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Symptome: Woran erkenne ich einen Reizdarm?

Die Symptome für einen Reizdarm sind sehr unspezifisch und äußern sich bei jedem Patienten unterschiedlich. So kann es nicht nur zu immer wiederkehrenden Durchfällen oder Verstopfung kommen, sondern auch ein ständiger Wechsel beider Symptome ist möglich. Einige Patienten leiden zudem unter Bauchschmerzen, Krämpfen oder Blähungen. 

Häufig entstehen in Zusammenhang mit den körperlichen Symptomen auch psychische Belastungen: Betroffene ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, weil sie sich für ihre Verdauungsprobleme schämen und nicht möchten, dass andere es mitbekommen. Außerdem fühlen sich viele Patienten nur sicher, wenn eine Toilette in der Nähe ist – und lehnen aus diesem Grund diverse Aktivitäten ab.
 

Ursachen: Wie kommt es zum Reizdarmsyndrom?

Die Ursache für einen Reizdarm liegt in einer gestörten Darmbewegung und einer Überempfindlichkeit der Darmschleimhaut. Einige Betroffene weisen zudem eine besonders niedrige Schmerzschwelle im Darm auf. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Entstehung der Krankheit beizutragen scheint, sind psychische Belastungen wie Ängste, Dauerstress oder Trauer. Oftmals ist es auch ein Zusammenspiel dieser körperlichen und seelischen Beschwerden, das zum Reizdarm führt.

Diagnose: Wie wird ein Reizdarm festgestellt?

Die Reizdarm-Diagnose erfolgt durch das Ausschlussverfahren. Im ersten Schritt tastet der Arzt, im Idealfall ein Gastroenterologe, den Bauch äußerlich ab, um eventuelle Verhärtungen und Schmerzstellen aufzuspüren. Durch eine Ultraschalluntersuchung kann er außerdem feststellen, ob die Beschwerden von der Leber oder Galle herrühren. Eine zusätzliche Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob Entzündungen im Körper vorliegen. 

Bleiben all diese Verfahren ergebnislos, raten Ärzte zu einer Darmspiegelung. Lassen sich auch bei dieser Untersuchung keine nachweisbaren Veränderungen im Darm feststellen, liegt höchstwahrscheinlich ein Reizdarm vor.

Therapie: Wie wird ein Reizdarm behandelt?

Die Behandlung richtet sich vor allem nach der Schwere und der Ursache der Symptome. Leichte Beschwerden lassen sich oft schon mit einer Ernährungsumstellung lindern. Ein Ernährungstagebuch hilft herauszufinden, welche Lebensmittel der Verdauung besonders zu schaffen machen. Die meisten Reizdarm-Patienten haben vor allem Probleme mit blähenden Gemüsesorten wie Kohl, Bohnen und Zwiebeln. 

Auch Patienten, die unter dauerhaften Stress leiden, sind manchmal von einem Reizdarm betroffen. Hier kann die Teilnahme an Kursangeboten zur besseren Stressbewältigung helfen. Der Gastroenterologe verschreibt in manchen Fällen auch entsprechende Medikamente gegen die jeweiligen Beschwerden des Patienten – etwa ein leichtes Abführmittel oder ein Medikament gegen Durchfall. Beides sollte jedoch nicht dauerhaft eingenommen werden, da sonst Nebenwirkungen drohen. 
 

Vorbeugung: Wie verhindere ich einen Reizdarm?

Auch wenn die Entstehung eines Reizdarms nicht immer beeinflussbar ist, kann es helfen, auf einen verdauungsfreundlichen Alltag zu achten:

  • Trinken Sie stilles statt sprudelndes Wasser.
  • Ersetzen Sie Kaffee so oft es geht durch Kräutertee.
  • Treiben Sie mehrmals in der Woche Sport.
  • Schlafen Sie mindestens sieben bis acht Stunden pro Nacht.
  • Bauen Sie Stress ab – Yoga oder autogenes Training sind nur zwei der vielen Möglichkeiten.
  • Kochen Sie frisch – Fertiggerichte enthalten Zusatzstoffe und Zucker.
  • Nehmen Sie mehrere kleine, statt wenige große Mahlzeiten ein.
  • Nehmen Sie Ballaststoffe nur in Maßen auf! Alles andere überfordert die empfindliche Verdauung.

Tipps: Was tut dem Darm gut?

  • Wärme, etwa durch ein heißes Bad oder eine Wärmflasche, wirkt krampflösend und schmerzlindernd.
  • Bauch-Selbstmassagen entspannen und sorgen für Wohlbefinden.
  • Ein Tee mit Kamille oder Fenchel beruhigt den Magen-Darm-Bereich.
  • Ein Esslöffel Leinsamen (zum Beispiel im Joghurt) bringt die Verdauung auf Trab.