Kinder- und Jugendgesundheit

Mehr ADHS-Neudiagnosen bei Kindern in NRW

15. September 2026. Immer mehr Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen erhalten eine ADHS-Neudiagnose. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2024 einen Anstieg um zwölf Prozent. Hochgerechnet wurde somit bei rund 44.100 jungen Menschen in NRW erstmals ADHS diagnostiziert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Kinder- und Jugendreports der DAK-Gesundheit für Nordrhein-Westfalen. Besonders auffällig ist die Geschlechterverteilung: Jungen bekommen mehr als doppelt so häufig eine Erstdiagnose wie Mädchen. Gleichzeitig die Neudiagnosen bei Mädchen mit 29 Prozent mehr als doppelt so stark wie bei Jungen mit 14 Prozent. Bei einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) handelt es sich um eine multifaktoriell bedingte Erkrankung, bei der sowohl die Genetik als auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Die DAK-Daten zeigen, dass in NRW 5,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren 2024 mit einer ADHS-Diagnose medizinisch versorgt wurden. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse betont DAK-Landeschefin Berit Schoppen, wie wichtig eine stärkere Vernetzung in der Versorgung junger Menschen ist. 

Mehr Lebensqualität durch Bewegung: DAK-Gesundheit fördert neues Therapieangebot für krebskranke Kinder

19. August 2026. Die DAK-Gesundheit setzt sich aktiv für mehr Lebensqualität in der Kinderkrebstherapie ein: Mit einer gezielten Sport- und Bewegungstherapie sollen die Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen bei Kindern und Jugendlichen gelindert werden. An dem Studien-Projekt ‚BEPPO‘ beteiligen sich drei kinderonkologische Zentren in NRW: das Universitätsklinikum Essen, das Universitätsklinikum Köln sowie das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Köln. Das Projekt wird seit 2025 vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren mit rund 7,3 Millionen Euro gefördert. Neben der DAK-Gesundheit sind auch die Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, die Barmer und die Techniker Krankenkasse Vertragspartner. Laut Zahlen des Deutschen Kinderkrebsregisters aus 2025, erkranken jedes Jahr in Deutschland rund 2.350 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an Krebs.

Schülerteam aus Lippstadt gewinnt Sonderpreis bei Bundeswettbewerb „bunt statt blau“

3. Juni 2026. Der „Sonderpreis Social Media“ beim Bundeswettbewerb „bunt statt blau 2026“ geht nach Nordrhein-Westfalen: Die drei Jugendlichen Neele Raulf, Lara Vossebürger und Clemens Hoferichter aus Lippstadt gewinnen mit ihrem Videobeitrag auf Instagram. Rund 6.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich in diesem Jahr an der Präventionskampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch. Bereits zum 17. Mal suchte die Kasse die besten Plakate und Social Media-Beiträge gegen das Rauschtrinken. Bundesschirmherr ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck. Seit dem Start von „bunt statt blau“ 2010 haben insgesamt fast 150.000 Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren am Wettbewerb teilgenommen.  

„bunt statt blau“: Schülerin aus Bocholt gewinnt Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken in NRW

1. Juni 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Nordrhein-Westfalen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 16-jährigen Schülerin Lina Rudolf aus Bocholt. Sie setzte sich gegen rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im NRW durch. Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen ist Schirmherrin des Wettbewerbs. Im Namen von Schulministerin Dorothee Feller übergab Dr. Tanja Reinlein die Preise und Urkunden.

NRW: Kinder in seelischer Dauerkrise

24. Februar 2026: „Die Ergebnisse des DAK-Kinder- und Jugendreports verdeutlichen die Schwere der Situation und zeigen eine neue Qualität der Belastung. Eine erhoffte Entspannung bei psychischen Erkrankungen ist bislang ausgeblieben. Angststörungen, Depressionen und Essstörungen prägen das Leben vieler junger Menschen inzwischen dauerhaft – besonders bei Mädchen“, sagt Anke Eschweiler, stellvertretende DAK-Landeschefin in NRW. „Es besteht die Gefahr, dass ein Teil dieser Generation langfristig den Anschluss verliert. Psychische Erkrankungen wirken oft bis ins Erwachsenenalter nach und belasten später Familien- und Berufsleben. Umso dringlicher ist eine umfassende Offensive für die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen.“

„bunt statt blau“ 2026: DAK-Gesundheit und Schulministerin Feller starten Aufklärungskampagne gegen Alkoholmissbrauch

