Vorsicht! Ein Sonnenstich kann gefährlich sein.

Gefährliche Hitze: Das hilft bei Sonnenstich und Hitzschlag

Hier erklärt DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff, wie Sie sich vor einem Hitzschlag schützen

Die Hochphase für einen Sonnenstich und Hitzschlag ist die Sommerzeit. Ob Sonnenbaden im Freibad, am See oder am Strand: Oftmals liegt man ungeschützt in der prallen Sonne - ohne Kopfbedeckung und Sonnenschirm. Doch zu viel direkte Sonne kann gefährlich sein und zum Sonnenstich führen. Bei hohen Temperaturen kann es oft auch zu einem Hitzschlag kommen. Welche schnelle Hilfe gibt es bei Sonnenstich und Hitzschlag? Wie können Sie beides verhindern? Unser Experte Dr. med. Mark Dankhoff klärt auf.

Wie entsteht ein Sonnenstich?

Vielen Menschen erleiden einen Sonnenstich, wenn sie zu viel Sonne auf den Kopf oder in den Nackenbereich bekommen haben. Es kommt dadurch zu einer Irritation des Gehirns und der Hirnhaut. „Die starke Hitze löst Entzündungsreaktionen aus und kann auch eine Hirnschwellung mit Steigerung des Hirndrucks zur Folge haben. Nicht die UV-Strahlen sind das Problem, sondern die Temperaturen“, erklärt DAK-Experte Dr.med. Mark Dankhoff. Die Körpertemperatur erhöht sich durch einen Sonnenstich allerdings nicht.

Babys und Kleinkinder sind besonders gefährdet, wenn sie keine Kopfbedeckung tragen. Da die Schädelknochen von Babys in den ersten beiden Lebensjahren noch nicht vollständig verschlossen sind, sind deren Hirnhäute weniger geschützt.

Medizin-Experte Dr. med. Mark Dankhoff

DAK-Arzt Dr. med. Dankhoff gibt Tipps zum Thema Sonnenstich

Symptome bei einem Sonnenstich:

  • Kopfschmerzen, Unruhe und Benommenheit
  • ein roter Kopf
  • Nackenschmerz bis hin zu einer Nackenversteifung
  • Übelkeit, Schwindelgefühl und Erbrechen
  • Ohrgeräuschen
  • Zu niedriger Blutdruck. Die Folge ist nicht selten ein Kreislaufkollaps.
  • Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit
  • Im Extremfall: Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit

So kommt es zu einem Hitzschlag

Sonnenstich oder Hitzschlag – zwei Begriffe, die oft verwechselt werden. Dabei ist ein Hitzschlag wesentlich gefährlicher als ein Sonnenstich. Ausgelöst wird der Hitzschlag durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung, beispielsweise bei Sportlern. Im Gegensatz zum Sonnenstich kommt es bei dem Hitzschlag zu einer Erhöhung der Körpertemperatur bis auf 40 Grad Celsius und mehr. Das ist für den Körper eine lebensbedrohliche Situation. Medizin-Experte Dr. med. Mark Dankhoff warnt vor der Kombination aus starker Hitze und Überanstrengung: „Das kann das Temperatur-Regulationssystem des Körpers außer Kraft setzen. Es findet keine Schweißproduktion mehr statt – so kommt es häufig zu einem Wärmestau. Krämpfe, Halluzinationen und Bewusstseinstrübungen sind die Folge. Zu niedriger Blutdruck und erhöhter Pulsschlag sind ebenfalls ein Resultat eines Hitzschlags.“

Symptome bei einem Hitzschlag:

  • Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sind auch hier Anzeichen.
  • Haut des gesamten Körpers ist rot bis blaurot gefärbt
  • Haut ist heiß und trocken
  • Körpertemperatur steigt über 40°C
  • Puls erhöht sich
  • Blutdruck ist anfangs normal, fällt aber später kritisch
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Bewusstlosigkeit möglich

Sonnenstich und Hitzschlag vermeiden

Schützen Sie sich vor der Mittagshitze. In der Zeit von 11 bis 15 Uhr sollte man die Sonne meiden. Luftige Kleidung und ein Sonnenhut sind für den Schutz vor einem Sonnenstich. Um einen Hitzschlag zu vermeiden, achten sie darauf, bei hohen Temperaturen keine zu warme Kleidung zu tragen. Die Wärmeregulierung des Körpers wird sonst behindert. Besonders bei großem Schweißverlust ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das Eincremen mit einem Sonnenschutzmittel beispielsweise im Nackenbereich ist Pflicht. Der Schutz für die Augen wird oft unterschätzt. Deshalb sind Sonnenbrillen mit UV-Schutz so wichtig, um Netzhautentzündungen vorzubeugen.

Schnelle Hilfe bei Sonnenstich und Hitzeschlag

Bei Sonnenstich und Hitzeschlag empfiehlt unser DAK-Experte Dr. Mark Dankhoff::

  • Die Betroffenen sind sofort aus der prallen Sonne herauszuholen.
  • Das Kühlen mit feuchten, kühlen Tüchern oder eine kalte Dusche ist sehr wichtig, um die Temperatur von Kopf und Nacken zu senken.
  • Die vom Sonnenstich belasteten Personen mit Bewusstsein müssen viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Der Oberkörper muss bei Patienten mit Sonnenstich leicht erhöht gelagert werden – aber nur, wenn sie nicht bewusstlos sind.
  • Bei starkem Erbrechen und bei Bewusstlosigkeit des Betroffenen muss sofort der Notarzt alarmiert werden! (Notruf 112) Hinweis: Bis zum Eintreffen des Notarztes wird der Patient in die stabile Seitenlage (Erste-Hilfe-Maßnahmen) gebracht.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Aug 24 13:39:35 CEST 2016

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