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Tiefe Hocke: Komma runter!

Die einen nennen es Squat Sitting, die anderen Tiefe Hocke. Fakt ist: Als Kind können wir stundenlang in dieser natürlichen Sitzposition verharren, doch im Laufe des Lebens verlieren die meisten von uns diese Fähigkeit. Fehlbelastungen, ständiges Sitzen und High Heels verkürzen unsere Muskeln und Bänder in den Beinen und im Rumpf. Wer dies nicht durch regelmäßigen Sport und Dehnübungen ausgleicht, wird mit den Jahren steifer und unbeweglicher. Und so kommen wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr runter oder kippen beim Hocken einfach um. Ein Blick in ferne Länder zeigt, dass diese Entwicklung nicht für alle Erwachsenen gilt. Viele Naturvölker relaxen, essen, trinken und besprechen Probleme in dieser Pose – egal ob jung oder alt. 

Benefits der „Tiefen Hocke“

Squats aller Art beanspruchen vor allem die Oberschenkel-, Gesäß- und Rumpfmuskulatur und kräftigen diese nachhaltig. Trainiert man die „Tiefe Hocke“ regelmäßig und steigert die Zeit in der Beugephase, wirkt sich dies günstig auf die Elastizität der Hüfte und der Sprunggelenke aus. Außerdem erfahren die Wadenmuskeln und Achillessehnen im Squat Sitting eine großartige Dehnung. Ganz nebenbei wird die Balance verbessert – die Trainingspose ist also ein echtes Rundum-Workout für zwischendurch.

Übung macht den Meister

Kleinkindern fällt die „Tiefe Hocke“ besonders leicht, weil ihre Gelenke noch sehr elastisch sind und der Oberkörper meist länger ist als die Oberschenkel. Dies ist günstig für den Schwerpunkt und das Gleichgewicht. Wer einen kurzen Oberkörper und lange Oberschenkel hat, tut sich hingegen etwas schwerer. Grundsätzlich aber gilt: Jeder gesunde Mensch kann direkt mit dem Training starten und wird schon sehr bald eine Steigerung seiner Leistungsfähigkeit bemerken. Wer allerdings gesundheitliche Probleme mit den Knien, Hüften, dem Gleichgewicht oder starkem Übergewicht hat, sollte vorab mit dem Arzt sprechen. Unser Tipp für alle Einsteiger: Taste dich langsam an das Squat Sitting heran und arbeite am Anfang mit einer Stützhilfe. Es ist außerdem effektiver, mehrmals am Tag für eine kurze Zeit in der Hocke zu verharren, als die Position nur einmal täglich einzunehmen und auszuhalten, bis nichts mehr geht. 
Worauf du außerdem bei der Übung achten solltest und wie du dich langsam steigern kannst, zeigt dir Patric Heizmann in diesem Video.