Niedersachsen: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken
DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von 205.000 Beschäftigten in Niedersachsen
Krankenstand liegt mit 5,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert
21 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr - psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Vennekold begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

Hannover, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Niedersachsen ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 5,5 Prozent und damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von 205.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Niedersachsen ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 21 Prozent. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um sieben Prozent. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
„Der leichte Rückgang des Krankenstands ist ein positives Signal für die Arbeitswelt in Niedersachsen. Er zeigt, dass sich Investitionen in Gesundheit und Prävention lohnen. Jetzt gilt es, diesen Trend gemeinsam mit den Unternehmen weiter zu stärken und Beschäftigte mit modernen und flexiblen Lösungen bei einem gesunden Arbeitsleben zu unterstützen. Dazu kann auch die Teilkrankschreibung beitragen, weil sie einen stufenweisen und praxisnahen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag ermöglicht“, sagt Dirk Vennekold, Landeschef der DAK-Gesundheit in Niedersachsen.
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,5 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 55 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,2 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 5,7 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Niedersachsen sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 216 auf 169 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 21 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um sieben Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen. Auf dem zweiten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.
Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,5 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,3 Tage gewesen.
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