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Welche Symptome lösen Rückenschmerzen aus?

Neben dem klassischen Schmerzsymptom treten noch weitere Beschwerden in Verbindung mit Rückenschmerzen auf. Denn unzählige Nervenbündel treten zwischen den einzelnen Wirbeln heraus und versorgen unterschiedliche Regionen des Körpers. Stimmt im Rücken etwas nicht, kann sich das deshalb an anderer Stelle im Körper bemerkbar machen.

Rückenbeschwerden im Kopf-Schulter-Bereich können Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Übelkeit, Trigeminusneuralgie, Tinnitus, einen Hörsturz, Sehstörungen oder Kiefergelenkprobleme verursachen. Außerdem kann es zu Schmerzen im Ober- und Unterarm sowie in Händen und Fingern kommen.

Rückenbeschwerden im Brustbereich können Herzstiche, Herzrasen oder sogar herzinfarktähnliche Symptome hervorrufen. Ist der Bereich betroffen, der Lunge, Bronchien und Brustkorb versorgt, kann es zu Asthma und Bronchitis kommen. Auch Sodbrennen, Magenbeschwerden und Aufstoßen sind möglich.

Rückenbeschwerden im unteren Bereich der Wirbelsäule können Verstopfung, chronisches Blasenleiden, Impotenz oder Menstruationsstörungen verursachen. Möglich sind zudem Taubheitsgefühle in den Beinen, Wadenkrämpfe und Beschwerden in den Füßen.


Ursachen: Was löst Rückenschmerzen aus?

In vielen Fällen führen muskuläre Verspannungen zu Schmerzen. Doch ob Sie nun unter einem verspannten Nacken leiden, ein Stechen im Kreuz verspüren oder der untere Rücken schmerzt: Die Ursachen können immer körperlicher oder auch psychischer Art sein. Zu den körperlichen Ursachen gehören Bewegungsmangel, eine zu schwache Muskulatur, Übergewicht oder Fehlhaltungen in Beruf und Freizeit. Psychische Ursachen können Stress oder Depressionen sein.


Wie erfolgt die Diagnose bei Rückenschmerzen?

Wenn Sie sich wegen Rückenbeschwerden in ärztliche Behandlung begeben, erfolgt zunächst eine Anamnese sowie eine körperliche Untersuchung. Der Arzt testet zudem die Muskelkraft, die Beweglichkeit sowie das Berührungsempfinden der Haut. Manchmal sind bildgebende Verfahren wie Röntgen, eine Computertomografie, eine Magnetresonanztomografie, Ultraschall oder eine Positronen-Emissions-Tomografie nötig.

Welche Therapie wird bei Rückenschmerzen angewandt?

Zunächst: 90 Prozent aller akut auftretenden Rückenschmerzen verschwinden innerhalb von zwei Wochen wieder – unabhängig davon, ob sie behandelt werden oder nicht. Oft hilft die Anwendung natürlicher Methoden wie Wärme oder Kälte, Entspannung und leichte Bewegung, um die Schmerzen schnell zu lindern oder zu beheben. Besonders wichtig ist dabei Bewegung: Denn zu viel Schonung oder gar Bettruhe kann die Schmerzdauer verlängern.

Manchmal ist die Einnahme frei verkäuflicher Schmerzmittel notwendig, damit sich der Körper entspannt und die Muskeln wieder locker werden. Beachten Sie dabei: Nehmen Sie nie mehr Schmerzmittel ein als unbedingt notwendig. Länger als drei Tage sollten Sie Schmerzmittel nicht einnehmen.

Wann sollte ich wegen Rückenschmerzen zum Arzt?

Gehen Sie spätestens dann zum Arzt, wenn die Schmerzen in Rückenlage zunehmen, sich in der Nacht verstärken und sie trotz Selbsthilfemaßnahmen nach drei Tagen unverändert stark sind oder sich plötzlich verschlimmern. Ebenfalls zum Arzt gehen sollten Sie bei Schmerzen in Zusammenhang mit folgenden Symptomen:

  • Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühl
  • Kontrollverlust im Bereich des Darms oder der Blase
  • Atembeschwerden
  • zunehmende Schwäche, fehlende Standfestigkeit der Beine und Kraftverlust in Armen und Händen
  • starker Gewichtsverlust in kurzer Zeit sowie Appetitlosigkeit
  • schlechtes Allgemeinbefinden und Fieber oder Schüttelfrost
  • rasche Ermüdung
  • Unfall in der jüngeren Zeit
  • Kortisonbehandlung über einen längeren Zeitraum

Wie kann ich Rückenschmerzen vorbeugen?

Die wichtigste und effektivste Präventionsstrategie von Rückenschmerzen ist Bewegung. Eine ausreichend kräftige Muskulatur ist erwiesenermaßen der beste Schutz vor Rückenschmerzen. In einem Präventionskurs Rückentraining erlernen Sie die dafür richtigen Übungen.