Doping schadet dem Körper

Doping – gefährliche, leistungssteigernde Mittel

DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich erklärt, was beim Doping im menschlichen Körper passiert und warum es uns schadet.

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Doping ist im Spitzensport schon seit vielen Jahren ein großes Thema und vor allem auf Großveranstaltungen wie den olympischen Spielen hochaktuell. Doch der Umgang mit leistungssteigernden Mitteln ist längst auch in unserem Alltag, unserem Berufsleben und im Freizeitsport angekommen. Aber was passiert eigentlich im Körper, wenn gedopt wird? DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich beantwortet diese Frage und erklärt, warum Doping so gefährlich ist.

Was ist Doping?
DAK-Expertin Dr. Susanne Bleich erklärt, wann Doping beginnt und warum es so gefährlich ist.

Dr. Susanne Bleich, Ärztin der DAK-Gesundheit

„Grundsätzlich spricht man von Doping, wenn verbotene Medikamente verwendet werden, um eine Leistungssteigerung zu erzielen.“, erklärt DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich. Im Leistungssport und bei Wettkämpfen gibt es klare Regeln und Vorschriften, welche Substanzen und Medikamente erlaubt sind und welche nicht. Die Anzahl unerlaubter Mittel ist groß. Aber auch im Alltagsleben spielt Doping eine immer größere Rolle: Bestimmte Substanzen werden auch hier eingenommen und Medikamente zweckentfremdet. Die Form der verwendeten Medikamente ist dabei vielseitig und reicht von Pulvern über Pillen bis hin zu Spritzen. Das grundsätzliche Ziel ist allerdings in beiden Fällen dasselbe: die Optimierung der eigenen Leistung. Während Doping im Sport mehr auf die Verbesserung der körperlichen Leistung abzielt, geht es im privaten Leben oft auch darum, den beruflichen Stress besser zu bewältigen.

Wo fängt Doping an?

Im Leistungssport gibt es klare Richtlinien der Welt-Doping-Agentur (WADA), die festlegen, welche Medikamente erlaubt sind und welche nicht. Doping im Alltag beginnt, wenn Medikamente nicht mehr für ihren eigentlichen Zweck eingesetzt werden. DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich: „Wer beispielsweise Anti-Depressiva einnimmt, um länger im Büro durchzuhalten, ohne wirklich eine Depression zu haben, der betreibt bereits eine Form von Doping. Gleiches gilt auch für Fitnessliebhaber, die ihren Kraft- und Muskelaufbau mit illegalen Substanzen wie beispielsweise Anabolika unterstützen.“

Was passiert beim Doping im Körper?

Das Ziel beim Doping ist es immer, die eigene körperliche oder geistige Leistung zu steigern. Dabei werden Medikamente verwendet, die die Kraftreserven unseres Körpers ausreizen und erweitern. Diese Medikamente gibt es in unterschiedlichen Formen und mit verschiedenen Ergebnissen und Wirkungsweisen:

  • Stimulanzien sind Aufputschmittel, wie zum Beispiel Amphetamine und Ephedrin. Sie wirken auf das Zentralnervensystem und steigern unsere motorischen Fähigkeiten und unsere Risikobereitschaft.
  • Narkotika werden verwendet, um Schmerzen in den Muskeln zu unterdrücken, sodass öfter und intensiver trainiert werden kann.
  • Diuretika beschleunigen den Gewichtsverlust, indem sie die Entwässerung anregen.
  • Anabole Steroide wirken ähnlich wie Testosteron, unterstützen den Muskelaufbau und können euphorisierend wirken.
  • Somatotropin ist ein Peptidhormon und unterstützt ebenfalls den Muskelaufbau. Es wird auch als Wachstumshormon bezeichnet.
  • Blutdoping wird verwendet, um Kapazitäten für den Sauerstofftransport zu erhöhen und damit die Leistung bei Ausdauersportarten zu steigern.

Warum ist Doping gefährlich?

Doping bringt den menschlichen Körper dazu, Leistungen zu erbringen, für die er eigentlich nicht geschaffen ist. Das kann mit Unterstützung der richtigen Medikamente eine Weile funktionieren – es hat allerdings viele, schädliche Nebenwirkungen!

  • Doping treibt den Körper dazu, mehr zu leisten, als er sollte. Langfristig kann es dadurch zu einem Zusammenbruch, im schlimmsten Fall sogar zum Tod kommen.
  • Doping-Präparate können abhängig machen, da der Körper sich schnell an die zusätzliche Unterstützung gewöhnt und sie dann als normal empfindet.
  • Anabolika, die zum Muskelaufbau eingenommen werden, können Unfruchtbarkeit/Sterilität auslösen.
  • Bei Mitteln, die beim Abnehmen helfen sollen, besteht die Gefahr von Wasserverlust und Blutgerinnseln.
  • Einige Doping-Mittel haben außerdem Auswirkungen auf die seelische Gesundheit und können zu Stimmungsschwankungen und Depressionen führen.

Doping kann zu gesundheitlichen Problemen führen


„Obwohl der kurzfristige Erfolg vieler Doping-Präparate verlockend klingt, ist ein Gebrauch keinesfalls zu empfehlen. Denn oft werden die oben genannten Nebenwirkungen unterschätzt – mit fatalen Folgen. Die Einnahme von nicht verschriebenen Medikamenten kann zu einer Überlastung des Körpers und damit zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen.“, warnt DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich deshalb vorm Doping.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Aug 31 13:20:24 CEST 2016

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