B-Streptokokken-Test: DAK-Gesundheit erstattet Kosten für Schwangere

Antibiotikum kann Infektion des Babys verhindern

Der B-Streptokokken-Test und die richtige Behandlung danach kann Ihrem Baby das Leben retten. Denn der Streptokokken-Test gibt Auskunft, ob das Baby während der Geburt besonders geschützt werden muss. „B-Streptokokken sind eigentlich ungefährliche Bakterien, die keine Schmerzen verursachen“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Sie besiedeln bei jeder dritten bis vierten Schwangeren die Scheide und den Darm. Gefährlich können sie nach der Geburt für das Baby werden.“ Helfen kann eine Behandlung mit Antibiotika. Die DAK-Gesundheit erstattet die Kosten für einen B-Streptokokken-Test.

B-Streptokokken-Test am Ende der Schwangerschaft 

DAK-Expertin Elisabeth Thomas berät zum Thema Streptokokken in der Schwangerschaft

DAK-Ärztin Elisabeth Thomas

Der B-Streptokokken-Test wird am Ende der Schwangerschaft in der 35. bis 37. Woche durchgeführt. „Da die B-Streptokokken kommen und auch wieder von alleine gehen, ist es sinnvoll den Test erst kurz vor der Geburt zu machen“, sagt die DAK-Ärztin. „Denn wer in der 25. Woche positiv getestet wurde, kann am Ende die Streptokokken erfolgreich bekämpft haben. Wahrscheinlicher ist aber, dass ein früher Test negativ ausfällt und in der späten Schwangerschaft positiv.“ 

So funktioniert der B-Streptokokken-Test

Der Frauenarzt nimmt beim B-Streptokokken-Test einen Abstrich von der Scheidenschleimhaut und untersucht, ob dort Streptokokken der Gruppe B vorkommen. Zusätzlich oder alternativ kann auch ein Abstrich aus dem Analbereich genommen werden. Die kombinierte Abstrichentnahme erhöht die Nachweisrate deutlich. Werden  Streptokokken nachgewiesen, trägt der Frauenarzt den positiven Befund in den Mutterpass ein. „Es ist wichtig, den Pass immer dabei zu haben, damit das Krankenhaus über die Infektion informiert ist“, so die DAK-Ärztin. „Erst mit Beginn der Wehen oder nach dem Platzen der Fruchtblase  erfolgt eine Behandlung gegen die Streptokokken.“ 

Wie erfolgt die Behandlung, wenn der B-Streptokokken-Test positiv ausfällt? 

„Während der Schwangerschaft werden B-Streptokokken normalerweise nicht behandelt. Es sei denn, die Infektion ist schmerzhaft“, sagt Elisabeth Thomas. „Erst während der Geburt erfolgt die Behandlung mit Antibiotikum.“ Setzen die Wehen ein oder platzt die Fruchtblase, erhält die Schwangere  im Krankenhaus mindestens vier Stunden vor der Geburt ein Antibiotikum, in der Regel Penicillin. Dadurch werden B-Streptokokken-Infektionen bei den Neugeborenen in den meisten Fällen verhindert. Zeigt das Neugeborene Anzeichen einer Infektion, erhält es umgehend Antibiotika. 

B-Streptokokken: So infiziert sich das Baby während der Geburt

„Während der Geburt, wenn die Fruchtblase platzt, gelangen die Bakterien aus dem Geburtskanal ins Fruchtwasser. Das Baby schluckt es und die B-Streptokokken gelangen in den Magen-Darm-Trakt und manchmal auch in die Lunge", erklärt die DAK-Ärztin. Sollte sich ein Baby infizieren, unterscheiden Ärzte die frühe Infektion, die innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Geburt auftritt, und die späte Infektion, die sich erst nach 5 bis 7 Lebenstagen entwickeln kann.

„Bei einer frühen Infektion handelt es sich meistens um eine Blutvergiftung. Symptome sind zum Beispiel eine fahle Hautfarbe, auffällige Herz-Kreislaufwerte und Fieber. Mittels Blutkulturen wird der Erreger nachgewiesen, jedoch bei bestehendem Verdacht auf eine Blutvergiftung sofort mit einer antibiotischen Therapie begonnen. Bei einer späten Infektion entwickeln sich häufig Lungen- oder Gehirnhautentzündungen, die auch antibiotisch behandelt werden."
Aber: Nicht jedes Baby, dessen ­Mutter B-Streptokokken hat, wird auch mit B-Streptokokken infiziert. In einigen Fällen hat das Immunsystem der Mutter Antikörper gebildet, die auch das Neugeborene schützen. 

B-Streptokokken-Infektion: Keine Vorbeugung möglich

Problematisch ist, dass es keine Schutzmöglichkeiten vor den Bakterien gibt. Sie können nicht vorbeugen, um eine Infektion mit Streptokokken der Gruppe B zu verhindern.

DAK-Gesundheit erstattet die Kosten für den B-Streptokokken-Test

Schwangere können sich von der DAK-Gesundheit die Kosten für den B-Streptokokken-Test erstatten lassen. Im Rahmen einer besonderen Satzungsleistung stehen 100 Euro in der Schwangerschaft für zusätzliche Leistungen zur Verfügung. Unsere Kundenberater vor Ort informieren Sie gerne zu den 9 Plus-Leistungen und die Kostenübernahme speziell für den B-Streptokokken-Test.

Alle 9 PLUS-Leistungen im Überblick

Zuletzt aktualisiert:
Jan 31, 2019

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