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Zysten: Was tun, wenn du einen Knoten in der Brust hast?

Symbolbild Sheila de Liz erklärt Zysten in der Brust

Ist dir beim Abtasten der Brust schon mal ein seltsamer Knubbel aufgefallen, der vorher nicht da war? Dabei könnte es sich um eine Zyste handeln. Diese kleinen Geschwülste kommen bei ziemlich vielen Menschen jeden Alters vor, und zwar an allen möglichen Stellen im Körper. Kurz gesagt: Zysten sind etwas ganz Normales. Häufig bilden sie sich direkt unter der Haut, als weißer oder gelblicher Knubbel. Sie können aber auch in der Kniekehle, im Bauchraum, in der Niere, am Handgelenk, Rücken oder Kiefer auftreten. Heute soll es aber speziell um Zysten in der Brust gehen. Und um Eierstockzysten. Eines vorweg: Mach dir keine allzu großen Sorgen, falls du eine ertasten oder haben solltest. Warum, das erfährst du hier.

Was sind Zysten?

Zysten sind kleine Hohlräume, die sich im Gewebe bilden und von einer Kapsel umgeben sind. Eine Zyste kann aus einer oder mehreren Kammern bestehen, die mit Gewebeflüssigkeit, Blut, Eiter oder Talg gefüllt sind. Das klingt vielleicht erst mal ein bisschen „Urgh!“. In den meisten Fällen wirst du eine Zyste aber überhaupt nicht bemerken. Die kleinen Knötchen sind nämlich in aller Regel gutartig, verursachen keinerlei Beschwerden und bilden sich von allein zurück.

Wie entstehen Zysten?

Zysten können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Treten sie in der Brust auf, hängen sie oft mit der sogenannten Mastopathie zusammen, von der vor allem Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. Das sind gutartige Veränderungen des Brustgewebes, die auf ein Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone zurückzuführen sind. Es gibt verschiedene Formen der Mastopathie. Bei der häufigsten Form wachsen sowohl das Bindegewebe als auch die Drüsenzellen in der Brust besonders stark an, wodurch sich zu viel Flüssigkeit bildet und viele kleine Zysten im Brustgewebe entstehen.

Auch Eierstockzysten hängen mit größeren hormonellen Veränderungen zusammen und treten dadurch gerade in der Pubertät oder in den Wechseljahren auf. Zudem sind Zysten in den Eierstöcken an deinen Zyklus gebunden: Wenn dein Eisprung aufgrund zu vieler ausgeschütteter Hormone ausbleibt, kann es passieren, dass die Schutzschicht der Eierstöcke weiterhin Flüssigkeit produziert. Dadurch kommt es unter Umständen zu einem Überschuss an Flüssigkeit, was die Zystenbildung begünstigt. Aber auch an anderen Stellen können Zysten entstehen – eigentlich überall dort, wo überschüssige Flüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Manchmal entstehen Zysten aber auch in der Folge von chronischen Erkrankungen wie Erbkrankheiten, Stoffwechselerkrankungen oder Tumoren.

Wie gefährlich ist ein Knoten in der Brust?

Eine Zyste hat sehr selten etwas mit Krebs zu tun. Unter bestimmten Bedingungen solltest du aber dennoch genauer hinschauen. Denn je nachdem, welche Ursache sie haben, welches Organ betroffen ist, wie sie sich verhalten und wie groß sie mit der Zeit werden, können Zysten auch Probleme machen. Wenn du einen Knoten in der Brust erspürst, solltest du also auf jeden Fall einen Arzt oder eine Ärztin drüberschauen lassen. So ein Knoten fühlt sich übrigens prall an und lässt sich in der Regel mit den Fingern bewegen. Auch bei dumpfen oder ziehenden Schmerzen im Unterleib solltest du ärztliche Hilfe einholen. Vor allem dann, wenn sie über die üblichen Regelschmerzen hinausgehen. Denn dabei kann es sich um Eierstockzysten handeln, die auf Organe wie die Blase drücken. Damit die Blutzufuhr zum Eierstock nicht unterbrochen wird, muss im Zweifel sogar operiert werden.

Wie werden Zysten behandelt?

