Ursachen von Allergien können viele Stoffe sein: Lebensmittel, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze

Allergien und ihre Ursachen

Das Risiko steigt weiter: Immer mehr Menschen leiden unter Allergien

Unzählige Stoffe in unserer Umwelt können die Ursache für Allergien sein. Das kommt immer häufiger vor: Jeder dritte Deutsche hat mit Allergien zu tun, und schon in wenigen Jahren wird laut Europäischer Stiftung für Allergieforschung (ECARF) jeder Zweite in den Industrienationen eine Allergie haben. Da verwundert es kaum, dass die Allergie gelegentlich als „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet wird. Als Gründe für den Anstieg hat die Forschung mehrere Entwicklungen ausgemacht.

Die Ursachen von Allergien: Das Immunsystem reagiert über

Die Ursache einer Allergie ist eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems auf Stoffe aus der Umwelt, mit denen der Körper in Kontakt kommt. In der Regel kommt der menschliche Körper ganz gut mit solchen Umwelteinflüssen zurecht. Vereinzelt aber schießt das Immunsystem über das Ziel hinaus. Es bekämpft dann plötzlich körperfremde, eigentlich unschädliche Substanzen, als wären sie eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit. Gegen diese so genannten Allergene werden Antikörper gebildet, und diese Abwehrreaktion löst dann die bekannten Symptome einer Allergie aus.

Vor Jahrzehnten war nur eine kleine Gruppe von Menschen davon betroffen. Doch heute gehören Allergien mittlerweile zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden – egal, ob es sich um Heuschnupfen, Neurodermitis oder Lebensmittelallergien handelt. Nach Studien des Robert-Koch-Instituts ist Heuschnupfen die häufigste Erkrankung unter erwachsenen Deutschen. Tendenz: seit Jahren steigend. Und das gilt auch für die junge Bevölkerung: Allergien bei Kindern und Jugendlichen nehmen ebenfalls immer mehr zu.

Steigendes Risiko

Warum die Zahl der Allergiker insbesondere im Kindesalter ständig ansteigt, ist auch den Experten noch nicht ganz klar. Zum Teil liegt es an den Genen: Hat ein Elternteil eine Allergie, wird das Kind mit 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls eine ausbilden. Sind beide Eltern vorbelastet, erhöht sich das Risiko auf 50 Prozent. Eine andere Ursache für Allergien: Mütter, die während oder nach der Schwangerschaft rauchen, setzen ihr Kind einem erhöhten Allergie-Risiko aus.

Sterile Sauberkeit fördert Allergien

Aber auch die veränderte Lebensweise der vergangenen 30 Jahre ist eine Ursache dafür, dass Allergien immer häufiger vorkommen. Im Vergleich zu damals wachsen Kinder heute oft in einer geradezu sterilen Umgebung auf. Zwar ist Sauberkeit vor allem für Babys wichtig, doch viele Eltern nehmen die Hygiene zu ernst – und bremsen das kindliche Immunsystem damit aus. Nur, wenn es auch mal mit Schmutz und Keimen in Kontakt kommen darf, kann es ausreifen und reagiert später nicht auf harmlose Substanzen.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Jul 29 13:15:54 CEST 2016

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