Mittelschmerz: Darum kommt es zu Schmerzen rund um den Eisprung
Den Mittelschmerz spüren einige Frauen um den Zeitpunkt des Eisprungs herum. Während einige nur ein leichtes Ziehen merken, sind es bei anderen starke Schmerzen. Wir erklären, warum es überhaupt zum Mittelschmerz kommt, wann damit zu rechnen ist und wie lange er anhält.

Was ist der Mittelschmerz?
Der Mittelschmerz, auch Eisprungschmerz oder Ovulationsschmerz, tritt rund um den Eisprung auf. Dieser findet in der Mitte des Zyklus statt – daher auch der Name. Beim Eisprung verlässt eine reife Eizelle den Eierstock und kann dann befruchtet werden. Der Mittelschmerz tritt dabei oft einseitig auf, je nachdem, welcher Eierstock in dem Monat aktiv ist.
Aber: Nicht jede Frau leidet unter Mittelschmerzen. Außerdem können sie sich von Frau zu Frau und auch von Zyklus zu Zyklus unterscheiden.
Wie fühlt sich der Mittelschmerz an?
Wann tritt der Mittelschmerz auf und wie lange hält er an?
So trackst du deinen Zyklus
Dein Menstruationszyklus dauert vom ersten Tag einer Periode bis zum ersten Tag der nächsten Periode. Im Durchschnitt sind das 28 Tage. Der Eisprung findet um den 14. Tag herum statt. Wenn du genau dann Schmerzen wahrnimmst, könnte es der Mittelschmerz sein.
Merke: Auch ein Zyklus zwischen 25 und 35 Tagen gilt als normal. Dann setzt der Mittelschmerz entsprechend früher oder später ein.
Im Video erklärt Gynäkologin Sheila de Liz, was sich hinter dem Mittelschmerz verbirgt und was er mit deiner Fruchtbarkeit zu tun hat.
Was sind die Ursachen für den Mittelschmerz?
Warum der Mittelschmerz entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Fachleute diskutieren mehrere plausible Mechanismen:
- Follikelwachstum: Während der Reifung des Eibläschens (Follikel) kann die Spannung im Eierstock zunehmen und ein Ziehen verursachen.
- Follikelsprung (Ovulation): Beim Eisprung platzt der Follikel – dabei können Flüssigkeit und minimale Blutmengen in die Bauchhöhle gelangen und das Bauchfell reizen.
Mittelschmerz oder Blinddarmentzündung?
Sexuelle Aufklärung mit Doktorsex
Umut Özdemir, Dr. Sheila de Liz und Volker Wittkamp (v.li.)
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Was hilft gegen den Mittelschmerz?
Der Mittelschmerz ist generell nicht behandlungsbedürftig. Oft helfen schon einfache Hausmittel, die auch Regelschmerzen lindern: Wärme, sanfte Bauchmassagen, Ruhe. Wenn du deinen Zyklus gut kennst beziehungsweise trackst, wirst du lernen, den Mittelschmerz gut zu identifizieren, da der Zeitpunkt, zu dem der Schmerz auftritt, so charakteristisch ist.
Empfindest du den Schmerz im Unterbauch allerdings als sehr stark oder hält er mehrere Tage an, solltest du deine Hausärztin oder deinen Gynäkologen aufsuchen. Das gilt auch dann, wenn der Unterleibsschmerz mit anderen Symptomen wie Fieber, Blutungen oder Schmerzen beim Urinieren einhergeht. Dahinter könnte eine Blinddarmentzündung, Bauchfellentzündung oder Eileiterschwangerschaft stecken.
Die Pille lindert den Mittelschmerz
Häufige Fragen zum Mittelschmerz
Ist ein starker Mittelschmerz ein gutes Zeichen?
Ist der Einnistungsschmerz ähnlich wie der Mittelschmerz?
Ist man nach dem Mittelschmerz noch fruchtbar?
Fachbereich der DAK-Gesundheit




