Aphthen im Mund: So wirst du sie schnell wieder los

Eine Frau fasst sich mit schmerzhaftem Ausdruck an die Wange.

Oft beginnt es mit einem Brennen oder einer empfindlichen Stelle im Mund – ein typisches Anzeichen für Aphthen. Kurz darauf zeigt sich eine kleine, schmerzhafte Stelle, die beim Essen oder Sprechen richtig unangenehm sein kann. In vielen Fällen steckt eine Aphthe dahinter. Die entzündlichen Veränderungen der Mundschleimhaut können belastend sein, sind aber in der Regel harmlos und gut behandelbar. Hier erfährst du, was Aphthen genau sind, wie sie entstehen und welche Behandlung wirksam ist.

Was sind Aphthen eigentlich? 

Aphthen – ausgesprochen Aften – sind kleine, aber sehr schmerzhafte Entzündungen im Mundraum. Sie erscheinen als runde oder ovale Stellen, die einen weißlich-gelben Belag haben und von einem roten Rand umgeben sind sowie leicht in die Schleimhaut eingesunken sind. Sie bilden sich vor allem an der Innenseite von Lippen und Wangen oder am Zahnfleisch, können selten aber auch am Gaumen, am Zahnfleisch oder der Zunge auftreten. Auch wenn sie unangenehm sind: Aphthen sind meist harmlos und heilen innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst ab.

Formen von Aphthen 

Ärztinnen und Ärzte unterscheiden Aphthen je nach Ausprägung in drei unterschiedlichen Typen:

  • Minor-Aphthen: Betreffen ca. 85 Prozent, sind bis ein Zentimeter groß, flach und nur auf der obersten Schicht der Mundschleimhaut. Sie heilen innerhalb zwei Wochen ohne Narben ab.
  • Major-Aphthen: Ca. zehn Prozent betroffen, ein bis drei Zentimeter groß, dringen tiefer in die Schleimhaut ein und verursachen größere Schmerzen, auch Narben können zurückbleiben.
  • Herpetitforme Aphthen: Betreffen ca. fünf Prozent, zeigen sich in Form vieler kleiner, stecknadelkopfgroßer Entzündungen, die dicht beieinander liegen.

Woran erkennt man Aphthen im Mund?

Eine Aphthe macht sich oft bemerkbar, bevor du sie sehen kannst. Folgende Symptome weisen auf eine Aphthe hin:

  • Kribbeln, Brennen oder raues Gefühl an einer Stelle im Mund
  • Kleines, rundes Schleimhautgeschwür
  • Weißlich-gelber Belag in der Mitte
  • Roter, entzündeter Rand

Typisch ist, dass die Stelle besonders beim Essen, Trinken oder Zähneputzen schmerzt. Anders als Lippenherpes entstehen Aphthen nur im Mund und sind nicht ansteckend. Komplikationen treten bei Aphthen zudem glücklicherweise kaum auf. Die wunden Stellen sind in den meisten Fällen harmlos und ohne bleibende Folgen. In Ausnahmefällen kann eine bakterielle Infektion hinzukommen. Wenn Aphthen starke Schmerzen verursachen, lange andauern oder häufig wiederkehren, solltest du sie ärztlich abklären lassen.  

Wie entstehen Aphthen? 

Warum Aphthen auftauchen, ist bis heute nicht abschließend wissenschaftlich geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Auslöser zusammenwirken. Dabei spielen unter anderem genetische Faktoren und ein geschwächtes Immunsystem eine Rolle. 

