Kinesio-Tape: Japanische Pflaster gegen Sportverletzungen

Plus-Leistung: Profitieren Sie von dem Zuschuss der DAK-Gesundheit

Kinesio-Tape oder Physio-Tape: So heißen die farbigen Pflaster, die nicht nur bei Profi-Sportlern auf den Schultern, am Rücken oder Knie kleben. Immer häufiger schauen die bunten Streifen auch bei Freizeitsportlern aus dem T-Shirt heraus – und selbst, wer gar keinen Sport treibt, hat bei Schulter- oder Nackenverspannungen vielleicht schon Bekanntschaft mit dem Kinesio-Tape gemacht.

Was ist ein Kinesio-Tape?

DAK-Arzt Dr. Mark Dankhoff erklärt, bei welchen Erkrankungen das Kinesiotape eingesetzt werden kann.

DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff

Das selbstklebende Tape besteht aus einem elastischen Material und soll, wenn es richtig geklebt wird, bei Muskel- oder Gelenkbeschwerden sowie bei typischen Sportverletzungen helfen. Dr. Mark Dankhoff, Mediziner bei der DAK-Gesundheit, erklärt: „Anders als bei der üblichen Verbandtechnik, bei der die verletzte Stelle ruhiggehalten wird, sind beim elastischen Kinesio-Tape noch kleine Bewegungen möglich. Dadurch bauen sich Muskeln nicht so schnell ab – und moderate Bewegung kann den Heilungsprozess oft besser unterstützen als absolute Ruhigstellung. Zumindest zeigt dies die Erfahrung auf vielen anderen Gebieten der Medizin.“


Woher stammt das Kinesio-Tape?

1973 entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase das sogenannte Kinesio Taping. Sein Ansatz war, Gelenke bei Sportverletzungen nicht ruhigzustellen, sondern die Beweglichkeit des Stützapparates zu erhalten.


Bei welchen Beschwerden kann das Kinesio-Tape die Heilung unterstützen?

Bei folgenden Erkrankungen wird das Kinesio-Tape unterstützend angewandt oder auch zu deren Vorbeugung eingesetzt:

  • Rückenschmerzen inkl. Haltungsschwäche oder Fehlstellungen
  • Muskelverletzungen oder –beschwerden wie Zerrungen, Verspannungen oder Faserrisse sowie Überlastungsschäden
  • Schulterbeschwerden
  • Gelenkbeschwerden oder –instabilitäten
  • Sehnenbeschwerden
  • Kopfschmerzen und Migräne

Wie wirkt das Kinesio-Tape?


Das Kinesio-Tape soll den Heilungsprozess unterstützen, in dem es

  • die Muskelspannung und –funktion positiv verändert
  • die Gelenkfunktionen unterstützt
  • auf das Schmerzzentrum einwirkt und so Schmerzen reduziert
  • Entzündungsreaktionen mindert.

Allerdings ist die Methode wissenschaftlich nicht belegt und daher auch keine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Dr. Mark Dankhoff empfiehlt das Kinesio-Tape allenfalls als zusätzliche Therapiemöglichkeit: „Der Glaube kann Berge versetzen – das gilt auch für die Selbstheilungskräfte des Körpers. Selbst in der Schulmedizin funktioniert vieles über den Placebo-Effekt.“


Kostenübernahme bei der DAK-Gesundheit


Die Behandlung mit dem Kinesio-Tape ist eine sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IgEL), deren Kosten nicht über die Krankenversichertenkarte abgerechnet werden können. Wer diese Behandlung wünscht, muss die Kosten also zunächst selbst zahlen.
Als Kunde der DAK-Gesundheit profitieren Sie jedoch von einem Zuschuss zu den Kosten, wenn Sie

  • bei einem Physiotherapeuten per Kassenrezept in Behandlung sind und dieser Ihnen das Kinesio-Taping zusätzlich anbietet und
  • wenn Ihr Physiotherapeut erfolgreich einen Kurs zur Anwendung des kinesiologischen Tapings absolviert hat. Als Nachweis reicht ein Bestätigungsvermerk auf der Quittung aus.

Die Kostenübernahme hängt von vielen Details ab - fragen Sie einfach Ihren Kundenberater: gleich online per DAK Beraterchat, telefonisch über unsere Hotline oder persönlich im Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Feb 01 14:07:48 CET 2017