Beschäftigte in Thüringen im Durchschnitt an 21,6 Tagen krankgeschrieben

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  • Im Vorjahresvergleich ist der Krankenstand 2025 mit 5,9 Prozent leicht gesunken
  • Auffälliges Plus von 6,9 Prozent bei den Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen
  • DAK-Landeschef Marcus Kaiser fordert Ursachenforschung und mehr Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement 

Erfurt, 04. Februar 2026. Der Krankenstand in Thüringen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 21,6 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten demnach weniger Arbeitsausfall als im Vorjahr mit 22,3 Tagen. Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Sie verursachen 0,7 Prozent mehr Fehltage als 2024. Weitere wichtige Ursachen waren Atemwegsinfekte auf Rang zwei und psychische Erkrankungen auf Rang drei. Insgesamt pendelt sich der Krankenstand in Thüringen auf einem hohen Niveau ein. Deshalb fordert die DAK-Gesundheit eine fundierte Ursachenforschung. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollen gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken.

 

Ursache Nummer eins für Krankschreibungen in Thüringen waren im vergangenen Jahr Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 436 Fehltagen je 100 Versicherte nach 433 Fehltagen 2024. Auf Platz zwei kamen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Sie lagen mit 431 Fehltagen je 100 Versicherte unter dem Vorjahresniveau von 442 Tagen. Es folgten psychische Erkrankungen, die mit 328 Tagen je 100 Versicherte im Vergleich zu 2024 um 6,9 Prozent gestiegen sind. „Pro Kopf hatten DAK-versicherte Beschäftigte in Thüringen 2025 für 21,6 Kalendertage eine Krankschreibung. Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln. Dafür müssen alle relevanten Akteure - Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen - zusammenarbeiten“, kommentiert DAK-Landeschef Marcus Kaiser die Ergebnisse.

Krankenstand deutlich über dem Bundesdurchschnitt
Die Fehlzeiten in Thüringen sind über denen auf Bundesebene. DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2025 im Bundesdurchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf. Thüringen liegt mit 21,6 Tagen 10,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Noch höher lagen die Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf.

Chancen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Große Chancen sieht Marcus Kaiser im betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken“, so Kaiser. Deshalb sei ein betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig, um das Thema Gesundheit in die betrieblichen Strukturen und Prozesse zu integrieren. „Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.“

Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 50.450 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Thüringen aus.

Mehr zum betrieblichen Gesundheitsmanagement der DAK-Gesundheit unter: www.dak.de/bgm 

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