Krankenhausbehandlungen

Von ambulanter Operation bis zur vollstationären Behandlung

Wer ins Krankenhaus geht, braucht eine medizinische Versorgung, die der Haus- oder Facharzt ambulant nicht leisten kann. Andererseits gibt es heute schon viele Operationen, die nicht mehr im Krankenhaus, sondern ambulant durchgeführt werden. Als Kunde der DAK-Gesundheit erhalten Sie in jedem Fall die passende und medizinisch sinnvolle Behandlung.

Krankenhaus-behandlung

Normalerweise versteht man unter "Krankenhausbehandlung", dass man in der Klinik medizinisch behandelt, untergebracht und verpflegt wird. Es besteht jedoch je nach Art und Schwere der Krankheit auch die Möglichkeit, teilstationär, vorstationär, nachstationär oder ambulant behandelt zu werden:

  • Ambulanz
    In Deutschland nehmen Krankenhäuser grundsätzlich nicht an der ambulanten ärztlichen Versorgung teil, sondern dafür sind niedergelassene Ärzte da. Im Notfall werden Sie aber außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen auch im Krankenhaus ambulant versorgt. Einige Krankenhäuser haben sogar eine Institutsambulanz, zu der Sie gehen können, wenn es in der Nähe beispielsweise zu wenige niedergelassene Ärzte gibt
  • ambulante Operationen und planbare Behandlungen

    Wenn Sie frühzeitig von einer bevorstehenden Krankenhausbehandlung wissen, können Sie Ihre Behandlung optimal planen. Möglicherweise kann eine geplante Operation auch ambulant durchgeführt werden. Fragen Sie die DAK-Gesundheit nach den Möglichkeiten.

  • vorstationäre Behandlung
    Bei der vorstationären Behandlung werden Sie im Krankenhaus behandelt, erhalten jedoch keine Unterkunft und Verpflegung. Diese Art der Behandlung bietet sich an, um zu klären, ob eine vollstationäre Behandlung notwendig ist oder um eine solche vorzubereiten. Die vorstationäre Krankenhausbehandlung dauert längstens drei Tage
  • nachstationäre Behandlung
    Diese Art der Behandlung schließt sich an einen vollstationären Klinikaufenthalt an, um den Behandlungserfolg zu sichern. Sie werden weiter im Krankenhaus untersucht und behandelt, erhalten aber wie schon bei der vorstationären Behandlung keine Unterkunft und Verpflegung. Die nachstationäre Phase ist auf sieben Behandlungstage begrenzt
  • teilstationäre Behandlung
    Ist eine dauernde Unterbringung im Krankenhaus aus medizinischer Sicht nicht notwendig, können Sie teilstationär aufgenommen werden. Sie werden dann zur Behandlung stundenweise tagsüber oder nur nachts im Krankenhaus medizinisch versorgt und untergebracht
  • vollstationäre Behandlung
    Bei der vollstationären Behandlung werden Sie von der Aufnahme bis zur Entlassung in der Klinik medizinisch behandelt, untergebracht und verpflegt.

Leistungsumfang in einer Vertragsklinik

Als Versicherter der DAK-Gesundheit erhalten Sie im Krankenhaus alle verfügbaren Behandlungs- und Diagnosemethoden, beispielsweise Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Therapie (MRT), sowie Krankenpflege, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, Unterkunft und Verpflegung. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie in einer so genannten Vertragsklinik behandelt werden, einem Krankenhaus also, das für die Behandlung von Versicherten gesetzlicher Krankenkassen zugelassen ist. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass das gewählte Krankenhaus auch mit der notwendigen Technik ausgestattet ist, nutzen sie unseren Klinikfinder.

Behandlung in einer Privatklinik

Haben Sie den Wunsch, sich in einer Privatklinik, also einem Nicht-Vertragskrankenhaus behandeln zu lassen, nehmen Sie bitte unbedingt rechtzeitig vor der Behandlung Kontakt mit uns auf. Grundsätzlich stehen für alle Behandlungen Vertragseinrichtungen zur Verfügung, die wir Ihnen gern nennen.

Welches Krankenhaus?

