Sachsen: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken
DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von 50.400 Beschäftigten in Sachsen
Krankenstand liegt bei 5,5 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter den Vorjahreswert
20 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr – psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Wandel begrüßt Investitionen in gesunde Arbeit sowie Pläne zur Teilkrankschreibung

Dresden, 24. Juli 2026. Der Krankenstand in Sachsen ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 50.400 DAK-versicherten Beschäftigten im Freistaat ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 20 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um fünf Prozent.
„Der leichte Rückgang des Krankenstands in Sachsen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Um diesen positiven Trend fortzuführen, brauchen wir weiterhin konsequente Investitionen in Prävention, Gesundheitsförderung und gute Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig sind flexible Lösungen gefragt, um die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten langfristig zu sichern. Die geplante Teilkrankschreibung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie einen stufenweisen Wiedereinstieg ermöglicht und sowohl Beschäftigten als auch Unternehmen mehr Spielraum gibt“, sagt Stefan Wandel, Leiter der DAK-Gesundheit in Sachsen.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,5 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 55 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,6 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Sachsen sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 241 auf 193 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von 20 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um fünf Prozent. Wie im Vorjahr sind die Atemwegserkrankungen dennoch der häufigste Krankschreibungsgrund. Auf dem zweiten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen. Auf Platz drei folgen psychische Erkrankungen.
Erkrankungsdauer bleibt auf Vorjahresniveau
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse keine Veränderung zum Vorjahr. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,5 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es ebenfalls 9,5 Tage.
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