Bauchspeicheldrüsenkrebs rechtzeitig erkennen und behandeln.

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen

Ein hochgefährlicher Gegner, der sich lange nicht bemerkbar macht

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen die Ärzte meist erst spät – oftmals leider zu spät: Er gilt als tödlichste Krebsart. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 17.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die meisten Fälle treten um das 60. Lebensjahr herum auf, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Wissens­wertes

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen: Wissenswertes
 

Die Bauchspeicheldrüse ist ein etwa 15 Zentimeter langes Organ, das Enzyme und Verdauungssekrete bildet und den Zuckerstoffwechsel steuert. Die Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs (Fachbegriff: Pankreaskarzinom) sind so schlecht wie bei kaum einer anderen Krebsart, die Fünf-Jahres-Überlebensrate beträgt nur zwei bis vier Prozent. Alle anderen Betroffenen sterben innerhalb dieses Zeitraums, auch wenn sie ihren Bauchspeicheldrüsenkrebs behandeln lassen. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs im Verlauf: Es gibt Unterschiede
 

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nicht gleich Bauchspeicheldrüsenkrebs: Am häufigsten erkennen Ärzte das Adenokarzinom. Hier befällt der Bauchspeicheldrüsenkrebs früh die Lymphknoten und breitet sich rasch weiter aus. Metastasen bilden sich vor allem in Leber, Lunge und Knochen. Das seltenere Cystadenokarzinom wächst lange örtlich begrenzt und hat somit eine günstigere Prognose. Auch endokrine (hormonproduzierende) Tumore wachsen und streuen eher langsam. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs rechtzeitig erkennen – aber wie?
 

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist deshalb so schwer zu erkennen, weil er sich nicht in typischen Warnsignalen äußert, sondern in Beschwerden, die auf vieles hindeuten zu können – an Krebs wird dabei oft zu spät gedacht. Eine geeignete Methode zur Früherkennung gibt es derzeit nicht. Die größten Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs haben jene Patienten, bei denen die Ärzte per Zufall Bauchspeicheldrüsenkrebs im frühen Stadium erkennen, wenn sie aus anderem Anlass den Oberbauch untersuchen. Dennoch lassen Fortschritte in der Therapie hoffen: Neue Wirkstoffe und eine Chemotherapie nach jeder Operation verbessern zumindest die Chance auf einen günstigeren Verlauf bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. 

Welche Symptome hat Bauchspeicheldrüsenkrebs?
 

Die Bauchspeicheldrüse liegt im Bauchbereich direkt vor der Wirbelsäule. Deshalb kann der Tumor neben Oberbauch- auch Rückenschmerzen verursachen. Wer unter hartnäckigen Rückenschmerzen mit unbekannter Ursache leidet, sollte deshalb zur Sicherheit seinen Oberbauch untersuchen lassen, um Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen oder – hoffentlich – ausschließen zu können. 

Weitere Bauchspeicheldrüsenkrebs-Symptome


  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs treten auch ein lästiger Juckreiz sowie eine Gelbverfärbung der Körperhaut häufiger auf. Sie entstehen, wenn Gallenflüssigkeit durch den Tumor nicht mehr abfließen kann und sich in der Haut ablagert.

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Welche Ursache steckt dahinter?
 

Wie und warum sich Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt, ist bis heute nicht genau bekannt. Experten haben jedoch Faktoren ausgemacht, die die Erkrankung begünstigen können: 

  • Rauchen
  • starker Alkoholkonsum
  • fett- und fleischreiche Mahlzeiten
  • Übergewicht
  • chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Diabetes
  • Kontakt mit Giften wie Pestiziden und Herbiziden
  • erbliche Belastung

Diagnose

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen: So läuft die Diagnose ab
 

Um Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen oder ausschließen zu können, steht ein Gespräch mit dem Arzt über Beschwerden und Vorerkrankungen am Anfang. Als nächstes wird der Bauch abgetastet. Auch eine Blutuntersuchung kann helfen, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkennen, wenn bestimmte Marker im Blut erhöht sind, was allerdings nicht immer der Fall ist. Zudem können Tumormarker ebenso bei einer Entzündung von Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse auftreten. Hilfreich sind sie vor allem, um im Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs den Therapieerfolg zu kontrollieren. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs durch Ultraschall und Magenspiegelung erkennen
 

Bauchspeicheldrüsenkrebs lässt sich durch Ultraschall erkennen. Zunächst wird der Oberbauch untersucht. Durch eine Magenspiegelung – mit Ultraschalluntersuchung der Bauchspeicheldrüse vom Magen aus – können Ärzte Bauchspeicheldrüsenkrebs ebenfalls erkennen und eingrenzen. Um die Ausdehnung der Erkrankung zu bestimmen, kommen weitere bildgebende Verfahren zum Einsatz. Wenn der Tumor in Blutgefäße eingebrochen ist, ist bereits mit Metastasen zu rechnen. Wichtig für den Therapiefahrplan sind neben dem Auftreten von Metastasen die Größe des Tumors und die Beteiligung der Lymphknoten am Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Therapie

Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen und therapieren
 

Den Tumor möglichst vollständig entfernen: Das ist Therapieziel bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Erkennen die Ärzte die Erkrankung erst, wenn bereits Metastasen da sind, ist das allerdings nicht mehr möglich. Im frühen Stadium kann die Bauchspeicheldrüse ganz oder teilweise entfernt werden, dazu eventuell Teile des Dünndarms, der angrenzenden Lymphknoten, des Gallensystems, des Zwölffingerdarms oder auch Bereiche des Magens – je nach Ausdehnung. Der Eingriff ist kompliziert und unbedingt ein Fall für ein darauf spezialisiertes Zentrum. War nur die Bauchspeicheldrüse befallen, stehen die Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs gut. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Folgen
 

Erkennen die Ärzte Bauchspeicheldrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium, legen sie für den Abfluss von Galle und Pankreas-Säften Umgehungswege von den Gallengängen in den Dünndarm an. Zu den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann ein Verschluss des Dünndarms gehören – eine künstliche Verbindung zwischen Magen und Dünndarm hilft. Bei weit fortgeschrittenen Tumoren geht es vor allem um Schmerztherapie sowie den Ersatz von Verdauungsenzymen, um Mangelernährung zu verhindern. Auf eine Operation folgt heute standardmäßig eine Chemotherapie, auch bei komplett entferntem Tumor. Auch die Strahlentherapie wird genutzt. Inoperable Tumore können ebenfalls per Chemo- und Strahlenbehandlung therapiert werden. 

Rehabilitation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Wieder zu Kräften kommen
 

Oft wird nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine Anschlussheilbehandlung in einer speziell eingerichteten Nachsorgeklinik empfohlen. Zu einer intensiven Nachbetreuung gehören neben medizinischen Untersuchungen auch seelische und soziale Aspekte. Wenn Ärzte Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennen, kommen die Diagnose, größere Eingriffe und gegebenenfalls die Konfrontation mit einer nur noch eher geringen Lebenszeit für den Patienten meist aus heiterem Himmel und belasten ihn sehr. Auch die Folgen einer Bauchspeicheldrüsenkrebs-Operation für Verdauung und Zuckerstoffwechsel sind erheblich. Neben der eigentlichen Therapie ist der behandelnde Arzt auch dafür da, den Patienten zu begleiten und bei Problemen zu unterstützen.

DAK-Gesundheit

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Zuletzt aktualisiert:
Mon Oct 12 14:02:56 CEST 2015

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