Welches Krankenhaus für Sie geeignet ist, besprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen eine Klinik vorschlagen, in der Ihre Erkrankung behandelt werden kann und die in der Nähe Ihres Wohnortes liegt. Aber manchmal kommen auch mehrere Krankenhäuser in Frage - dann müssen Sie sich entscheiden. Auch religiöse Bedürfnisse können den Ausschlag geben. Mit unserem Klinikfinder können Sie sich gezielt informieren und ein geeignetes Krankenhaus für eine bestimmte Operation oder Therapie suchen.

Möchten Sie in einer anderen Klinik aufgenommen werden, die beispielsweise weiter entfernt liegt, lassen Sie sich vorher dazu von den DAK-Gesundheitsberatern informieren, wie es dann mit der Kostenübernahme aussieht. Dies gilt insbesondere, wenn Sie sich in einem Nicht-Vertragskrankenhaus behandeln lassen möchten.

Expertenrat zum richtigen Krankenhaus können Sie auch bei unserer Hotline einholen. Besprechen Sie Ihre Fragen mit den Ärzten am Beratungstelefon DAK Medizin-Hotline.

Ambulante Opera­tionen

Mehr als 400 verschiedene Eingriffe können heute dank moderner Operationstechniken und Narkosemittel ambulant in einer Praxis oder Klinik durchgeführt werden. Dazu gehören etwa die bei Kindern häufige Entfernung der Rachenmandeln (Polypen), Operationen des Grauen Stars am Auge (Katarakt-OP) oder minimal-invasive Bandscheiben-Operationen. Fragen Sie Ihren Arzt vor der Einweisung in ein Krankenhaus, ob eine ambulante Operation möglich ist. Die DAK-Gesundheit berät Sie gern zu den Möglichkeiten.

Der Vorteil einer ambulanten Operation liegt auf der Hand: Sie verbringen in der Regel bereits die erste Nacht nach dem Eingriff wieder im eigenen Bett und erholen sich in einem für Sie optimalen Umfeld. Zudem verringert sich durch den nur kurzen Klinikaufenthalt die Gefahr einer Infektion mit Krankenhauskeimen.

Sie entscheiden mit

Kann eine geplante Operation ambulant durchgeführt werden, haben Sie ein größeres Mitspracherecht. Abhängig von der geplanten Operation wählen Sie den Vertragsarzt für den Eingriff selbst aus. Sie können den Termin und die häusliche Nachsorge individuell planen und auf Ihre Bedürfnisse abstimmen.

Gleichzeitig tragen Sie aber auch mehr Verantwortung als bei einem stationären Eingriff. So müssen sie beispielsweise am Operationstag – wenn nötig – nüchtern bleiben. Zu Hause müssen Sie alle ärztlichen Verordnungen, etwa Bettruhe, einhalten und selbst auf Veränderungen an der Wunde oder Ihrem Körper achten.

Die DAK-Gesundheit Servicezentren vermitteln Adressen von ambulant tätigen Operateuren, vereinbaren auf Wunsch erste Gesprächstermine oder den konkreten Operationstermin. Die DAK-Gesundheit trägt dabei die Kosten für alle vertragsärztlichen Leistungen. Medizinischen Expertenrat per Telefon erhalten Sie zusätzlich über die DAK Medizin-Hotline.

Häufige ambulante Operationen:

  • Kniegelenkspiegelung
  • Fehlstellung am Vorfuß
  • Schenkelbruch
  • Leistenbruch
  • Nerveneinklemmung an der Hand
  • Grauer Star
  • Gebärmutterausschabung
  • Krampfaderentfernung

Die DAK-Gesundheit hat ein Spezialisten-Netzwerk aufgebaut. Darin finden Sie spezielle Verträge mit einzelnen oder mehreren Kliniken und Arztpraxen, die auf Regionen oder Bundesländer beschränkt sind. Vorteile dieser sogenannten Integrierten Versorgung:

  • Behandlung aus einer Hand - das heißt, keine doppelten Untersuchungen für Sie
  • die hohe Spezialisierung der beteiligten Ärzte auf bestimmte Erkrankungen
  • meist geringe Wartezeiten für die Patienten.

