Hamburg: Schüler aus Winterhude gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit rund 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Hamburg, 19. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Hamburg kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von dem 15-jährigen Nikolai Uhlmann aus der Gelehrtenschule des Johanneums. Er setzte sich gegen rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Land durch und wurde zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in Hamburg geehrt. Der DAK-Landeschef Jens Juncker übergab die Preise und Urkunden. 

„Ich wollte darstellen, dass eine bessere Alternative zum Alkohol das Bunte der Welt ist. Es gibt dort viele tolle Dinge, schöner als der Alkohol.“, so beschreibt Nikolai Uhlmann sein Motiv des Bildes, mit dem er teilnahm. Mit seiner beeindruckenden Arbeit gewann der 15-jährige Schüler der Gelehrtenschule des Johanneums den Hauptpreis von 300 Euro. Der zweite Platz ging an Rosani Nagarasa (15) aus der achten Klasse der Stadtteilschule Süderelbe in Neugraben-Fischbek. Den dritten Rang belegte Emma Krijan (15) aus Rotherbaum von der Sophie-Barat-Schule. Für ihre Gemeinschaftsarbeit erhielten Ben Palme (13) und Benjamin Yilmaz (13) aus Lohbrügge den Sonderpreis „Junge Talente“. Sie gehen in die siebte Klasse des Gymnasiums Bornbrook.

Senatorin Schlotzhauer: Es gibt keinen gesunden Konsum von Alkohol
Melanie Schlotzhauer, Senatorin für Gesundheit, Soziales und Integration, sagte zu Beginn der Aktion: „Jüngste Untersuchungen zeigen, dass es generell keinen ‚gesunden‘ Konsum von Alkohol gibt. Alkohol kann besonders bei jungen Menschen erheblichen Schaden anrichten, weil sich ihre Organe und vor allem das Gehirn noch entwickeln. Immer noch landen viel zu viele Kinder und Jugendliche aufgrund von Alkoholmissbrauch im Krankenhaus. Als Hamburger Gesundheitssenatorin übernehme ich daher gerne die Schirmherrschaft für den Wettbewerb ‚bunt statt blau‘. Denn die Präventionskampagne animiert Kinder und Jugendliche dazu, sich kreativ mit dem eigenen, aber auch dem Konsumverhalten anderer auseinanderzusetzen und eine verantwortungsbewusste Haltung zum Thema Alkohol zu entwickeln."

„Der erneute Anstieg der Alkoholvergiftungen in Hamburg zeigt, dass wir mit unserer Präventionsarbeit am Ball bleiben müssen. Leider trinken noch immer viele Kinder und Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt.“, sagt Jens JunckerDAK-Landeschef in Hamburg. „Jeder junge Mensch, der mit einer Alkoholvergiftung in der Klinik landet, ist einer zu viel. Durch Aufklärung wollen wir Mädchen und Jungen auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen. Deshalb setzen wir im Norden gemeinsam mit Senatorin Melanie Schlotzhauer unsere erfolgreiche Alkohol-Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort und bringen das wichtige Thema in den Schulalltag.“

Mehr Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
In Hamburg ist laut Statistischen Landesamt entgegen dem Bundestrend die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 56 Kinder angestiegen. Bundesweit mussten 2024 rund 8.800 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit diesem deutlichen Rückgang verzeichnete das Statistische Bundesamt 2024 den niedrigsten Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt. 

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

Downloads

Bild herunterladen
(Copyright: DAK-Gesundheit)
Leiter der Landesvertretung Hamburg Jens Juncker mit Landessieger Nikolai Uhlmann

Ihr Kontakt

Porträt Pressesprecher Nord Sönke Krohn

Sönke Krohn

Pressesprecher Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein

Nagelsweg 27-31
20097 Hamburg

Aktualisiert am:
Telefonkontakt
040 2364855 9411

Oder per E-Mail an presse@dak.de