Sperma & Lusttropfen – alles, was du darüber wissen musst
Ums Sperma ranken sich einige Mythen. So wird zum Beispiel immer wieder behauptet, dass es schnelle und langsame Spermien gibt. Ob das stimmt, was genau Sperma eigentlich ist und warum du in Sachen „Lusttropfen“ äußerst vorsichtig sein solltest, erklären wir dir hier.

Was ist Sperma?
Sexuelle Aufklärung mit Doktorsex
Umut Özdemir, Dr. Sheila de Liz und Volker Wittkamp (v.li.)
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Wenn der Körper sexuell erregt ist, vermischen sich die Keimzellen mit den Sekreten, also mit der Spermaflüssigkeit. Die Spermaflüssigkeit ist ziemlich wichtig, weil die Spermien sonst keine Möglichkeit hätten, die weibliche Eizelle zu erreichen und sie so zu befruchten. Spermaflüssigkeit hat viele tolle Eigenschaften:
- Sie transportiert die Spermien zum weiblichen Ei.
- Sie schützt die Spermien vor dem sauren Milieu und den Abwehrzellen in der Vagina.
- Sie versorgt die Spermien mit der nötigen Energie, um sich bewegen zu können.
Wie viel Sperma produziert ein Mann am Tag?
In jeder Sekunde werden in deinem Körper ca. 1.200 Spermien gebildet. Das bedeutet, dass dein Körper innerhalb von 24 Stunden 104 Millionen Spermien herstellt. Bei einem Orgasmus werden durchschnittlich zwei bis sechs Milliliter Sperma ausgestoßen. Die Anzahl der Spermien, die darin enthalten sind, ist von Mann zu Mann unterschiedlich: Pro Milliliter können es zwischen 20 und 150 Millionen sein.
Was ist der Lusttropfen und warum ist er mit Vorsicht zu genießen?
Ist ein Mann sexuell erregt, tritt an der Penisspitze ein klares, leicht zähes Sekret aus, das umgangssprachlich „Lusttropfen“ genannt wird. Mediziner und Medizinerinnen verwenden dafür den Begriff „Präejakulat“. Das Präejakulat hat die Aufgabe, die Harnröhre auf den Samenerguss, also das Ejakulat, vorzubereiten. Der Lusttropfen schafft dort sozusagen eine Umgebung, in der sich Spermien besonders wohlfühlen.
Auch beim Geschlechtsverkehr hat der Lusttropfen eine Funktion. Hierbei wirkt er als ein natürliches Gleitmittel. Dein Körper produziert den Lusttropfen in den Cowperschen Drüsen, die sich seitlich der Harnröhre, direkt unterhalb der Prostata, befinden.
Oft wird gefragt, ob eine Frau durch den Lusttropfen schwanger werden kann. Die Antwort lautet: Jein. Im Lusttropfen selbst befinden sich keine Spermien, da er nicht aus den Hoden kommt. Aber, und das ist ein äußerst wichtiges Aber, in der Harnröhre können sich noch Spermien vom letzten Samenerguss befinden! Diese können über den Lusttropfen in die Vagina der Frau gelangen und dort zu einer Schwangerschaft führen.
Der Lusttropfen und Geschlechtskrankheiten
Anders sieht die Sache beim Vaginal- und Analverkehr aus. Die Menge an HI-Viren im Lusttropfen kann so hoch sein, dass eine Ansteckung über diese beiden Arten von Sex nicht ausgeschlossen werden kann. Die Schleimhaut im Darm oder auch im Gebärmutterhals ist deutlich empfänglicher für das HI-Virus als die im Mund.
J2: VORSORGEUNTERSUCHUNG
Bei der J2 (zwischen 16 und 17 Jahren) handelt es sich um eine einmalige Vorsorgeuntersuchung. Es geht um Früherkennung körperlicher Probleme sowie Sexualitätsstörungen. Die J2 der DAK-GesundheitPS: Ab 20 Jahren können junge Frauen einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung, auch wegen Früherkennung möglicher Krebserkrankungen.
Fazit:
Um einen vorzeitigen Samenerguss zu verhindern, können Paare und Männer selbst einige Tipps umsetzen. Auch hier können Kondome helfen, weil sie die Empfindlichkeit der Eichel reduzieren.
Häufig gestellte Fragen zu Sperma
Gibt es gute und schlechte „Schwimmer“?
Enthält Sperma viel Eiweiß?
Bestimmt das Sperma über das Geschlecht des Kindes?
Überlebt Sperma an der Luft?
Wird das Sperma mit fortschreitendem Alter des Mannes schlechter?
Je mehr Sperma kommt, desto eher wird die Frau schwanger
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