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Chirotherapie dank Krankenkasse: Die Kunst, mit Handgriffen zu heilen

Techniken zur Behandlung von Rücken- und Gelenkschmerzen

Die Chirotherapie wird vor allem bei Rücken- und Gelenkbeschwerden eingesetzt und hat sich in Europa als Zweig der Orthopädie etabliert. Früher waren die Vorgänger der Chiropraktiker auch als „Knocheneinrenker“, „Ziehleute“ oder „Gliedersetzer“ bekannt.

Behandlungsmethoden der Chirotherapie

Chirotherapie ist ein Oberbegriff für verschiedene Techniken, die abhängig von der Art der Schmerzen bei Beschwerden im Bewegungsapparat Anwendung finden. Man unterscheidet zwischen den folgenden drei Techniken:

  • Osteopathische Techniken: Die Weichteiltechniken, auch osteopathische Techniken genannt, entspannen verspannte Muskelgruppen. Dazu drückt der Behandler mit den Fingerkuppen zunächst kräftig, dann mit nachlassendem Druck auf die tastbare Muskelverhärtung. Außerdem werden überspannte Muskeln längs und quer zur Faserrichtung gedehnt.
  • Mobilisation: Bei der Mobilisation werden die Gelenke behutsam in ihre eingeschränkte Bewegungsrichtung bewegt. Das passiert rhythmisch und schmerzfrei und wird so lange wiederholt, bis der Spielraum des Gelenks deutlich größer ist. Diese Technik eignet sich für alle Wirbelgelenke und die Gelenke der Gliedmaßen.
  • Manipulation: Die Methode der Manipulation ist die bekannteste Methode der Chirotherapie. Typisch und allgemein bekannt ist hier das hörbare Knacksen. Der Behandler gibt mit einer kleinen, schnellen Bewegung einen raschen Impuls an das Gelenk ab. Dieser wirkt auf die Nervenenden in den Gelenken, Muskeln und Sehnen. Auf diese Weise wird der Schmerz unterbrochen und die Blockade gelöst.

Chirotherapie: Krankenkasse informiert

Vor einer Behandlung muss sich der Chirotherapeut über die Beschaffenheit der Gelenke informieren, zum Beispiel durch ein Röntgenbild. Er erhält dadurch Aufschluss über mögliche Gelenkblockaden.

Der Erfolg einer Behandlung kann in der Regel sofort kontrolliert werden, indem der Chirotherapeut zum Beispiel feststellt, dass eine Verhärtung der Muskulatur nach der Behandlung verschwunden ist. Außerdem verspürt der Patient meist sofort Erleichterung.

Nach der Beseitigung der Blockierung ist eine Nachbehandlung – zum Beispiel Krankengymnastik – sinnvoll, um Rückfälle zu vermeiden. Wichtig sind auch moderate sportliche Betätigungen wie Schwimmen, Radfahren oder Entspannungsübungen, damit die Muskulatur gekräftigt wird und die Wirbelsäule halten, stützen und entlasten kann. Auf diese Weise kann zu einem erheblich gesteigerten Wohlgefühl und einem dauerhaften Behandlungserfolg beigetragen werden.

Behandlungsgebiete der Chirotherapie

Die Chirotherapie kann bei folgenden Beschwerden angewendet werden:

  • Rückenschmerzen
  • Nacken- und Kopfschmerzen
  • Kreuz- oder Leistenschmerzen
  • Beschwerden im Brustkorbbereich mit Atemfunktionsstörungen
  • Muskelverspannungen
  • Tennisarm
  • Knie- und Hüftarthrosen
  • Erkrankungen, die ursächlich auf einer Blockierung der Wirbelsäule oder der Gelenke beruhen

Was sollte man bei der Chirotherapie beachten?

Bei der Auswahl des Behandlers sollte mit Sorgfalt vorgegangen werden. Denn Behandler, die noch keine große Erfahrung mit der Methode haben, können im schlimmsten Fall auch Schaden anrichten anstatt zu helfen. Wichtig ist außerdem, dass nur ärztliche Therapeuten aufgesucht werden, die eine Zusatzqualifikation in der Chirotherapie haben. Patienten, die schon mal einen Bandscheibenvorfall oder auch einen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall hatten, sollten von einer chiropraktischen Behandlung absehen. Das gilt auch für alle, die an den Bandscheiben operiert worden sind.

Außerdem sollte immer beachtet werden, dass die Ursachen für Blockierungen vielfältig sind. Sie können zum Beispiel durch Zwangshaltungen ausgelöst werden, wie sie bei einer sitzenden Tätigkeit häufig vorkommen. Wer Schäden vermeiden will, sollten daher grundsätzlich die folgenden Punkte beachten:

  • Der eigenen Stuhl sollte immer so eingestellt sein, dass die Beine fest auf dem Boden und die Kniegelenke im rechten Winkel stehen. So wird die Druckbelastung der Wirbelsäule gesenkt.
  • Kleine Helfer, große Wirkung: Ein keilförmiges Kissen kann helfen, das Becken in die richtige Stellung zu bringen, um die Wirbelsäule entspannt auszubalancieren.
  • Wenn möglich, sollte im Büro einen Drehstuhl genutzt werden. Auf diese Weise werden ungesunde Drehungen in der Wirbelsäule vermieden.
  • Der eigene Schreibtisch sollte so hoch sein wie die Ellbogen beim Sitzen, damit die Schultern ganz entspannt hängen.

Chirotherapie – Kostenübernahme der Krankenkasse

Wenn ein Vertragsarzt der DAK-Gesundheit, der die Zusatzbezeichnung „Chirotherapie“ trägt, die Behandlung durchführt, muss nur die DAK-Versichertenkarte vorgelegt werden. Wir zahlen dann die Kosten für die Behandlung.

Achtung: Viele Chiropraktiker sind keine ausgebildeten Ärzte, sondern zum Beispiel Heilpraktiker. In diesen Fällen zahlt die DAK-Gesundheit als Ihre Krankenkasse die Chirotherapie nicht.

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Zuletzt aktualisiert:
Mon Apr 03 13:41:45 CEST 2017
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