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Divertikulose und Divertikulitis – was sich hinter den Begriffen verbirgt

Durch Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, aber auch mit steigendem Alter können sich Ausstülpungen der Darmschleimhaut bilden. Diese entstehen durch Lücken in der Darmwand und werden Darmdivertikel genannt. Begünstigt werden Darmdivertikel durch die zunehmende Schwäche des Bindegewebes im Alter.
Wenn viele dieser Darmdivertikel vorliegen, handelt es sich um eine Divertikulose. Diese verursacht bei mehr als 80 Prozent der Betroffenen keinerlei Beschwerden, sie bleibt also asymptomatisch und muss nicht weiter behandelt werden.
Wenn jedoch Beschwerden auftreten, spricht man von einer Divertikulitis, bei der sich die Divertikel entzünden und Schmerzen sowie Komplikationen verursachen können.
Eine Divertikulitis lässt sich oft sehr gut therapieren und heilt dann innerhalb weniger Wochen ab. Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung mit Antibiotika oder sogar eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich sein.

Volkskrankheit: Divertikulose und Divertikulitis

In den westlichen Industrieländern haben rund 60 Prozent aller über 70-Jährigen eine Divertikulose. Angesichts dieser recht hohen Zahl sollte man meinen, dass die Krankheit bekannter ist. Da aber mehr als 80 Prozent der Erkrankten unter keinen Symptomen leiden, bleibt sie bei den meisten unerkannt.
Die Divertikulose ist also mitnichten eine seltene Erkrankung. Es handelt sich vielmehr um eine Volkskrankheit, die meist in den späteren Lebensjahren auftritt. Dabei ist die Gesundheit des Darms nicht zu unterschätzen. Denn unser Darm ist nicht nur für die Verdauung verantwortlich, sondern auch wichtig für unser Immunsystem und damit für unser allgemeines Wohlbefinden.

Ursachen und Risikofaktoren

Neben dem schwächer werdenden Bindegewebe im Alter ist eine chronische Verstopfung ein Risikofaktor, der die Entstehung von Divertikeln begünstigt. Denn Verstopfungen führen dazu, dass im Darm dauerhaft ein zu hoher Druck besteht, der schließlich zu Ausstülpungen führt.
Die Ursache für Verstopfungen ist häufig eine ballaststoffarme Ernährung, wie sie in westlichen Industrieländern stark verbreitet ist. Das bedeutet: wenig Obst, wenig Gemüse, wenig Vollkornprodukte, viel Fleisch und viel weißes Mehl.
Doch auch genetische Faktoren, wenig Sport und Übergewicht tragen ihren Teil zur starken Verbreitung von Divertikeln bei.

Häufige Symptome

  • Bauchschmerzen: Oftmals treten Bauchschmerzen im linken Unterbauch bzw. im rechten Mittel- oder Unterbauch auf. Erst nach dem Stuhlgang oder dem Abgang von Luft lassen diese nach.
  • Verdauungsstörungen: Das Spektrum reicht hier von Verstopfung über Durchfall bis zu starken Blähungen.
  • Verhärtung im Bauchraum: Auf der linken Bauchseite kommt es oft zu einer schmerzhaften Verhärtung.
  • Mitunter leiden Betroffene auch unter Symptomen wie Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl.

Diagnose und Therapie

Sollten Sie unter den genannten Symptomen leiden, konsultieren Sie bitte einen Arzt. Das ist wichtig, weil in Folge einer Divertikulitis schwerwiegende Komplikationen auftreten können – wie ein Darmdurchbruch, eine Bauchfellentzündung, ein Darmverschluss, Abszessbildung, Blutungen im Darm oder Fisteln.

  • Zunächst wird Sie der Arzt zu Ihren Beschwerden und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand befragen und Ihre Körpertemperatur messen. Danach tastet er Ihren Bauch ab und beurteilt die Darmgeräusche. Dies hilft ihm auch dabei, den Schmerz zu lokalisieren und eine etwaige Verhärtung im Unterbauch zu ertasten.
  • Dieser Untersuchung folgt eine Blutanalyse, bei der nach Anzeichen für eine Entzündung gesucht wird.
  • Im nächsten Schritt wird der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung des Bauchs oder einer Computertomografie die entzündeten Divertikel lokalisieren und das Stadium der Entzündung einschätzen. Mit einer Röntgenuntersuchung kann er zudem schnell feststellen, ob es bereits zu einem Darmdurchbruch gekommen ist.

Auf eine Darmspiegelung wird Ihr Arzt im akuten Stadium einer Divertikulitis zunächst verzichten, um das Risiko eines Darmdurchbruchs zu vermeiden. Wenn Ihre Beschwerden abgeklungen sind, wird er diese jedoch vornehmen, um weitere Ursachen für die Erkrankung auszuschließen.

Nachdem Ihr Arzt Sie eingehend untersucht und eine Diagnose gestellt hat, wird er sich für eine geeignete, individuelle Therapie entscheiden. Die erste Wahl bei einer leichten Divertikulitis ist hierbei immer, den Körper die Entzündung unter ärztlicher Aufsicht selbst eindämmen zu lassen. Dies kann gelingen, wenn Sie ausreichend trinken und genügend leichte oder flüssige Kost zu sich nehmen. 
Handelt es sich dagegen um eine schwerere Entzündung, wird er Ihnen wahrscheinlich Antibiotika verschreiben und eine leichte, schlackenarme Kost empfehlen.
Im Falle einer schweren Divertikulitis empfiehlt sich ein Krankenhausaufenthalt mit einer engmaschigen medizinischen Kontrolle. Hier können neben einer antibiotischen Therapie auch operative Eingriffe erfolgen, etwa wenn es zu einem Darmdurchbruch oder einer starken Verengung des Darms kommt. Dabei entfernt der behandelnde Arzt den Darmabschnitt mit den entzündeten Divertikeln und näht den Darm anschließend wieder zusammen.

