Schleswig-Holstein: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 auf Vorjahresniveau
Krankenstand mit 5,6 Prozent auf Vorjahresniveau
14 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr - psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Lubinski begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Kiel, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Schleswig-Holstein ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,6 Prozent und damit auf dem Vorjahresniveau. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 111.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Schleswig-Holstein ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 14 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um 15 Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
„Der stabile Krankenstand ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Gleichzeitig zeigt der Anstieg psychischer Erkrankungen, dass die Herausforderungen für Beschäftigte und Unternehmen groß bleiben. Deshalb müssen wir Prävention und Gesundheitsförderung weiter stärken. Wer frühzeitig in die Gesundheit der Belegschaft investiert, kann dazu beitragen, Belastungen zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten“, sagt DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr mit 5,6 Prozent auf Vorjahresniveau. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 56 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Schleswig-Holstein sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 224 auf 191 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 14 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 15 Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen. Auf dem dritten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.
Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr 2026 bei 9,2 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9 Tage gewesen.
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