Verhältnisprävention: Schulen zu einer gesundheitsfördernden Institution entwickeln

fit4future optimiert Rahmenbedingungen: Verhältnisprävention/System Schule

Schulbedingungen verbessern und erweitern

Kinder, die im Unterricht angeregt werden, mehr Obst zu essen, müssen auch frisches Obst in der Schule angeboten bekommen. Gleiches gilt für körperliche Aktivitäten. Und zu einer gesunden Schule gehören auch gesunde und motivierte Lehrkräfte. fit4future unterstützt nicht nur das gesundheitsfördernde Verhalten der Schüler, sondern optimiert auch die Verhältnisse. Das Programm bietet zusätzlich zu den drei Modulen Bewegung, Ernährung und Brainfitness für den Bereich Schuloptimierungen auch sechs vorbeugende Maßnahmen an. Aus den sechs Schwerpunktthemen werden zwei ausgewählt und innerhalb der drei Projektjahre realisiert. Da jede Schule spezielle Strukturen und Bedürfnisse hat, ist es wichtig, sich gemeinsam auf passende Themenfelder zu einigen.

1. Gesunde Schule als Leitbild

Eine gesunde Schule fördert nicht nur die Gesundheit der Schüler, sondern führt langfristig auch zur Verbesserung der Lehrergesundheit und verbessert das Schulklima. Dafür ist es zunächst wichtig, stabile Strukturen zu schaffen, wie beispielsweise ein Pausenverkauf mit gesunder, abwechslungsreicher Verpflegung und attraktive Bewegungsräume. Dazu gehören jedoch auch gesunde Organisationsabläufe bei denen ein fester Rhythmus den Takt des Schultages vorgibt, unter anderem mit fest eingeplanten Bewegungszeiten. Darüber hinaus muss eine gute Kommunikationskultur zwischen allen Beteiligten geschaffen werden. Im Themenschwerpunkt „Gesunde Schule als Leitbild“ erhalten die Lehrer Hilfestellungen, wie sie ein auf Gesundheit ausgerichtetes Leitbild erfolgreich an ihrer Schule etablieren.

2. Lehrergesundheit

Lehrerinnen und Lehrer werden in Deutschland immer stärker gefordert: Neben längeren Schulzeiten gibt es auch zahlreiche Zusatzaufgaben, die Lehrer mit ihren Schülern bewerkstelligen sollen. Dazu zählen beispielsweise gemeinsame Mahlzeiten, Radfahren und Schwimmen lernen bis hin zu individuellen Fördermaßnahmen. So wird es immer wichtiger, dass Lehrer auch auf ihre eigene Gesundheit achten – denn guter Unterricht erfordert gesunde Lehrer. Im Leitfaden werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die Lehrer haben, um ihre Gesundheit zu stärken. Auch werden Aspekte zu Maßnahmen der Schulorganisation beschrieben, welche die Gesundheit der Lehrer fördern können.

3. Netzwerk Bewegung

Regelmäßige körperliche Betätigung ist ein wesentlicher Baustein, um die Entwicklung von Übergewicht und den Folgeerkrankungen zu verhindern. Kinder sollen deshalb täglich mehr als 60 Minuten körperlich aktiv sein. Doch bei vielen Kindern geht bereits im Grundschulalter der Umfang der körperlichen Aktivität zurück. Daher müssen in den Schulen zusätzliche Sportangebote etabliert werden – im Ganztag, als bewegte Pause, in Kooperation mit Sportvereinen. Mehr Informationen zur Umsetzung liefert der Themenschwerpunkt „Netzwerk Bewegung“.

4. Gesunde Schulverpflegung

Durch das Angebot einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wird die Gesundheit direkt gefördert. Allerdings gibt es hier noch viel Verbesserungsbedarf, da es in Deutschland keine verbindlichen Regeln gibt, welche Lebensmittel an Schulen verkauft werden dürfen oder nicht. Zu oft wird das Angebot in der Mensaverpflegung oder beim Pausenverkauf davon bestimmt, was sich am besten verkauft. Die Schule hat hier vielfältige Möglichkeiten gegenzusteuern. Im Themenschwerpunkt „Gesunde Schulverpflegung“ sollen der Pausenverkauf und die Mittagsverpflegung an der Schule optimiert werden. Ebenso gibt es Aktivitäten in den Klassen, die Kindern zeigen, wie man selbst kleine Mahlzeiten - zum Beispiel ein Frühstück oder das Pausenbrot - zubereitet.

5. Schule als gesunder Raum

Ob Klassenzimmer gern zum Lernen einladen, hängt von Größe, Einrichtung, aber auch dem Lärm und den Lichtverhältnissen ab. Wann ist ein Lehrerzimmer ein gesunder Arbeitsplatz? Wie wird eine Schule zur "Wohlfühlschule"? Und um Bewegung selbstverständlich werden zu lassen, ist eine bewegungsmotivierende Umgebung in den Turnhallen oder auf den Freiflächen der Schule nötig. Im Baustein „Schule als gesunder Raum“ werden verschiedene Praxisbeispiele gezeigt. Außerdem werden Hilfestellungen gegeben, wie eine Umgestaltung umgesetzt werden kann.

6. Erfolgreiche Elternarbeit

Die Bildung und Erziehung von Schülern gelingt besser, wenn Schulen und Eltern an einem Strang ziehen. Zusammen können Lehrer und Eltern das Schulleben gestalten, zum Beispiel bei gemeinsamen Elternabenden, Fortbildungen oder Sommerfesten. So wird die ganzheitliche Entwicklung des Kindes optimal gefördert. Im Leitfaden wird gezeigt, welche Aspekte zur Elternarbeit gehören, warum ein Elternabend mehr als eine „notwendige Pflicht“ ist, wie gute Elternkommunikation gelingen kann und wie die Eltern als Unterstützer gewonnen werden.

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Zuletzt aktualisiert:
Mon Sep 12 10:37:09 CEST 2016

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