begleitet. Betroffene sind häufig kaum mehr handlungsfähig und extrem licht- und lautstärkeempfindlich. Bei Bewegung verschlimmert die Migräne sich noch. Die Symptome einer Migräne sind zwischen vier und 72 Stunden spürbar. Einige Patienten leiden auch unter Migräne mit einer „Aura“. Bei ihnen treten weitere Symptome auf, zum Beispiel Sehstörungen wie farbige Blitze oder auch Kribbeln und Schwäche in einem Arm oder Bein.

Jede fünfte Frau leidet unter Migräne


Frauen haben häufiger Migräne als Männer: Jede fünfte ist im Laufe ihres Lebens betroffen. Festgestellt wird eine Migräne vor allem im Alter zwischen 25 und 45 Jahren, den ersten Anfall erleben die meisten jedoch bereits vor dem zwanzigsten Lebensjahr. Die Krankheit kann auch schon im Kindesalter beginnen, unter „Kinderkopfschmerz“ erfahren Sie dazu mehr. Im Alter verschwindet eine Migräne nicht selten vollständig.

Ursachen von Migräne


Die Ursachen von Migräne sind bisher nicht endgültig geklärt. Experten gehen davon aus, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen und die Krankheit vererbbar ist. Zu den unmittelbaren Auslösern eines Migräneanfalls zählen hormonelle Schwankungen, Schlaf (zu wenig oder zu viel), Stress, Lebens- und Genussmittel wie Alkohol oder Kaffee sowie Umweltfaktoren. Die Wirkung ist jedoch individuell höchst unterschiedlich. Am besten bekommt man Migräne – nach einer individuellen Beratung durch einen Arzt – mit einem Mix aus medikamentöser und nichtmedikamentöser Therapie in den Griff. Auch alternative Heilmethoden wie Akupunktur zeigen Wirkung.

Behandlung von Migräne – was hilft gegen den wiederkehrenden Kopfschmerz?


„Achten Sie darauf, was bei Ihnen die Auslöser von Migräneanfällen sein könnten, und versuchen sie, diese zu meiden“, rät DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich. Auch eine geregelte Lebensweise, Ausdauersport und Entspannungsübungen könnten vorbeugend wirken. „Versuchen Sie, übergroßen Ehrgeiz und Perfektionismus abzubauen, entstressen Sie Ihren Alltag“, so ein weiterer Tipp der Expertin. Die DAK-Gesundheit unterstützt Sie gerne dabei, etwa mit dem Stress-Coaching „Relax@Fit“ oder bei der Suche nach einem Präventionskurs. Als hilfreich bei Migräneattacken hat es sich erwiesen, sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurückzuziehen – oder zu schlafen.

Den Ursachen von Migräne auf der Spur: Migräne Radar


Sind Sie Migränepatient und hätten Lust, die Forschung voranzubringen? Die Hochschule Hof, die Universitätsmedizin Rostock und die Migräneklinik Königstein sammeln für ihr gemeinsames Projekt „Migräne Radar“ derzeit Informationen über Migräneanfälle. Bei der Auswertung gehen die Wissenschaftler etwa der Frage nach, ob Wetterumschwünge Migräne auslösen. Alle Teilnehmer erhalten ein kostenloses Online-Migränetagebuch, das auch zur Vorlage beim Arzt nützlich ist. Zudem dürfen sie die anonymisierten Auswertungen aller Meldungen einsehen. Wenn Sie mitmachen oder sich weiter informieren möchten: www.migraene-radar.de

Zuletzt aktualisiert:
Wed Sep 23 13:29:31 CEST 2015

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