„bunt statt blau“: Schülerin aus Bocholt gewinnt Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken in NRW

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Düsseldorf, 1. Juni 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Nordrhein-Westfalen kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 16-jährigen Schülerin Lina Rudolf aus Bocholt. Sie setzte sich gegen rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im NRW durch. Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen ist Schirmherrin des Wettbewerbs. Im Namen von Schulministerin Dorothee Feller übergab Dr. Tanja Reinlein die Preise und Urkunden.

"Mit meinem Plakat möchte ich zeigen, wie starker Alkoholkonsum oft verharmlost dargestellt wird, wodurch besonders Jugendliche die Konsequenzen aus dem Blick verlieren. Die gegenübergestellten Bildseiten symbolisieren einerseits die positiven Lebenswege ohne Alkohol und gegensätzlich dazu die Schattenseiten des Konsums. Die zentrale Figur in der Mitte verkörpert diesen inneren Konflikt“, so beschreibt Wettbewerbssiegerin Lina Rudolf ihre Motivation und Idee zu ihrem Kunstwerk. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann die 16-jährige Schülerin des Euregio Gymnasiums in Bocholt den Hauptpreis von 300 Euro. Der zweite Platz ging an Mariam Elmasry (16) aus Mönchengladbach. Den dritten Rang belegte Kevin Willms (15) aus Bocholt. Für ihre Gemeinschaftsarbeit erhielten Antonia Voß (13) aus Essen und Leonie Schmidt (14) aus Wuppertal den Sonderpreis „Junge Talente“. 

Schulministerin Feller: „Wettbewerb leistet wertvolle Aufklärungsarbeit“
Schulministerin Dorothee Feller sagte im Vorfeld der Siegerehrung: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung: Immer weniger junge Menschen trinken regelmäßig Alkohol in großen Mengen. Gleichzeitig dürfen wir nicht nachlassen, denn jeder junge Mensch, der sich durch Rauschtrinken gefährdet, ist einer zu viel. Der Wettbewerb ‚bunt statt blau‘ erreicht Jugendliche auf besondere Weise: Er macht sie selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern der Prävention. Mit Kreativität, Haltung und klaren Botschaften setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein starkes Zeichen gegen Alkoholmissbrauch.“

Visuelle Botschaften wirken oft besser als viele Worte
„Mit ihrem ausdrucksstarken Bild, das zum Nachdenken anregt, hat sie die Jury überzeugt. Ihr Plakat setzt ein klares Zeichen gegen Alkoholmissbrauch und zeigt eindrucksvoll, dass starke visuelle Botschaften oft mehr bewirken als viele Worte“, unterstreicht Berit Schoppen, Leiterin der DAK-Landesvertretung NRW. Auch im 17. Wettbewerbsjahr haben sich wieder viele Kinder und Jugendliche mit dem wichtigen Thema Alkoholmissbrauch kritisch und kreativ auseinandergesetzt. „In NRW waren es fast 800 Talente, die teilgenommen haben - Danke dafür! Mein besonderer Dank geht an alle Lehrkräfte und Schulen, die unseren Wettbewerb so engagiert unterstützen“, so Schoppen.

Wie im Bundestrend ist die Anzahl der exzessiven Rauschtrinker bei Jugendlichen in NRW zuletzt wieder deutlich rückläufig. Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen mussten 2024 1.799 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden – darunter 878 Jungen und 921 Mädchen. Damit entfiel mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Behandlungen auf Mädchen und junge Frauen. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um 52 (minus 5,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr 2023 gab es einen Gesamtrückgang um 2,2 Prozent.

Lina Rudolf tritt für NRW im Bundeswettbewerb an
Als Landessiegerin wird Lina Rudolf nun im Bundeswettbewerb NRW vertreten. Aus allen 16 Landessiegern wählt die Bundesjury, bestehend aus dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef, Andreas Storm sowie den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord, die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt. 

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die 17. Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

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v.l.n.r. Berit Schoppen, Leiterin der DAK-Landesvertretung NRW, Siegerin Lina Rudolf, Dr. Tanja Reinlein, Schulministerium NRW

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