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Was bringen Fitnesstracker in der Schwangerschaft?

Wenn dir dein Fitnesstracker im Laufe deiner Schwangerschaft mitteilt, dass du ein Tagesziel erreicht oder deinen persönlichen Rekord übertroffen hast, kann dir das die sprichwörtlichen Flügel verleihen. Sich in kleinen Schwangerschaftsschritten mit Spaß an der Bewegung zu verbessern, aktiver zu werden und mit mehr Wohlbefinden, Gesundheit und Fitness zu leben – das sind tolle Ziele und unterstützen einen gesunden Schwangerschaftsverlauf. Beachte bitte immer, es dabei nicht zu übertreiben. Du bereitest dich schließlich nicht auf einen Marathon vor, sondern tust dir und dem kleinen Wunder, das du unter deinem Herzen trägst, etwas sehr Gutes. Daher solltest du deine sportlichen Aktivitäten während deiner Schwangerschaft immer erst nach Rücksprache mit deiner behandelnden Gynäkologin oder Gynäkologen beginnen.

Was können Fitnesstracker in der Schwangerschaft alles tracken?

Die Ausstattung moderner Fitnesstracker kann sich sehen lassen. Er misst etwa lineare Bewegungen mit einem Beschleunigungssensor und zeichnet diese auf.

Die gewonnenen Daten verwenden verschiedene Algorithmen und spielen diese Daten leicht verständlich über Statistiken oder Diagramme meist direkt über das Armband aus. Es gibt auch Modelle, bei denen du die Ergebnisse über eine App erhältst. Neben den genannten Sensoren verfügen Top-Modelle auch über weitere wie Barometer, Thermometer oder einen Kompass.

Für dich als Schwangere ist es spannend, dass Fitnesstracker vor allem auch folgende Dinge überwachen können:

  • Schrittzahl
  • Kalorienverbrauch
  • Schlafüberwachung
  • Herzfrequenzmessung
  • GPS
  • Trainingsprogramm-Funktion
  • Smart Notification

Der Fitnesstracker zählt deine Schritte

Der Schrittzähler gehört zur Standardausstattung bei Fitnesstrackern. Abhängig vom Hersteller zählen diese nicht nur, sie schlagen dir auch ein Tagespensum vor. Das liegt meist zwischen 6.000 und 10.000 Schritten. Bei 8.000 Durchschnittsschritten würdest du rund 5,6 Kilometer am Tag zu Fuß unterwegs sein. Damit dein persönlicher Fitnesstracker während deiner Schwangerschaft korrekte Daten liefert, gib hier dein Alter, deine Größe und dein jeweils aktuelles Gewicht ein.

Der Fitnesstracker misst deinen Kalorienverbrauch

Dein Gewicht und dein Status als Schwangere spielen auch beim Festlegen des empfohlenen Kalorienverbrauchs eine Rolle. Das Gerät kann mit  beiden samt deinem Alter und deinem Geschlecht deinen Grundumsatz an Kalorien berechnen. Der Grundumsatz legt fest, welche Menge an Kalorien dein Körper in vollkommener Ruhe verbraucht, um alle Körperfunktionen und die deines Kindes aufrechtzuerhalten.

Da du beim Sport in der Schwangerschaft aber wissen willst, wie hoch dein Kalorienverbrauch ist, verwenden die Geräte  das MET – das metabolische Äquivalent. Die im MET angegebenen Werte referieren auf deinen Grundumsatz. Davon ausgehend sagt dir der Fitnesstracker, wie viel eine bestimmte Aktivität Kalorien im Vergleich zum Grundumsatz verbrannt hat. Wenn du zum Beispiel langsam joggst, verbraucht dein Körper durchschnittlich 6 bis 8 MET. Das bedeutet, er benötigt für das Aufrechterhalten aller Körperfunktionen das 6- bis 8-Fache von dem Wert, den du in Ruhe hast.

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Der Fitnesstracker überwachen den Schlaf

Guter Schlaf ist für Schwangere besonders wichtig. Er fördert dein und das Wohlbefinden deines Kindes. Im Verlauf des Schlafes gibt es verschiedene Phasen. Dazu zählen die Einschlafphase, der leichte Schlaf und der tiefe Schlaf. Im Tiefschlaf erholst du dich besonders gut. Deine Atmung ist flach, deine Muskeln entspannt und dein Gehirn läuft in einem erholsamen Sparmodus.

Mit einem Fitnesstracker oder einem Fitnessarmband kannst du jede Bewegung aufzeichnen – auch jene, während du schläfst. Erkennt dein Tracker, dass du dich wenig bewegst, heißt das meist, dass du und dein  Kind einen erholsamen Tiefschlaf genossen habt.

