Sachsen: Schülerin aus Leipzig gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit rund 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern 

bsb-Landessiegerehrung in Sachsen

Dresden, 29. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Sachsen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 17-jährigen Maja Klemm von der Oberschule Höltystraße in Leipzig. Sie setzte sich gegen rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Freistaat durch und wurde zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in Dresden geehrt. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping ist Schirmherrin des Wettbewerbs.

„Das Mädchen in der blauen Flasche ist angekettet, doch teilweise beginnen sich die Ketten zu lösen. Das soll für die Hoffnung stehen, dass es immer einen Ausweg gibt und man nie aufgeben darf. Die schwarzen Gestalten mit den hellen Augen symbolisieren Gruppenzwang, negative Gedanken und Probleme, die Jugendliche oft begleiten, die aber durch den Alkohol nicht verschwinden, sondern größer werden. Sie sollen auch den Druck der Gesellschaft widerspiegeln und wie schnell Jugendliche mit Problemen abgestempelt werden“, beschreibt Maja Klemm die Idee hinter ihrem Plakat. Die bunten Figuren unten im Bild stünden für „Freundschaft, Gefühle, Unterstützung und die Möglichkeit, sich gegen Alkohol zu entscheiden, um sich sein eigenes ‚Bunt Sein‘ zu bewahren“, so Maja weiter. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin der Oberschule Höltystraße in Leipzig den Hauptpreis von 300 Euro. 

Der zweite Platz ging an Anne Kurze (17) vom Hans-Erlwein-Gymnasium in Dresden. Den dritten Rang belegte die 15-jährige Jessica Leonhardt aus Jahnsdorf im Erzgebirge. Den Sonderpreis „Junge Talente“ erhielt die Teameinreichung der Klassenstufe sieben von der Freien Schule Langenbernsdorf in Werdau.

Sachsens Sozialministerin und Schirmherrin Petra Köpping:
„Neues probieren und Grenzen testen, ist normal für Jugendliche. Es ist eine Tatsache, dass im Alltag Alkohol leider beinahe überall präsent ist. Jugendliche trinken im Schnitt schon mit 15,1 Jahren zum ersten Mal Alkohol. Mit 16,2 Jahren trinken sie sich durchschnittlich erstmals in einen Rausch. Jugendliche sollen über die Risiken informiert sein, auch indem sie sich selbst damit beschäftigen und auseinandersetzen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Präventionskampagne der DAK-Gesundheit auch in diesem Jahr die Folgen des Alkoholkonsums unter jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt. Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt auch in diesem Jahr ermöglicht haben.“

„Jugendliche stehen heute unter vielfältigem Druck – umso wichtiger ist es, frühzeitig über die Risiken von Alkoholmissbrauch zu sprechen. Genau hier setzt ‚bunt statt blau‘ an: Die Kampagne regt junge Menschen dazu an, ihre Gedanken und Erfahrungen kreativ auszudrücken und sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die diesjährigen Plakate aus Sachsen zeigen erneut eindrucksvoll, wie offen und reflektiert sich Schülerinnen und Schüler mit den Folgen von Rauschtrinken beschäftigen. Dieses Engagement macht Mut und bestärkt uns darin, unsere erfolgreiche Präventionskampagne auch im kommenden Jahr fortzusetzen“, sagt DAK-Landeschef Stefan Wandel.

Die Mitglieder der Landesjury
Zur „bunt statt blau“-Landesjury, die aus den eingereichten Kunstwerken die Siegerplakate auswählte, gehörten: 

  • Sandra Gockel, Mitglied des Sächsischen Landtages (CDU)

  • Jan Donhauser, Erster Bürgermeister und Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Dresden

  • Lina Zeeh, Vorsitzende des Landesschülerrats Sachsen

  • Ralf Berger, Präsident Landesamt für Schule und Bildung a.D.

  • Stefan Wandel, Leiter der DAK-Landesvertretung Sachsen 

Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
In Sachsen ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen laut dem Statistischen Landesamt gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 807 Fälle gesunken. Bundesweit mussten 2024 rund 8.800 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit diesem deutlichen Rückgang verzeichnete das Statistische Bundesamt 2024 den niedrigsten Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete Warnhinweise.

Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt. 

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

Downloads

Bild herunterladen (v.l.n.r.) DAK-Landeschef Stefan Wandel, Landessiegerin Maja Klemm (17), Jessica Leonhardt (15, Platz 3), Anne Kurze (17, Platz 2) und Jurymitglied Ralf Berger, Präsident Landesamt für Schule und Bildung a.D.
Copyright: DAK-Gesundheit)

Ihr Kontakt

Emma Schwarze

Pressesprecherin Sachsen und Thüringen

Freiberger Str. 37
01067 Dresden

Aktualisiert am:
Telefonkontakt
040 2364855 9411

Oder per E-Mail an presse@dak.de