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Was ist der BMI? 

Nüchtern betrachtet, ist der BMI nichts anderes als eine Maßeinheit. Um ihn zu berechnen, teilt man das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Je nach Höhe des Wertes unterscheidet man dann in Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht oder extremes Übergewicht, also Adipositas. Bei Fettleibigkeit machen Mediziner weitere Abstufungen. Für einen Erwachsenen gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als normalgewichtig. Werte jenseits dieser Norm bergen Gesundheitsrisiken. Insbesondere ein stark erhöhter BMI steigert das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist jeder fünfte Erwachsene zu dick.  

Trotzdem gibt es viele Menschen, die einen erhöhten BMI haben und in Topform sind. Denn tatsächlich ist der BMI allein zu simpel, um den Gesundheitszustand akkurat zu bewerten.  

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Die Tücken des BMI 

Seit Jahrzehnten gilt der BMI als die goldene Regel zur Berechnung des optimalen Gewichts. Doch es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, welche die Aussagekraft der Formel ins Wanken bringen. Der Richtwert kann beispielsweise nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterscheiden, da er immer nur das Gesamtgewicht berücksichtigt. Menschen mit viel Muskelmasse haben im Verhältnis zu ihrer Größe einen hohen BMI, sind aber eher durchtrainiert als fettleibig. Und auch der BMI einer Schwangeren sagt nichts über ihre Fettmasse aus. Auch für Kinder oder Senioren gelten andere Parameter. Letztlich kann der BMI also nur eine erste Einschätzung sein. Doch die Gleichung hoher BMI = gesundheitsgefährdend geht nicht auf. Zwar stimmt es, dass Menschen mit stark erhöhtem BMI gehäuft an zu hohem Cholesterin leiden und zu einer Vielzahl von chronischen Erkrankungen neigen. Doch Wissenschaftler fanden heraus, dass die niedrigste Sterberate bei Menschen mit einem BMI von 27 liegt - ein Wert, der eine Person als übergewichtig ausweist.  

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Das richtige Maß 

Wer wissen will, ob die eigene Körperfülle Gesundheitsrisiken birgt, muss weitermessen – und zwar am Bauch. Eine internationale Studie mit über 175.000 Patienten aus mehr als 60 Ländern bestätigte, dass der Bauchumfang aussagekräftiger ist als der BMI. Die Wissenschaftler stellten fest, dass ein zu dicker Bauch das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen erhöht. Um festzustellen, ob man womöglich zu viel ungesundes Fett mit sich herumträgt, berechnen Ärzte daher auch das Taille-Hüft-Verhältnis, kurz THV. Gemessen wird zunächst die Körpermitte, etwa in Nabelhöhe. Laut den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) gilt bei Männern ein Taillenumfang ab 94 cm als übergewichtig, bei Frauen wird ein Bauchumfang ab 80 cm als kritisch betrachtet. Um den THV zu ermitteln, wird der Taillen-Umfang durch den Hüftumfang geteilt. Männer mit einem THV Wert über 0,99 und Frauen mit einem Wert über 0,85 zählen zur Risikogruppe. 

Wer es noch genauer wissen will, kann auch seinen ABSI berechnen. ABSI steht für „A Body Shape Index“ und soll das Gesundheitsrisiko einer Person durch Übergewicht einschätzen. Der ABSI errechnet sich aus Größe, BMI und Taillenumfang und bezieht so auch das schädliche Bauchfett mit ein. Die Formel ist nicht ganz unkompliziert, doch im Internet finden sich zahlreiche Rechner, die dir BMI, THV oder auch ABSI ausrechnen.  

Wenn du dir allerdings ernsthaft Gedanken darüber machst, ob dein Gewicht gesund ist, solltest du einen Arzt aufsuchen und dich einmal gründlich durchchecken lassen.