Die besten Hausmittel gegen Schnupfen

Eine Frau trinkt einen Tee - ein bewährtes Hausmittel gegen Schnupfen

Die Nase läuft, der Kopf ist dicht und die Taschentuchbox ist schon fast leer – Schnupfen ist vor allem nervig. Erfahre, was typische Ursachen für Schnupfen sind, warum Inhalieren deine Nasenschleimhäute entlasten kann, wie du schnell wieder frei durchatmen und in welchen Situationen du lieber ärztlichen Rat einholen solltest.

Was sind häufige Ursachen für Schnupfen?

Du fragst dich, warum deine Nase schon wieder läuft oder verstopft ist? Hinter einem Schnupfen steckt meistens eine klare Ursache – und die ist oft harmloser, als sie sich anfühlt. Typische Auslöser können sein:
  • Viraler Infekt: Am häufigsten entsteht Schnupfen durch Viren, vor allem sogenannte Rhinoviren. Sie werden zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen und sind ein klassischer Bestandteil einer Erkältung. Die Nasenschleimhaut entzündet sich, schwillt an und beginnt, vermehrt Sekret zu produzieren.
  • Allergien:  Auch Allergien können dauerhaft oder immer wiederkehrend Schnupfen verursachen. Typische Auslöser sind Pollen (Heuschnupfen), Tierhaare, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze. Der Körper reagiert überempfindlich auf diese Stoffe – die Nase juckt, läuft und du musst oft niesen.
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Die gängigsten Hausmittel gegen Schnupfen

Wenn dich ein Schnupfen erwischt, willst du vor allem eins: die Beschwerden schnell loswerden. Bestimmte Hausmittel können deine Schleimhäute unterstützen, den Schleim lösen und dir das Atmen erleichtern. Sie ersetzen zwar keine ärztliche Behandlung, können dir aber den Alltag mit Schnupfen deutlich angenehmer machen. 

HausmittelWirkung
Viel trinkenHält die Schleimhäute feucht und unterstützt sie dabei, Viren und Schleim besser abzutransportieren
Inhalieren (etwa mit Wasserdampf)Befeuchtet die Nasenschleimhäute, verflüssigt das Sekret und kann das Atmen erleichtern
Lebensmittel und Getränke mit Linderungseffekt (etwa Ingwer, Hühnersuppe, warme Kräutertees)Können Wärme und Flüssigkeit liefern; je nach Zutat werden ihnen traditionell schleimlösende oder wohltuende Effekte zugeschrieben
Feuchte RaumluftBefeuchtete Luft (etwa durch Wasserschalen oder Luftbefeuchter) kann trockene Schleimhäute entlasten
Ausreichend Ruhe und SchlafUnterstützt das Immunsystem dabei, gegen die Infektion anzukämpfen und sich zu erholen

Warum hilft Inhalieren gegen Schnupfen?

Wenn die Nase dicht ist, kann dir eine einfache Inhalation mit warmem Wasserdampf spürbar Erleichterung verschaffen. Der Dampf wirkt direkt dort, wo der Schnupfen sitzt – an den Schleimhäuten der Atemwege. Dabei gibt es mehrere positive Effekte:

  • Befeuchtung der Schleimhäute: Das unterstützt die natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute und kann helfen, Erreger besser abzuwehren.
  • Schleimlösung: Der Wasserdampf kann zähes, festsitzendes Sekret verflüssigen. So lässt sich der Schleim leichter ausschnäuzen.
  • Unterstützung entzündungshemmender Effekte: Wenn du zum Inhalieren beispielsweise Kochsalz oder – nach ärztlicher Rücksprache – geeignete ätherische Öle verwendest, können diese helfen, die Schleimhaut zu beruhigen und desinfizierend wirken.
  • Aktivierung der Abwehrkräfte: Die Wärme des Dampfes fördert die Durchblutung im Bereich von Nase und Rachen. Das kann dazu beitragen, dass Abwehrzellen in den Schleimhäuten aktiver werden.

So inhalierst du richtig

Vorbereiten: Stelle einen hitzebeständigen Topf oder eine Porzellanschüssel auf den Tisch und fülle sie mit heißem, aber nicht kochendem Wasser.

Zusätze zugeben (optional): Nach ärztlicher Empfehlung gibst du etwas Kochsalz oder geeignete Inhalationszusätze ins Wasser und rührst kurz um.

Position einnehmen: Setze dich bequem vor den Tisch und lege ein Handtuch über deinen Kopf und die Schüssel, sodass der Dampf größtenteils „eingefangen“ wird. Achtung: Halte Abstand von rund zwei Handbreiten. Sonst droht Verbrennungsgefahr. 

Ruhig inhalieren: Atme die aufsteigenden Dämpfe fünf bis zehn Minuten lang ruhig und tief durch Mund und Nase ein. Bei Bedarf kannst du zwischendurch das Handtuch kurz lüften, wenn es zu warm ist oder dir schwindelig wird.

Ruhen: Wasche dein Gesicht mit lauwarmem Wasser, halte dich danach warm und ruhe dich aus.

Wieso ist ausreichend Trinken bei Schnupfen wichtig?

Wenn dich ein Schnupfen plagt, arbeitet dein Körper auf Hochtouren – und dafür braucht er ausreichend Flüssigkeit. Gerade bei Schnupfen kann Trinken hilfreich sein. Beachte: Du musst dich nicht krampfhaft zwingen, mehr als üblich zu trinken. Achte nur darauf, dass du eine normale Flüssigkeitszufuhr aufrechterhältst (rund zwei Liter am Tag).

