Vor der direkten Sonne schützen ist das A und O bei einer Sonnenallergie.

Warum bekomme ich eine Sonnenallergie?

Hier gibt DAK-Experten Dr. med. Mark Dankhoff Tipps, wie Sie sich gegen Mallorca-Akne schützen

Eine Sonnenallergie macht aus einem entspannten Sonnenbad eine unangenehme Sache. Dabei ist es oft nicht die Sonne selbst, auf die die Haut so gereizt reagiert. Welche Sonnenallergien gibt es? Und wie kann ich sie behandeln? Tipps erfahren Sie von unserem DAK-Experten Dr. med. Mark Dankhoff.

Was ist eine Sonnenallergie?

Wenn sich während des Sonnenbads rote Flecken und kleine juckende Bläschen vor allem im Dekolleté und auf den Armen bemerkbar machen, stellen die Betroffenen oft selbst die Diagnose: Sonnenallergie. Dabei gibt es den Begriff "Sonnenallergie" in der Medizin gar nicht, sondern der Hautausschlag kann verschiedene Ursachen haben. Zwar spielt der UV-Anteil des Sonnenlichts bei diesen Hautreizungen eine wesentliche Rolle – um eine echte Allergie handelt es sich dabei jedoch nur selten.

Medizin-Experte Dr. med. Mark Dankhoff

DAK-Arzt Dr. med. Dankhoff gibt Tipps zum Thema Sonnenallergie

Polymorphe Lichtdermatose

Die häufigste Form der "Sonnenallergie" ist die Polymorphe Lichtdermatose, auch Sonnenekzem genannt. Hier bilden sich auf den Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt waren, stark juckende Rötungen und Bläschen. Die Betroffenen reagieren bei dieser Art Sonnenallergie empfindlich auf die UV-A-Strahlen der Sonne. Fast jeder Zehnte in Mitteleuropa ist von dieser Erkrankung betroffen – Frauen bekommen den Hautausschlag häufiger als Männer. Die Polymorphe Lichtdermatose kann in jedem Alter auftreten, aber vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen. Mit zunehmender Bräune lässt diese Empfindlichkeit allerdings nach. Häufig bessern sich die Beschwerden aber im Laufe der Zeit. Über die genauen Ursachen gibt es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Welche Sonnenallergien gibt es noch?

  • Wenn Sie vor dem Sonnenbaden Kosmetika oder Parfüms nutzen, können die Inhaltsstoffe in der Kombination mit dem Sonnenlicht zu Schädigungen der Hautzellen führen. Dasselbe gilt auch für Lichtschutzfaktoren in Ihrem Sonnenschutzmittel, Nahrungsmittel oder Medikamente. Diese sogenannte Phototoxische Reaktion äußert sich durch Brennen, Stechen, Rötung und Schwellungen und verstärkter Sonnenbrand – allerdings treten diese Symptome erst Stunden nach der Sonnenbestrahlung auf. Unser Tipp: Wenn Sie Medikamente einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt nach möglichen Wechselwirkungen der Arzneien mit dem Sonnenlicht.
  • Bei der sogenannten Mallorca-Akne reagieren bestimmte Emulgatoren oder Fette der Sonnenmilch oder anderer Körperpflegeprodukte mit den UV-Strahlen des Sonnenlichts. Rote Flecken, Knötchen und Bläschen sowie ein starker Juckreiz im Dekolleté, der Schulterregion und den Armen sind die Folge.

Wie schütze ich mich vor einer Sonnenallergie

Unser DAK-Experte Dr.med. Mark Dankhoff erklärt:

  • Bei einer feststehenden Diagnose empfiehlt der Arzt eventuell entzündungshemmende Cremes oder Lotionen gegen die akuten Symptome.
  • Ein guter Sonnenschutz ist das A und O, zum Beispiel durch Kleidung und Sonnenschutzmittel. Aber Vorsicht: Manchmal lösen gerade Inhaltsstoffe des Sonnenschutzes die Hautreaktion aus. Dann versuchen Sie es mit fettfreien Sonnenschutzgels aus der Apotheke.
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, erkundigen Sie sich nach Wechselwirkungen mit der Sonne. Manche Arzneimittel erhöhen außerdem die Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Auch ätherische Öle, beispielsweise in Earl-Grey-Tee oder Süßstoffe wie Saccharin können zu allergischen Reaktionen durch Sonnenstrahlen führen.

„Die richtige Ursache für den Hautausschlag herauszufinden ist schwierig. Ein Rezept hilft aber immer, wenn sich die juckenden Pickel ankündigen: Raus aus der Sonne,“ rät DAK-Experte Dr. med. Mark Dankhoff.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Aug 24 13:39:17 CEST 2016

Weitere Informationen

Zum Seitenanfang