Bayerische Impfwoche: HPV-Impfung bleibt zentrale Vorsorgeaufgabe in Bayern

  • DAK-Gesundheit und Bayerische Gesundheits- und Präventionsministerin rufen zu mehr Vorsorge auf
  • Krankenkasse übernimmt Kosten für Impfberatung 

München, 2. Juli 2026. Anlässlich der 8. Bayerischen Impfwoche rückt die DAK-Gesundheit in Bayern die HPV-Impfung als wichtigen Bestandteil der Krebsprävention in den Fokus. Auswertungen des bayerischen DAK-Kinder- und Jugendreports zeigen: Im Jahr 2023 stiegen die Erstimpfungen der DAK-versicherten Kinder gegen Humane Papillomviren (HPV) im Freistaat um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erhielten hochgerechnet rund 87.600 Mädchen und Jungen erstmals eine von mindestens zwei erforderlichen Impfdosen. Trotz dieser positiven Entwicklung liegt die Zahl der Erstimpfungen noch immer rund 21 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Insgesamt sind die Impfquoten nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums weiterhin zu niedrig – nur rund 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und rund 30 Prozent der gleichaltrigen Jungen sind laut aktuellen Daten des RKI im Freistaat vollständig gegen HPV geimpft. Die DAK-Gesundheit und die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach rufen deshalb zu mehr Vorsorge auf. 

„Die aktuellen Zahlen für Bayern zeigen zwar einen Aufwärtstrend, gleichzeitig bestehen weiterhin deutliche Impflücken“, sagt DAK-Landeschef Rainer Blasutto. „Jede versäumte HPV-Impfung ist eine verpasste Chance auf wirksame Krebsprävention. Deshalb müssen wir Eltern noch gezielter ansprechen, Zugänge zur Impfung vereinfachen und Prävention konsequent im Alltag von Kindern und Jugendlichen verankern.“

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach betont: „HPV-Infektionen sind die Hauptursache für bestimmte Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs oder auch Tumore im Mund- und Rachenraum. Leider sind die Impfquoten in Deutschland noch immer zu niedrig, ganz besonders bei den Jungen! Deshalb liegt unser Fokus bei der diesjährigen Bayerischen Impfwoche auf der HPV-Impfung. Ziel ist es, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen, denn: Mit einem kleinen Pieks kann man sich wirksam vor diesen Krebserkrankungen schützen!“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren vor dem ersten Sexualkontakt. In dieser Altersgruppe zeigte sich zuletzt eine positive Entwicklung mit steigenden Erstimpfungen. 

Kostenübernahme und Beratung zur HPV-Impfung 
Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für eine HPV-Impfung für alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahre. „Auch später ist eine HPV-Impfung oft sinnvoll. Wir übernehmen zudem die Kosten für die HPV-Impfung für junge Erwachsene. Das heißt, Frauen und Männer können sich auch unter bestimmten Voraussetzungen ab dem 18. Geburtstag bis zum Alter von einschließlich 26 Jahren impfen lassen“, ergänzt Blasutto. Um die Vorsorge weiter zu stärken, bietet die DAK-Gesundheit zusätzlich eine umfassende Impfberatung an: In Kooperation mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) erhalten Eltern sowie Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren bundesweit eine kostenfreie Beratung in Kinder- und Jugendarztpraxen. Ziel ist es, fundierte Entscheidungen für die Gesundheit zu ermöglichen und offene Fragen zur HPV-Impfung zu klären.

Bayerische Impfwoche als Impuls für mehr Vorsorge
Mit der Bayerischen Impfwoche setzen zahlreiche Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen ein gemeinsames Zeichen für bessere Impfquoten und mehr Aufklärung. Humane Papillomviren werden meist durch engen körperlichen Kontakt übertragen und können verschiedene Krebsarten auslösen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2030 mindestens 90 Prozent der Mädchen vollständig gegen HPV geimpft sein sollen. Deutschland und insbesondere Bayern sollen daher deutlich näher an dieses Präventionsziel herangeführt und HPV-bedingte Krebserkrankungen langfristig wirksam reduziert werden. Die Kasse unterstützt daher alle Initiativen, die das Bewusstsein für eine HPV-Impfung zur Krebsprävention stärken und den Zugang zur Impfung erleichtern.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten, davon rund 753.000 in Bayern, die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands und engagiert sich besonders für Kinder- und Jugendgesundheit. Weitere Informationen unter: dak.de/hpv

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