Schauen Sie hier, ob es für Ihre Erkrankung ebenfalls einen Vertrag zur integrierten Versorgung in der Ihrer Nähe und für Ihre Erkrankung gibt: zum Spezialisten-Netzwerk.

Kinder

Ist ein Kind krank, braucht es die Nähe der Eltern. Im Fall eines Krankenhausaufenthaltes entscheidet der Arzt, ob eine Begleitperson medizinisch notwendig ist. Ist dies der Fall, entstehen für Sie als Versicherte keine zusätzlichen Kosten, wenn Sie bei Ihrem Kind im Krankenhaus bleiben. Entsteht durch den Krankenhausaufenthalt für Sie ein Verdienstausfall, erstattet Ihnen die DAK-Gesundheit diesen teilweise oder sogar in voller Höhe. Einzelheiten dazu finden Sie im Kapitel "Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes". Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre DAK-Gesundheit vor Ort. Wenn Sie ein weiteres Kind zu Hause betreuen müssen, können Sie dann auch klären, ob die Voraussetzungen für eine Haushaltshilfe vorliegen.

Das zahlt die DAK

Die DAK-Gesundheit übernimmt die vertraglich vereinbarten Kosten für Ihren Aufenthalt in dem Krankenhaus, das in der ärztlichen Einweisung genannt ist. Wenn Sie die Behandlung in einem anderen Krankenhaus wünschen, können Ihnen die damit verbundenen möglichen Mehrkosten wie beispielsweise höhere Fahrt- oder Klinikkosten unter Umständen in Rechnung gestellt werden. Wir bitten Sie, sich bei einer solchen Konstellation vor Behandlungsbeginn von Ihrem DAK-Servicezentrum beraten zu lassen.

Zuzahlung

Sie zahlen je Kalendertag einen Eigenanteil von zehn Euro direkt an das Krankenhaus. Die Zuzahlung ist auf höchstens 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt und entfällt, wenn der Patient jünger als 18 Jahre ist. Unter welchen Umständen Sie von der Zuzahlung befreit werden können, lesen Sie im Kapitel Zuzahlungen.

Zugelassene Krankenhäuser

Das behandelnde Krankenhaus muss zugelassen sein. Ob dies der Fall ist, kann Ihnen ein Kundenberater in Ihrem DAK-Servicezentrum mitteilen. Das Krankenhaus selber ist außerdem verpflichtet, Sie auf eine Nichtzulassung vor Beginn der Behandlung hinzuweisen. Behandlungen in nicht zugelassenen Krankenhäusern dürfen von der DAK-Gesundheit und allen anderen gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden.

Zusatzkosten durch Einzelzimmer

Möchten Sie im Einzelzimmer untergebracht und privatärztlich behandelt werden, darf die DAK-Gesundheit die dadurch entstehenden Zusatzkosten nicht übernehmen. Sie können Ihren umfangreichen DAK-Versicherungsschutz aber um eine private Zusatzversicherung ergänzen.

Ambulante Operationen

Bei einer ambulanten Operation übernimmt die DAK-Gesundheit die vertraglich vereinbarten Kosten für alle gängigen und medizinisch notwendigen Dinge. Sie brauchen beim Vertragsarzt nur Ihre Versichertenkarte vorzulegen. Alle im Zusammenhang mit der Operation notwendigen vertragsärztlichen Leistungen rechnet der Arzt direkt mit der DAK-Gesundheit ab.

Zuzahlungsfrei sind:

  • vor-, nach- und teilstationäre Krankenhausbehandlungen
  • Krankenhausbehandlungen, die zu Lasten der gesetzlichen Unfallversicherung gehen
  • stationäre Behandlungen, die unter das Bundesversorgungsgesetz fallen, zum Beispiel bei den Folgen einer Wehrdienstbeschädigung
  • stationäre Entbindungen.

Fahrkosten

Grundsätzlich übernimmt die DAK-Gesundheit medizinisch verordnete Fahrkosten zu Ihrer stationären Behandlung. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, lesen Sie im Kapitel "Fahrkosten"

Zuletzt aktualisiert:
Feb 21, 2017

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