Eine Nebenwirkung von Impfstoffen: Häufig rötet sich die Haut rund um die Einstichstelle.

Nebenwirkungen durch Impfung: Wie gefährlich sind Impfstoffe?

DAK-Gesundheit klärt über Impf-Risiken und Nutzen auf

Mehr zum Thema Impfen

Klassische Nebenwirkungen nach einer Impfung treten häufig direkt an der Impfstelle auf: Um die Einstichstelle herum kann sich die Haut röten, anschwellen und ein wenig schmerzen. Fieber-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein können ebenfalls mit einer Impfung einhergehen.

DAK-Arzt Dr. Dankhoff informiert über mögliche Nebenwirkungen durch Impfungen

Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit spricht zum Thema Impfen

Typische Nebenwirkungen einer Impfung sind ungefährlich und sogar erwünscht


Über die oben beschriebenen Impf-Nebenwirkungen freuen sich die Mediziner teilweise sogar. Es mag zunächst kurios klingen, ist es aber bei genauerem Hinsehen nicht. Denn die eben beschriebenen Reaktionen bedeuten, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt und dieser seine volle Wirkung entfalten kann. „In den meisten Fällen klingen die Symptome nach wenigen Tagen vollständig wieder ab“, beruhigt Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit Impfskeptiker.

Schutzimpfungen sind sinnvoll trotz etwaiger Nebenwirkungen


Dr. Dankhoff rät generell dazu, sich impfen zu lassen: „Auch wenn der Impfvorgang einige Nebenwirkungen hervorrufen kann, überwiegt der Nutzen bei den allermeisten gesunden Menschen.“ Der Mediziner weist darauf hin, dass es nur wenige Personenkreise gibt, die bestimmte Impfungen meiden sollten. Das sind zum Beispiel Säuglinge, deren Immunsystem für bestimmte Impfstoffe noch nicht reif ist, und Menschen, die sich krankheitsbedingt nicht impfen lassen dürfen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen und Impf-Komplikationen sind sehr selten


Die sogenannten „unerwünschten Arzneimittelwirkungen“ nach Impfungen sind laut Robert Koch-Institut sehr selten. Auch der Vorwurf, dass Impfungen Autismus, Diabetes oder Multiple Sklerose auslösen, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Zahlreiche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass es eben keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und diesen Krankheiten gibt.

Nebenwirkung Impfen: Risiko und Nutzen abwägen


Impfstoffe können Nebenwirkungen haben. „Diese Aussage ist richtig“, bestätigt Dr. Dankhoff. Gleichwohl ist das Ausmaß der Nebenwirkungen eine Frage der Risikobewertung: „Impfungen werden so häufig durchgeführt, dass einige Nebenwirkungen auch zufällig nach der Impfung auftreten können und nicht zwangsläufig in einem Zusammenhang mit der Immunisierung stehen“, erklärt der Mediziner. Ein Beispiel betrifft den plötzlichen Kindstod, der vor Jahren einmal in Verdacht stand, durch Impfungen begünstigt zu werden. Einige Kinder waren damals kurz nach einer Impfung verstorben. Wissenschaftler der Universität Magdeburg stellten in einer Untersuchung von mehr als 300 Kindstodfällen allerdings fest, dass die verstorbenen Babys seltener und später geimpft worden waren als empfohlen.

Meldepflicht für schwere Nebenwirkungen bei untypischen Impfreaktionen


Sollte es in sehr seltenen Fällen doch zu einer gesundheitlichen Schädigung aufgrund einer überstarken Impfreaktion kommen, muss der impfende Arzt dies nach § 6 des Infektionsschutzgesetzes melden. Der Arzt meldet die Erkrankung dann an das Gesundheitsamt, das den Vorfall an die Landesbehörde und diese wiederum an die Bundesbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut, weitergibt. Aufgrund des Datenschutzes geschieht das in pseudonymisierter Form.

Zurück zur Übersichtsseite

Zuletzt aktualisiert:
Thu Oct 29 12:37:32 CET 2015

Zum Seitenanfang