Aphthen im Mund: Ursachen 

Bei der Entstehung von Aphthen kommen verschiedene Ursachen infrage. Häufige Auslöser können beispielsweise sein:

  • Kleine Verletzungen im Mund: Zum Beispiel durch harte Lebensmittel oder einen Biss auf die Wange.
  • StressEmotionale Belastungen können deinen Körper beanspruchen und so anfälliger für Entzündungen machen.
  • Geschwächtes Immunsystem: Infekte, Schlafmangel und andere Faktoren können das Immunsystem schwächen. Wenn die Immunabwehr nicht richtig funktioniert, reagiert die Schleimhaut im Mundraum empfindlicher auf Reize.
  • Empfindlichkeit gegenüber Lebensmitteln: Zitrusfrüchte und scharf gewürzte Speisen gelten als mögliche Auslöser.
  • Nährstoffmangel: Ein Defizit an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure kann Apthen ebenfalls begünstigen.
  • Genetische Veranlagung: Aphthen treten in manchen Familien gehäuft auf. Dies spricht dafür, dass die Genetik das Risiko für Aphthen beeinflussen kann. 

Wie du siehst, sind die Ursachen von Aphthen vielfältig. Die entzündlichen Veränderungen der Mundschleimhaut können daher einmalig auftreten oder erneut wiederkehren. Aphthen sind jedoch nicht mit Herpesviren zu verwechseln, die lebenslang im Körper bleiben. Wenn du häufiger betroffen bist, spricht man von sogenannten wiederkehrenden Aphthen. In diesem Fall ist es sinnvoll, mögliche Auslöser genauer zu prüfen.

Was hilft gegen Aphthen? 

Aphthen heilen meist von selbst ab. Bis dahin können sie allerdings sehr unangenehm sein und dich im Alltag belasten. Deshalb hast du verschiedene Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern: 

  • Spezielle Gele oder Sprays aus der Apotheke lindern die Schmerzen
  • Entzündungshemmende Mundspülungen unterstützen die Wundheilung
  • Weiche und milde Lebensmittel sind besser geeignet als scharfe, heiße, saure oder harte Speisen

Aphthen im Mund: Hausmittel & Tipps 

Auch einige Hausmittel können dir dabei helfen, die Beschwerden etwas zu lindern. Wichtig ist aber: Nicht jedes Mittel wirkt bei allen Menschen gleich. Außerdem solltest du im Hinterkopf behalten, dass die Wirkung von Hausmitteln gegen Aphthen nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist.

Diese Hausmittel kannst du ausprobieren:

  • Myrrhentinktur: Mit dem pflanzlichen Heilmittel lassen sich kleine Geschwüre und Entzündungen in der Mundhöhle behandeln. Achte darauf, nur die betroffene Stelle vorsichtig zu betupfen. Da die Flüssigkeit Alkohol enthält, kann sie auf der Schleimhaut kurz brennen.
  • Mit Kamille oder Salbei spülen: Ein frisch aufgebrühter Kräutertee schmeckt gut und kann zudem entzündungshemmend wirken.
  • Mundhygiene: Mit der richtigen Pflege für die Zähne unterstützt du den Heilungsprozess. Greife am besten zu einer weichen Zahnbürste, um unnötige Reizungen zu vermeiden.

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Darüber hinaus ist es ratsam, kühle und weiche Speisen zu essen. Denn Joghurt, Suppen, Kartoffelbrei und andere leicht bekömmliche Mahlzeiten schonen die Mundhöhle. Hartes Brot oder Chips reizen dagegen die Schleimhaut. Denke auch daran, ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken.

Aphthen behandeln: Wann solltest du zur Ärztin oder zum Arzt? 

Heilen Aphthen nicht innerhalb von zwei Wochen ab, ist ein Besuch in einer hausärztlichen Praxis ratsam. Das gilt auch bei sehr großen Wundstellen oder starken Schmerzen. Fieber, geschwollene Lymphknoten oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl solltest du ebenfalls ernst nehmen. Wenn Aphthen häufig wiederkehren, kann ein Nährstoffmangel oder eine andere gesundheitliche Ursache dahinterstecken. Größere Einschränkungen beim Essen oder Trinken sind ein weiterer Hinweis auf mögliche Erkrankungen. Ein medizinischer Check-up kann darüber Aufschluss geben.

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Häufig gestellte Fragen zu Aphthen

Welches Virus löst Aphthen aus?

Können Aphthen Fieber auslösen?

Warum treten Aphthen auf der Zunge auf?

Was tun, wenn Kinder Aphthen haben?

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