Wie Sie vorbeugen können

Damit es erst gar nicht zur Entstehung von Darmdivertikeln kommt, können Sie selbst viel tun. Dazu gehört auch die richtige Vorsorge. Die DAK-Gesundheit übernimmt bei Männern ab 50 Jahren und bei Frauen ab 55 Jahren die Kosten für die erste Vorsorge-Darmspiegelung.
Indem Sie zur Vorsorgeuntersuchung gehen, erhöhen Sie zudem die Chance, andere schwere Erkrankungen wie Darmkrebs rechtzeitig zu erkennen. Je eher eine Darmerkrankung erkannt wird, desto früher und wirksamer kann die Therapie erfolgen.

Worauf Sie achten sollten

Indem Sie Ihren Lebensstil ändern, können Sie einer Divertikulitis vorbeugen bzw. deren Verlauf deutlich abmildern:

  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden fünf Portionen täglich empfohlen. Dadurch führen Sie Ihrem Körper wasserlösliche Ballaststoffe zu, die eine gesunde Verdauung fördern. Auch in Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Körnerbrötchen und Vollkornnudeln finden sich, anders als bei Weißmehlprodukten, viele dieser Ballaststoffe. Sie helfen, den Innendruck in Ihrem Darm zu senken und beugen zusätzlich schädlichem Übergewicht vor.
  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum und vermeiden Sie insbesondere verarbeitete Fleischprodukte wie Schinken, Wurst und Salami. Dadurch senken Sie das Risiko für viele entzündliche Darmkrankheiten nachhaltig und stärken Ihre Darmflora. Ebenso ungeeignet sind scharfe und harte Speisen.
  • Greifen Sie zur Unterstützung Ihrer Darmflora zu Joghurt, Kefir, Buttermilch, Sauermilch und Sauerkraut.
  • Trinken Sie am besten 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag und konsumieren Sie nur gelegentlich Alkohol. Dadurch stärken Sie Ihre Darmtätigkeit.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Schon eine halbe Stunde Spazierengehen am Tag tut nicht nur Ihrem Darm, sondern Ihrem ganzen Körper gut. Auch Joggen, Walking, Radfahren oder Schwimmen eignen sich als schonende Sportarten.

Wie wir Ihnen helfen

Neben dem, was Sie selbst aktiv für sich tun können, begleitet Sie Ihre DAK-Gesundheit mit exklusiven Leistungsangeboten in ein gesünderes Leben. Dazu bieten wir Ihnen eine Vielzahl von Präventionskursen, die wir jeweils mit bis zu 75 Euro bezuschussen, und kostenfreie Online-Coachings zur Entspannung, Bewegung und Ernährung an.

Präventionskurse:

  • Autogenes Training: Weil Stress sich auch auf die Verdauung auswirkt, ist es wichtig, einfach mal abschalten und in sich ruhen zu können. Hierbei hilft Ihnen Autogenes Training.
  • Yoga-Kurse: Körper und Geist in Einklang zu bringen trägt entscheidend zu Ihrem Wohlbefinden bei. Yoga kann hierbei Wunder bewirken.
  • Stressbewältigungstraining: Damit Ihnen der Alltagsstress nicht auf Darm (und Magen) schlägt, zeigt Ihnen dieser Kurs, wie Sie Stress vorbeugen und bewältigen.
  • Abnehmkurse: Der erfolgreiche Kampf gegen überschüssige Pfunde sorgt für ein besseres Lebensgefühl, einen gesunden Körper und entlastet Ihren Darm.
  • Ernährungskurse: Ausgewogen, gesund und lecker soll es sein – wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg zu einer besseren Ernährung. 
  • Ernährungsberatung: Bei einer individuellen Ernährungsberatung finden Sie Ihren persönlichen Weg zu einem gesunden Essverhalten.

Online-Coachings:

  • Waya-App: Besser essen, besser bewegen, besser leben! Das ist die Maxime von Waya. Das zertifizierte Online-Coaching unterstützt Sie spielerisch dabei, Ihr Wunschgewicht zu erreichen und neue Gewohnheiten zu entwickeln, um nachhaltig gesund und fit zu leben.
  • DAK Ernährungs-Coaching: Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, ist eine ausgewogene Ernährung extrem wichtig. Aber auf was müssen Sie eigentlich dabei achten? Die DAK-Gesundheit unterstützt Sie auf Ihrem Weg mit diesem Online-Ernährungscoach.
  • DAK Fitness-Coaching: Wer regelmäßig Sport treibt, fühlt sich fitter, agiler und tut seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Mit unserem Online-Fitness-Coaching unterstützen wir Sie dabei, Ihre sportlichen Ziele zu erreichen.
  • DAK Antistress-Coaching: Stress im Alltag, wer kennt das nicht. Stress kann auf Dauer krank machen. Die DAK-Gesundheit unterstützt Sie mit diesem Programm durch strukturierte Module und interaktive Übungen zum Umgang mit belastenden Situationen um Stress langfristig auch im Alltag abzubauen.
  • Nichtraucherhelden.de: War es schon immer Ihr Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören.  Wir unterstützen Sie mit diesem Kurs zur Rauchentwöhnung in Form eines Online-Programms oder einer App-Nutzung. Damit Ihr Rauchausstieg ein voller erfolgt wird, werden Sie während des Kurses von Experten betreut.

Sie sehen: Es gibt viel, was Sie für sich, Ihren Darm und Ihr Wohlbefinden tun können. Wichtig ist, früh damit anzufangen. Die DAK-Gesundheit unterstützt Sie dabei. Denn Ihre Gesundheit ist uns wichtig.