Dies hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten und festsitzender Schleim kann gelöst werden. Besonders empfehlenswert sind Wasser und ungesüßte warme Getränke wie etwa Kräutertees. Sie liefern nicht nur Flüssigkeit, sondern wirken durch die Wärme zusätzlich wohltuend.

Die richtigen Lebensmittel bei Schnupfen

Fakt ist, dass eine gesunde Ernährungsweise deinem Körper guttut – das gilt noch mehr, wenn dieser gegen einen Infekt kämpft. Manche Lebensmittel gelten als gute Hausmittel bei einem Schnupfen.

  • Hühnersuppe liefert Flüssigkeit, Wärme und leicht verdauliche Nährstoffe. Der heiße Dampf kann das Atmen erleichtern, während Gemüse und Eiweiß den Körper in der Erholungsphase unterstützen.
  • Kräutertees wie Salbei-, Kamille- und Thymiantee wirken entzündungshemmend. Zusätzlich versorgt der warme Tee den Körper und die Schleimhäute mit Flüssigkeit.
  • Meerrettich enthält scharf schmeckende Senföle, die die Durchblutung der Schleimhäute anregen und den Schleimfluss fördern können. Viele Menschen empfinden ihn bei verstopfter Nase als hilfreich, weil sich die Atemwege kurzfristig freier anfühlen.
  • Heiße Zitrone enthält viel Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt. Mit lauwarmem (nicht heißem) Wasser zubereiten, um das Vitamin C zu erhalten.
  • Zwiebel, aber stopp, nicht zum Essen! In diesem Fall wird eine zerkleinerte Zwiebel in ein dünnes Tuch gewickelt und in Bettnähe platziert. Die freigesetzten schwefelhaltigen Verbindungen können als intensiv wahrgenommen werden und bei manchen Menschen das Gefühl erleichterter Nasenatmung unterstützen. Wichtig ist, den Raum anschließend gut zu lüften, da sich der Geruch schnell verteilt.

Schnupfen vorbeugen – was du selbst tun kannst

Alle werden mal von einem Schnupfen erwischt, aber du kannst einiges tun, um dein Immunsystem zu stärken und Infektionen seltener eine Chance zu geben. Wichtige vorbeugende Maßnahmen sind:

  • Ausreichend schlafen: Wer dauerhaft zu wenig schläft, ist anfälliger für Schnupfen und grippale Infekte.
  • Stress ausgleichen: Anhaltender negativer Stress kann die Abwehr schwächen. Ausgleich findest du im Sport, bei Hobbys oder bei Freunden.
  • Ausgewogen ernähren: Viel Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und anderen Nährstoffen für eine stabile Abwehr.
  • Regelmäßig bewegenAusdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen unterstützen die Immunabwehr besonders wirksam.
  • Gute Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen und das Reinigen häufig berührter Oberflächen helfen, die Verbreitung von Viren zu verringern.
  • Nasenschleimhaut pflegen: Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung – vor allem nach Aufenthalten in Menschenansammlungen – können dazu beitragen, Krankheitserreger aus der Nase zu spülen und das Erkrankungsrisiko zu senken. Bitte beachte: Wenn der Schnupfen bereits besteht, kann die Nasenspülung hilfreich sein, um Schleim aus der Nase zu spülen. Die Nasenspülung sollte aber nicht täglich angewendet werden, weil sie dann die Nasenschleimhaut reizen kann.  

Wann sollte man bei einem Schnupfen zur Ärztin oder zum Arzt gehen?

Meistens ist Schnupfen harmlos und klingt nach einigen Tagen von selbst wieder ab. In bestimmten Situationen ist es jedoch sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen – vor allem, wenn Beschwerden stärker werden oder ungewöhnlich lange anhalten.

Du solltest eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, wenn:

  • Der Schnupfen länger als sieben bis zehn Tage anhält oder sich eher verschlechtert obwohl du dich schonst.
  • Starke Kopfschmerzen, Druckschmerz im Bereich von Stirn oder auftreten – dies können Zeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung sein.
  • Hohes Fieber dazukommt oder du dich sehr abgeschlagen fühlst.
  • Eitriges, gelb-grünes oder blutiges Nasensekret auftritt – insbesondere, wenn dies neu oder deutlich stärker ist.
  • Der Schnupfen immer wiederkehrt oder dauerhaft besteht, etwa bei Verdacht auf Allergien oder eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung.
  • Babys, Kleinkinder, ältere oder chronisch kranke Menschen betroffen sind – hier ist es generell sinnvoll sich ärztlich beraten zu lassen.

FAQ Hausmittel bei Schnupfen

Was sollte man bei Schnupfen nicht tun?

Bei Schnupfen sollte man auf körperliche Anstrengung verzichten und die Nase nicht zu heftig schnäuzen (besser ein Nasenloch nach dem anderen). Abschwellende Nasensprays sollten nicht länger als wenige Tage verwendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Schnupfen und einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)?

Bei einem Schnupfen ist vor allem die Nasenschleimhaut betroffen (laufende oder verstopfte Nase, Niesen). Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen zusätzlich oft Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Druckgefühl über Stirn oder Wangen und manchmal Fieber dazu.

Was sollte bei Schnupfen bei Kindern beachtet werden?

Bei Kindern sollte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, viel Ruhe und feuchte Raumluft geachtet werden. Meerwasser-Nasensprays können helfen, abschwellende Sprays nur kurz und kindgerecht dosiert nach ärztlicher Empfehlung verwenden. Bei Fieber, Atemnot, Ohrenschmerzen, sehr schlechtem Allgemeinzustand oder anhaltendem Schnupfen sollte eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt aufgesucht werden.

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