Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 in Mecklenburg-Vorpommern leicht gesunken
DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von rund 60.000 Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern
Krankenstand liegt mit 6,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert – bundesweit dennoch höchster Krankenstand
DAK-Landeschef Mirwald begrüßt Pläne zur Teilkrankschreibung

Schwerin, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 6,4 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 60.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet wurden. Nach der Analyse gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 16 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen einen Anstieg um zehn Prozent. Dennoch sorgen Erkrankungen der Atemwege für den größten Anteil am Krankenstand. Der Krankenstand in Mecklenburg-Vorpommern ist bundesweit am höchsten.
„Der weitere Rückgang des Krankenstands ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in unserem Land. Dennoch haben wir im Vergleich mit anderen Bundesländern den höchsten Krankenstand. Umso wichtiger ist es, die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu stärken und Gesundheitsthemen frühzeitig in den Betrieben zu verankern. Investitionen in Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement leisten hierbei einen wichtigen Beitrag, um Mitarbeitende generationenübergreifend gesund und leistungsfähig zu halten. Als DAK-Gesundheit unterstützen wir Unternehmen mit individuellen Angeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Dazu kann auch die Teilkrankschreibung beitragen, weil sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt Andreas Mirwald, Landeschef der DAK-Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 6,4 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 64 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 6,5 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. Im Nordosten sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 266 auf rund 224 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 16 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen um zehn Prozent (von rund 198 Tage je 100 Beschäftigte auf rund 217 Tage). Dennoch sind Atemwegserkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund. Auf dem dritten Platz stehen unverändert psychischen Erkrankungen (rund 206 Tage je 100 Beschäftigte) mit einem Anstieg von acht Prozent.
Erkrankungsdauer bleibt gleich
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine gleichbleibende Entwicklung. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 10,3 Tagen genauso wie in der ersten Jahreshälfte 2025.
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(Copyright: iStock_LightFieldStudios / DAK-Gesundheit)
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Stefan Poetig
Pressesprecher Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
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