„bunt statt blau“ 2026: DAK-Gesundheit und Schulministerin Feller starten Aufklärungskampagne gegen Alkoholmissbrauch

Landesweit werden zum 17. Mal die besten Schüler-Plakate gesucht 
 

Düsseldorf, 6. Januar 2026. „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“: Unter diesem Motto starten Schulministerin Dorothee Feller und die DAK-Gesundheit 2026 die Kampagne gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. Im 17. Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakatideen von Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Seit 2010 haben rund 143.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb teilgenommen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Wie im Bundestrend ist die Anzahl der exzessiven Rauschtrinker bei Jugendlichen in NRW zuletzt wieder deutlich rückläufig. Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen* mussten 2024 1.799 Kinder und Jugendliche nach einem akuten Alkoholrausch im Krankenhaus behandelt werden – darunter 878 Jungen und 921 Mädchen. Damit entfiel mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Behandlungen auf Mädchen und junge Frauen. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um 52 (minus 5,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr 2023 gab es einen Gesamtrückgang um 2,2 Prozent.

„Erfreulicherweise verliert das Rauschtrinken von jungen Menschen in unserem Bundesland weiter an Bedeutung“, sagt Anke Eschweiler, stellvertretende Landeschef der DAK-Gesundheit in NRW. „Immer weniger Kinder und Jugendliche müssen wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden. Dennoch ist jeder einzelne Fall einer zu viel. Unser Ziel ist es, diesen positiven Trend weiter zu stärken. Deshalb setzen wir gemeinsam mit Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ auch 2026 fort und bringen damit das wichtige Thema in den Schulalltag.“ 

Schulministerin Feller ist weiter Schirmherrin
Schulministerin Dorothee Feller betont: „Es ist gut, dass die Zahl derjenigen jungen Menschen, die regelmäßig Alkohol in großen Mengen konsumieren, insgesamt seit Jahren zurückgeht. Gleichwohl ist jeder junge Mensch, der übermäßig trinkt, einer zu viel. Der Wettbewerb ´bunt statt blau´ leistet seit vielen Jahren in Nordrhein-Westfalen wertvolle Aufklärungsarbeit. Schülerinnen und Schüler werden auf kreative Art und Weise selbst zu Botschaftern gegen das Rauschtrinken und setzen ein klares Zeichen gegen Alkoholmissbrauch.  Daher übernehme ich auch in diesem Jahr wieder gern die Schirmherrschaft für den Wettbewerb ´bunt statt blau´ in Nordrhein-Westfalen."

Einsendeschluss für DAK-Plakatwettbewerb am 31. März
Beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ warten Geldpreise in Höhe von insgesamt rund 12.000 Euro auf die kreativen Gewinnerinnen und Gewinner. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Danach werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt die Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm und dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck aus den 16 besten Landes-Plakaten die Bundessiegerinnen und Bundessieger. Zusätzlich gibt es auch in diesem Jahr auf Landes- und Bundesebene den „Sonderpreis junge Talente“ für die unteren Altersstufen und bundesweit den Sonderpreis „Social Media“ für die besten Bilder und Beiträge, die mit dem Hashtag #bsb2026 hochgeladen wurden.

Umfangreiches Unterrichtsmaterial für Schulen
Die Kampagne richtet sich gegen exzessiven Alkoholkonsum, bei dem Jugendliche binnen weniger Stunden so viel Alkohol trinken, bis sie einen gefährlichen Vollrausch haben. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Diese können das Thema Alkohol im Unterricht behandeln und ihre Schülerinnen und Schüler Plakate entwerfen lassen. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bietet den Lehrkräften dazu unterstützend umfangreiche Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen an, die im Rahmen der Präventionskampagne „Aktion Glasklar“ konzipiert wurden. 

Seit 2010 haben bundesweit fast 143.000 Mädchen und Jungen bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gestaltet. Alle wichtigen Informationen zur Kampagne „bunt statt blau“ und zum Thema Alkoholprävention gibt es unter Externer Linkwww.dak.de/buntstattblau und Externer Linkwww.dak.de/aktionglasklar.
* aus deutschen Krankenhäusern entlassene vollstationäre 10- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort Nordrhein-Westfalen, Quelle: Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen – Externer LinkIT.NRW – Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen | Landesbetrieb IT.NRW

 

Texte zum Download

Bild herunterladen (Copyright: DAK-Gesundheit)

Ihr Kontakt

Arno Prähler

Pressesprecher Nordrhein-Westfalen

Graf-Adolf-Str. 89
40210 Düsseldorf

Aktualisiert am:
Telefonkontakt
040 2364855 9411

Oder per E-Mail an presse@dak.de