Thüringen: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen
DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von 46.600 Beschäftigten in Thüringen
Krankenstand liegt bei 6,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über den Vorjahreswert
23 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr – psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Kaiser begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Erfurt, 24. Juli 2026. Der Krankenstand in Thüringen ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 6,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 46.600 DAK-versicherten Beschäftigten im Freistaat ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 23 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um zwölf Prozent.
„Der leichte Anstieg des Krankenstands macht deutlich, wie wichtig Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung bleiben. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und zunehmender psychischer sowie körperlicher Belastungen bleibt es eine zentrale Aufgabe, die Gesundheit von Beschäftigten in Unternehmen nachhaltig zu stärken und sie aktiv zu unterstützen. Dazu kann auch die geplante Teilkrankschreibung beitragen, indem sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt Marcus Kaiser, Leiter der DAK-Gesundheit in Thüringen.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 6,1 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 61 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 6,0 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Thüringen sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 260 auf 201 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von 23 Prozent. Damit fallen sie auf Platz zwei der häufigsten Krankschreibungsgründe. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um zwölf Prozent und belegen somit Platz drei. Der häufigste Krankschreibungsgrund sind Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems.
Erkrankungsdauer steigt
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 10,1 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,7 Tage.
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Emma Schwarze
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