Wie gesund sind Tomaten? Alles zu Nährstoffen, Lycopin und Wirkung

Tomaten sind das Lieblingsgemüse der Deutschen. Sie passen hervorragend in den Salat, als Brotbelag oder in die Pastasoße. Dazu liefern sie wichtige Nährstoffe. Wir schauen uns an, wie gesund Tomaten sind, was Lycopin und Tomatin sind – und ob du den grünen Stilansatz wirklich entfernen musst.
Wie gesund sind Tomaten wirklich?
Tomaten sind sehr gesund, da sie eine Vielzahl von Nährstoffen enthalten und gleichzeitig wenig Kalorien liefern. Nimmt man eine mittelgroße Tomate von rund 100 Gramm, so besteht sie zu etwa 94 Prozent aus Wasser und versorgt dich mit rund 22 Kilokalorien. Sie sind damit ideal, für viele unterschiedliche Mahlzeiten – und passen zur Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu essen.
Welche Nährstoffe stecken in Tomaten?
Nährstoff | Je 100 Gramm rohe Tomate | Kurze Einordnung |
|---|---|---|
| Ballaststoffe | 1,3 Gramm | Pflanzliche Nahrungsbestandteile, die der Körper nicht oder nur teilweise verdaut. Sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl und regt die Verdauung an. |
| Vitamin C | 24,76 Milligramm | Trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. |
| Kalium | 239 Milligramm | Ein Mineralstoff, den der Körper unter anderem für Muskeln und Nervenzellen benötigt. |
| Beta-Carotin | 605 Mikrogramm | Gehört zu den Carotinoiden und kann im Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Vitamin A ist unter anderem für die Augen, das Immunsystem und gesunde Haut wichtig. |
| Folat | 26 Mikrogramm | Gehört zu den B-Vitaminen und spielt unter anderem bei der Zellteilung eine Rolle. |
Wichtig: Forschende gehen davon aus, dass das Zusammenspiel mit weiteren Inhaltsstoffen der Tomate dazu beiträgt, dass Zellen im Körper geschützt werden. Für isoliertes Lycopin sind nach Meinung von Forschenden weitere Studien nötig und eine positive Wirkung ist nicht ausreichend belegt.
Tomaten in der Ernährung
Gekocht oder roh: Was ist bei der Tomate gesünder?
Beide Zubereitungsvarianten haben ihren Platz. Wenn du Tomaten aber erhitzt und zerkleinerst, brechen die Zellwände auf. Dein Körper kommt dann leichter an das Lycopin heran, den roten Farbstoff der Tomate. Tomatenmark, passierte Tomaten und selbst gekochte Soße sind deshalb gute Lycopinquellen. Vitamin C reagiert dagegen empfindlich auf Hitze und geht beim Kochen teilweise verloren.
Für den Alltag heißt das, dass du auf Abwechslung setzen solltest: rohe Tomaten als Snack, gekocht in Soßen, Suppen und Ofengerichten. Und weil Carotinoide fettlöslich sind, hilft ein Schuss Öl bei der Aufnahme im Körper, etwa im Tomaten-Mozzarella-Salat.
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Kann man grüne Tomaten essen?
Grün ist nicht gleich grün, zumindest, wenn es um Tomaten geht. Manche Sorten wie etwa die „Green Zebra“ bleiben im reifen Zustand grün und du kannst sie ohne Bedenken essen. Andere Sorten sind einfach noch nicht reif, solange sie grün sind. Hier solltest du also vorsichtig sein und noch abwarten. Denn unreife Tomaten enthalten Tomatin, ein Giftstoff, mit dem sich die Pflanze gegen Insekten und Pilze schützt. Tomatin gehört zur gleichen Stoffgruppe wie das Solanin, das rohe Kartoffeln für uns ungenießbar macht, ist laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) aber weniger giftig. Wenn Tomaten weiter reifen, wird das giftige Tomatin nach und nach abgebaut. Bei reifen Tomaten enthält auch der grüne Stielansatz nur noch wenig Tomatin. Aus gesundheitlicher Sicht musst du ihn deshalb nicht zwingend entfernen.
Tipp: Du hast beim Einkauf ein paar blassrote oder grüne Tomaten erwischt? Lagere sie ein paar Tage bei deinem Apfelvorrat und bei Zimmertemperatur. Das Reifegas Ethylen, das die Äpfel abgeben, beschleunigt das Nachreifen deiner Tomaten.
Worauf sollte ich beim Einkaufen und Lagern von Tomaten achten?
Heimische Tomaten haben vor allem von Juni bis August Hauptsaison. Dann bekommst du sie besonders frisch und die Kombination aus Saison und kurzen Transportwegen ist für das Klima und für den Geschmack die beste Wahl. Allerdings machen heimische Tomaten nur rund 4 Prozent des Marktes aus. Die meisten Tomaten kommen aus den Niederlanden, Spanien, Marokko und Belgien. Oftmals stammen sie aus dem Gewächshaus. Auch im Winter findest du frische Tomaten im Handel. Dann lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Herkunft und Anbauweise, denn beheizte Gewächshäuser brauchen viel Energie.
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Tipps für den Einkauf:
- Saison und Herkunft beachten: In der heimischen Hauptsaison sind regionale Tomaten eine gute Wahl. Im Winter solltest du dir bewusst machen, dass der Anbau und Transport oft viel Energie verbraucht.
- Die Saison nutzen: Günstige Sommertomaten lassen sich zu Soße einkochen und portionsweise einfrieren.
- Beschaffenheit prüfen: Wähle unversehrte, glatte und feste Tomaten mit einer für die jeweilige Sorte typischen Farbe. Tomaten mit Druckstellen verderben schneller. Sie sind aber ideal, um sie für Suppen und Soßen oder zum Einkochen zu verwenden. Außerdem sind sie oft günstiger.
- Bio wählen: Bio-Tomaten weisen seltener Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf als konventionell angebaute Tomaten. Das bedeutet aber nicht, dass sie zwingend mehr Nährstoffe enthalten.
- Kühl und dunkel lagern: Lagere Tomaten kühl und dunkel, idealerweise bei circa 12 bis 16 Grad Celsius. In den Kühlschrank gehören sie normalerweise nicht, weil Kälte Aroma und Konsistenz beeinträchtigt. Ist es im Sommer sehr warm, kann das Gemüsefach jedoch kurzfristig die bessere Lösung sein. Vor dem Verzehr sollten die Tomaten dann jedoch wieder Zimmertemperatur annehmen, um ihr Aroma zu entfalten.
Häufige Fragen zum Thema „Wie gesund sind Tomaten “?
Du hast noch mehr Fragen zu Tomaten? Hier findest du weitere Antworten.
Sind Dosentomaten genauso gesund wie frische Tomaten?
Welche Tomatensorte enthält besonders viel Lycopin?
Sind Tomaten bei Diabetes geeignet?
Ist Tomatensaft gesund?
Fachbereich der DAK-Gesundheit
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