06. Januar 2016: „Erfreulicherweise verliert das Rauschtrinken von jungen Menschen in unserem Bundesland weiter an Bedeutung“, sagt Anke Eschweiler, stellvertretende Landeschef der DAK-Gesundheit in NRW. „Immer weniger Kinder und Jugendliche müssen wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden. Dennoch ist jeder einzelne Fall einer zu viel. Unser Ziel ist es, diesen positiven Trend weiter zu stärken. Deshalb setzen wir gemeinsam mit Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ auch 2026 fort und bringen damit das wichtige Thema in den Schulalltag.“ 

NRW: Deutlich weniger Jugendliche aufgrund von Alkoholmissbrauch im Krankenhaus

11. Dezember 2025: 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen 878 Jungen und 921 Mädchen im Alter von 10 bis unter 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt. Damit entfiel mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Behandlungen auf Mädchen und junge Frauen. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um 52 (minus 5,6 Prozent), bei den weiblichen Jugendlichen stieg die Zahl um 12 Betroffene (plus 1,3 Prozent). In der Gruppe der 10- bis unter 15-jährigen Jugendlichen gab es im Jahr 2024 insgesamt 253 Betroffene, davon 64 Jungs (Vorjahr 93) und 189 Mädchen, wie im Vorjahr. Damit ist der stärkste Rückgang von rund 31 Prozent bei den Jungen von 10- bis unter 15-Jahren zu verzeichnen. 

Kinder in NRW sind bei Hitze besonders gefährdet

13. Juni 2025: Für die aktuelle DAK-Sonderanalyse im Rahmen des Kinder- und Jugendreports untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Vandage und der Universität Bielefeld Abrechnungsdaten von rund 147.300 Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen versichert sind. Analysiert wurde das Zeitfenster 2017 bis 2022 mit jährlich über 11 Millionen Versorgungskontakten und insgesamt rund 295.700 Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes. Zusätzlich wurden 267 Eltern und deren Kinder in NRW von Forsa zum Thema Hitze befragt. 

Schülerinnen aus Lippstadt gewinnen Sonderpreis bei Bundeswettbewerb „bunt statt blau“

12. Juni 2025: „Ich bin von klein auf mit Joschi Meyer aufgewachsen, kannte seine bewegende Geschichte und sein Buch ,Es ist nicht leicht, ein Alkoholiker zu sein‘. Bei der Wettbewerbsausschreibung musste ich sofort an ihn denken. Ich habe ihn kontaktiert und gefragt, ob er den Mut hätte, seine Geschichte mit uns zu teilen – und er hat sofort Ja gesagt. Schon bald standen wir gemeinsam vor der Kamera. Als wir das fertige Video in der Schule gezeigt haben, gab es nicht nur staunende Gesichter – Joschi und seine Frau waren zu Tränen gerührt“, so beschreibt Greta ihren Antrieb für das Video. „Für uns war es ein Herzensprojekt und wir sind unglaublich dankbar, dass Joschi uns so viel Vertrauen geschenkt hat“, bestätigen Leonie Steuerwald und Neele Radin ihre Motivation. Mit ihrem beeindruckenden Video gewannen die drei Schülerinnen aus Lippstadt den „Sonderpreis Social Media“ und erhalten dafür 300 Euro. „Mit großer Sensibilität und künstlerischer Kraft zeigt dieses Video, was es bedeutet, als trockener Alkoholiker täglich neu Farbe ins Leben zu bringen. Die Künstlerinnen leisten mit ihrem Werk einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und machen Mut, den Weg aus der Sucht zu gehen“, sagt Andreas Baur, Leiter der DAK-Gesundheit in Soest.

Siegerin_bsb_2025

Schülerin aus Hagen gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken

„Mit meinem Bild möchte ich zeigen, dass man sich schon in jungen Jahren selbst verlieren kann, wenn man anfängt, seine Zukunft „wegzusaufen“, so beschreibt Acelya Saricam ihr Bild. „Der Teddybär steht für die unschuldige Seite, die jeder Jugendliche noch in sich trägt. Wenn man in eine endlose Spirale aus Trinken gerät, fühlt es sich an, als gäbe es keinen Ausweg mehr – man verfällt der Sucht. So wie man sich gezwungen fühlt, immer weiterzutrinken, ist auch der Teddy gezwungen, alles mit anzusehen. Durch den Alkohol verliert man einen unschuldigen Teil von sich selbst. Und dann stellt sich die Frage: Was würde das frühere Ich von einem denken?“, sagt Acelya Saricam. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin des Cuno-Berufskolleg II in Hagen den Hauptpreis von 300 Euro. Der zweite Platz ging an Johanna Josephs (16) aus Mechernich. Den dritten Rang belegte das Trio Nayla Barbulja, Freni Heinrich und Jana Wickenhöfer der Privaten Realschule Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe. Der diesjährige Sonderpreis „Junge Talente“ ging an Siyn Ella Zhang (13) aus Meerbusch.

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