Eine Zyste wird in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt oder, je nach Größe des Knotens, von Arzt oder Ärztin ertastet. Wenn eine Zyste entdeckt wird, ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen. Denn in seltenen Fällen hängt ein Knoten in der Brust tatsächlich mit einer schwereren Erkrankung zusammen. Bei den Untersuchungen wird dann geschaut: Ist die Zyste noch da? Ist sie gewachsen? Hat sie sich verändert? Bereitet sie dir Schmerzen? Falls ja, wird dein Arzt oder deine Ärztin mit dir besprechen, wie du die Zyste wieder loswirst.

Aber wie gesagt: Die meisten Zysten bilden sich ohnehin von selbst zurück. Manchmal ist das schon innerhalb eines Zyklus der Fall. Warte also am besten erst mal einen Zyklus ab, bevor du ärztliche Hilfe einholst. Es kann auch sein, dass eine Zyste platzt, was mit einem plötzlichen, stechenden Schmerz einhergeht. Aber auch das ist in der Regel halb so wild. Es sei denn, es handelt sich um sogenannte Schokoladenzysten. Bei dieser Zystenart kann das Platzen auch gefährlich werden. Denn sind die Zysten hier mit Blut gefüllt und bilden sich leider nicht von selbst zurück. Auch das muss operiert werden. Wenn Zysten im Bereich der Eierstöcke auftreten, kommt meist eine Bauchspiegelung mit zwei kleinen Schnitten zum Einsatz. Bei größeren Brustzysten genügt häufig auch eine sogenannte Punktion. Hier sticht man mit einer Nadel in die Zyste, wodurch die Flüssigkeit entweichen kann. Um Brustkrebs und andere Erkrankungen auszuschließen, wird im gleichen Zuge noch geprüft, ob bestimmte Zellveränderungen vorliegen.

J2: VORSORGEUNTERSUCHUNG

Bei der J2 (zwischen 16 und 17 Jahren) handelt es sich um eine einmalige Vorsorgeuntersuchung. Es geht um Früherkennung körperlicher Probleme sowie Sexualitätsstörungen. Die J2 ist eine freiwillige Mehrleistung der DAK-Gesundheit. MEHR INFOS

PS: Ab 20 Jahren können junge Frauen einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung, auch wegen Früherkennung möglicher Krebserkrankungen.

Wie kann ich einem Knoten in der Brust vorbeugen?

Zysten lassen sich in der Regel nicht vermeiden. Vor allem dann, wenn sie eine Vorerkrankung als Ursache haben. Daher ist es auch so wichtig, alle hausärztlichen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und regelmäßig zu einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin zu gehen. Hier können mögliche Veränderungen schnell festgestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn du deinen Körper und mögliche Veränderungen selbst im Blick behältst. Sollte dir ein Knoten in der Brust oder irgendetwas anderes Ungewöhnliches auffallen, zögere auf jeden Fall nicht mit dem Arztbesuch.

Was ganz grundsätzlich zur Vorbeugung beiträgt: Ein gesunder Lebensstil. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und wenig Stress im Alltag. So kann sich dein Körper auf das Wesentliche konzentrieren und die nötigen Reserven für die Selbstheilung und die Zurückbildung von Zysten zur Verfügung stellen.

Fazit

Wenn du einen Knoten in der Brust ertastest, gerate nicht in Panik. Im Normalfall stecken gutartige Zysten dahinter, die kaum bis keine Schmerzen bereiten und von selbst wieder verschwinden. Manchmal können aber auch chronische Erkrankungen die Ursache sein. Behalte also einfach deinen Körper im Blick und nimm alle Vorsorgeuntersuchungen wahr, damit im Fall der Fälle rechtzeitig reagiert werden kann. Vereinbare gern einen Termin bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen, um den Knoten in der Brust kontrollieren zu lassen.

Hast du weitere Fragen, Themenwünsche oder etwas anderes rund um deine Gesundheit auf dem Herzen? Dann schreib uns: doktorsex@dak.de! Wir freuen uns, von dir zu hören.

  • Quellenangaben

    • Greten H.: Innere Medizin, Thieme Verlag, 13. Auflage, 2010
    • Herold, G. et al: Innere Medizin, Herold, 2019
    • Riede, U.-N. et al.: Allgemeine und spezielle Pathologie, Springer Verlag, 2. Auflage, 2017
    • Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek K, 6. Auflage, München Elsevier Urban & Fischer Verlag 2009
    • Breckwoldt M, Kaufmann M, Pfleiderer A: Gynäkologie und Geburtshilfe, 5. Auflage, Stuttgart Thieme Verlag 2008

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