Der Fitnesstracker misst deine Herzfrequenz

Über den Puls an deinem Handgelenk messen moderne Fitnesstracker auch die Herzfrequenz. Das Gute an dieser Methode, speziell für Schwangere, ist, dass du keinen einengenden Brustgurt tragen musst. Dieser würde bei Schwangeren, bei denen die Brüste im Verlauf der neun Monate ohnehin wachsen, vermehrt unangenehme Druckstellen erzeugen.

Deine Herzfrequenz sagt viel darüber aus, wie intensiv deine sportliche Aktivität ist. So kannst du einfach steuern, ob du langsamer laufen solltest oder dich sogar noch etwas mehr auspowern kannst. Das ist vor allem auch für jene Schwangere eine Erleichterung, die gerade erst mit dem Sport angefangen haben. Damit kannst du einer Überbelastung deines Körpers rasch entgegensteuern.

Der Fitnesstracker erkennt per GPS den Standort

Seit kurzer Zeit können Fitnesstracker direkt mit einem Satelliten kommunizieren. Diese GPS-Funktion war früher nur über die Verbindung mit einem Smartphone durchzuführen. Heute kannst du mit modernen Fitnesstrackern deine Lauf-, Geh-, Wander- oder Fahrradstrecke aufzeichnen. Verbinde das mit den anderen Daten wie dem Kalorienverbrauch oder der Herzfrequenz, und du erhältst verlässliche Aussagen über deinen Fitnessgrad.

Der Fitnesstracker gibt dir ein Trainingsprogramm vor

Premiumgeräte schlagen dir verschiedene Distanzen fürs Laufen, Walken oder Radfahren vor. Auch Coaching-Programme werden vermehrt genutzt. Diese sind meist Apps, die du direkt über dein Fitnessarmband abrufen kannst. So kannst du passende Videos mit Anleitungen zum Training für Schwangere ansehen, zu Atemübungen oder anderen Trainingsinhalten. Achte aber darauf, dass diese Apps bei verschiedenen Herstellern kostenpflichtig sind.

Der Fitnesstracker als dein Allround-Begleiter in der Schwangerschaft

Fitnesstracker sind  smart. Sie informieren dich über eingehende Anrufe und Nachrichten, erinnern dich an Termine und verbinden dich auf Wunsch mit deinen sozialen Netzwerken. Immer beliebter werden Fitnesstracker, die einen Musikplayer integriert haben. Diese können dir beim Sport in der Schwangerschaft motivierende Tracks spielen.

Ist es ratsam, während der Schwangerschaft einen Fitnesstracker zu tragen?

Jetzt wird es etwas technisch. Elektrische Geräte wie Fitnesstracker, aber auch Smartphones, Handys, Wearables oder Hochspannungsleitungen, erzeugen hochfrequente elektromagnetische Felder – kurz EMF. Die davon erzeugte Strahlung kann gemessen werden. Bei einem aktuellen Grenzwert zwischen 40 und 61 Volt pro Meter beträgt die Durchschnittsbelastung momentan 0,21 V/m. Handys und Fahrzeuge mit einem E-Motor (ÖPNV) haben eine leichte, wenn auch deutlich höhere Strahlenintensität als Fitnesstracker.

Wenn du also im Alltag ein Smartphone nutzt, ist das Strahlenrisiko durch einen Fitnesstracker zu vernachlässigen. Dennoch, Strahlung entsteht. Sprich auf jeden Fall mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über das Thema Fitnesstracker während deiner Schwangerschaft.

Dein Umgang mit dem Fitnesstracker während der Schwangerschaft

Deine wichtigste Ansprechperson für Gesundheitsfragen während der Schwangerschaft ist deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt. Dein Fitnesstracker kann zwar Daten liefern, interpretieren kann er aber nicht so gut. Dazu benötigt man die Erfahrung des medizinischen Fachpersonals.

Mit einem Fitnesstracker kann es dir auch passieren, dass du dich selbst zu sehr unter Druck setzt. Wenn die Werte auf deinem Tracker nicht den Vorgaben oder deinen Vorstellungen entsprechen, kann dies auch zu Unsicherheit führen. Wir raten dir, deine Schwangerschaft ohne selbstgemachten Stress zu genießen. Wenn deine Sport-Kontakte in den sozialen Medien dich zu sehr stressen, poste deine Ergebnisse und Daten dort einfach nicht mehr.

Klar, es gibt guten Stress, aber in der Regel ist Stress meist negativ für die Entwicklung des Kindes. Wenn dich der Fitnesstracker also zu sehr anstrengt, leg ihn einfach zur Seite. Er soll eine Hilfe, keine Belastung für dich sein.