DAK-Gesundheit fordert Pakt für Kindergesundheit in Mecklenburg-Vorpommern

Statement von DAK-Landeschef Andreas Mirwald zu den Koalitionsverhandlungen 

Schwerin, 15. Oktober 2026. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen muss aus Sicht der DAK-Gesundheit zu einem politischen Schwerpunktthema der neuen Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern werden. Angesichts zunehmender psychischer Belastungen, vermehrtem Bewegungsmangel und neuer Gesundheitsrisiken durch soziale Medien fordert DAK-Landeschef Andreas Mirwald einen „Pakt für Kindergesundheit“. Zum Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen appelliert die DAK-Gesundheit, Kindergesundheit als Zukunftsfrage zu behandeln und die Gesundheitskompetenz junger Menschen zu stärken.   

DAK-Landeschef Andreas Mirwald: „Vielen Kindern in unserem Land geht es nicht gut. Analysen der DAK-Gesundheit zeigen, dass psychische Belastungen zunehmen und Schlafstörungen, Bewegungsmangel sowie problematische Mediennutzung den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher bestimmen. Hinzu kommen Risiken durch Nikotin und andere Suchtmittel. Diese Entwicklung müssen wir stoppen. Deshalb brauchen wir einen Pakt für Kindergesundheit in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, gemeinsam mit allen Akteuren aus Politik, Verbänden, Ärzteschaft und Krankenkassen, Kinder besser zu schützen und ihre Gesundheit zu stärken. Wer früh lernt, gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen und Risiken richtig einzuschätzen, profitiert ein Leben lang. Gesundheit sollte deshalb einen festen Platz im Schulalltag erhalten – sei es in bestehenden Unterrichtsfächern, in der Ganztagsbetreuung oder perspektivisch auch in einem eigenen Schulfach. Kindergesundheit und eine Stärkung der Gesundheitskompetenz ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes.“

Hintergrund:
Laut DAK-Präventionsradar kann fast die Hälfte der Schulkinder aus den Klassen fünf bis zehn nicht gut schlafen und hat mindestens einmal pro Woche Schlafprobleme. Seit der erstmaligen Erfassung im Schuljahr 2019/2020 stieg der Anteil der Betroffenen von 36 auf 46 Prozent. Ein steigender Trend zeigt sich zudem deutlich beim Thema Erschöpfung. 69 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich mindestens einmal pro Woche ausgelaugt und erschöpft. Vor drei Jahren waren es mit 52 Prozent noch deutlich weniger. 

Laut Studie geht es Kindern und Jugendlichen mit einer ausgeprägten Gesundheitskompetenz nachweislich besser. Das Risiko für ein vermindertes Wohlbefinden ist bei ihnen um ein Viertel geringer und sie blicken häufiger optimistisch in die eigene Zukunft. Der DAK-Präventionsradar zeigt jedoch auch: Fast neun von zehn Schulkindern verfügen noch nicht über eine ausreichende Gesundheitskompetenz. Sie brauchen Unterstützung, um sich für Gesundheitsthemen zu interessieren, das nötige Grundwissen aufzubauen und Informationen aus dem Internet kritisch einzuordnen. Dabei spielen soziale Herkunft und Schulform eine erhebliche Rolle. Schulkinder mit geringerem Sozialstatus und geringerer Bildung verfügen seltener über eine ausreichende Gesundheitskompetenz. Ausgelaugt und übermüdet: Fast die Hälfte der Schulkinder hat Schlafprobleme
Der Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit zeigt für Mecklenburg-Vorpommern, dass 2024 rund 23 von 1.000 DAK-versicherten Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 17 Jahren mit einer Angststörung behandelt wurden. Das entspricht hochgerechnet landesweit rund 4.300 Kindern und Jugendlichen. Seit 2021 bleiben die Zahlen in allen Altersgruppen auf einem konstant hohen Niveau. Auch Depressionen werden gegenwärtig immer häufiger diagnostiziert. MV: Psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen bleiben hoch

 

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