„bunt statt blau“: Schülerin aus Schöneberg gewinnt Plakatwettbewerb in Berlin

Bildungssenatorin Günther-Wünsch gratulierte als Schirmherrin der DAK-Kampagne gegen Alkoholmissbrauch 

Berlin, 28. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich bis März bundesweit mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler am diesjährigen Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. Das beste Plakat 2026 aus Berlin kommt von der 17-jährigen Schülerin Virginia Pereira Gomes aus Schöneberg. Sie wurde nun zusammen mit den weiteren Platzierten geehrt. In Vertretung von Schirmherrin Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch übergab Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung die Preise und Urkunden. 

„Bei meinem Bild erhebt sich die Figur aus der zerbrochenen Flasche und erblickt eine faszinierende Landschaft“, kommentiert Virginia Pereira Gomes ihr Plakat. „Es symbolisiert die Befreiung vom Alkohol. Dass es sich immer lohnt, achtsam und präsent im Leben zu sein. Denn nur so kann man sich die schönen Momente wirklich merken. Der Austritt ermöglicht Freiheit und die Möglichkeiten, in einer strahlend bunten Welt." Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann sie den Hauptpreis auf Landesebene in Höhe von 300 Euro. Der zweite Platz ging an eine Teamarbeit der 16-jährigen Schülerin Luise Schneider und der 14-jährigen Angelina Kosov von der Georg-Weerth-Schule in Friedrichshain. Rang drei belegte Maya Kapsch (16) von der Gutenberg-Schule in Lichtenberg. 

Staatssekretärin Henke: „Prävention muss früh ansetzen“
„Die rückläufigen Zahlen beim Rauschtrinken sind ein wichtiges Signal, dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele junge Menschen weiterhin gesundheitliche Risiken eingehen. Prävention muss deshalb früh ansetzen und Jugendliche direkt ansprechen“, betont Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung. „´bunt statt blau‘ zeigt, wie wirksame Aufklärung gelingt, wenn Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Perspektiven einbringen. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren Leistungen und danke der DAK-Gesundheit für ihr kontinuierliches Engagement in der Prävention.“ 

Berlin: deutlich weniger jugendliche Rauschtrinker
„Erfreulicherweise verliert das Rauschtrinken von jungen Menschen in unserer Stadt weiter an Bedeutung“, sagt Volker Röttsches, Landeschef der DAK-Gesundheit in Berlin. „Leider trinken noch immer viele Kinder und Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Deshalb setzten wir gemeinsam mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch unsere erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort. Ich bin beeindruckt mit welcher Kreativität und starken Botschaften die Schülerinnen und Schüler sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt haben.“ Laut Daten des Statistischen Bundesamts mussten 8.781 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Jahr 2024 in deutschen Krankenhäusern behandelt werden, ein erneuter Rückgang um 5,3 Prozent zum Vorjahr. In Berlin sank die Zahl der sogenannten Rauschtrinker im Alter von 10 bis 19 Jahren um rund 11 Prozent auf 130. Im Jahr davor waren es noch 146.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) Prof. Dr. Reiner Hanewinkel die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt. 

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

Downloads

Bild herunterladen (Copyright: DAK-Gesundheit/Stefan Poetig)
v.li.: Volker Röttsches, Landeschef der DAK-Gesundheit, Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung des Landes Berlin, Virginia Pereira Gomes und Heide Mutter, Landessuchtbeauftragte

Ihr Kontakt

Stefan Poetig

Pressesprecher Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

Beuthstr. 6
10117 Berlin

Aktualisiert am:
Telefonkontakt
040 2364855 9411

Oder per E-Mail an presse@dak.de