„Hitzehelfer Brandenburg“ gewinnen Landeswettbewerb für ein gesundes Miteinander

Gesundheitsminister Wilke und DAK-Gesundheit zeichnen besonderes Engagement für Gesundheit, Pflege und Prävention aus
Der Sonderpreis Pflege geht nach Potsdam
Potsdam, 2. November 2026. „Gesichter für ein gesundes Miteinander“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit zahlreiche Projekte und Initiativen an einem Wettbewerb für besonderes Gesundheits-Engagement beteiligt. In der Mark überzeugten die „Hitzehelfer Brandenburg - Gemeinsam gegen die Hitze“ vom Verein „BÄR meets ADLER e. V.“ aus Brandenburg an der Havel die Landesjury und sicherten sich den ersten Platz beim Landeswettbewerb 2026. Platz zwei ging an „Von Null auf WIR“ der „Aikido-Gemeinschaft-Oder-Spree e.V. aus Müllrose. Den dritten Platz belegte das Projekt „Bewegung und Begegnung-Klein & Groß" der „Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V. aus Strausberg. Den Sonderpreis Pflege gewann das Projekt „Sandwichgeneration und Special Needs“ aus Potsdam. Brandenburgs Gesundheitsminister Wilke und die DAK-Gesundheit zeichneten nun die Gewinnerinnen und Gewinner aus.
„Eine starke Gemeinschaft und ein fester Zusammenhalt wirken sich auch positiv auf die Gesundheit von Körper und Seele aus. In einem von gegenseitigem Respekt geprägten Umfeld, dort, wo man sich umeinander kümmert, fühlen sich Menschen wohl – über alle Generationen hinweg. Wir zeichnen heute drei Projekte aus, die diese Werte im Land Brandenburg tagtäglich mit Leben erfüllen. Ich danke den Gewinnerinnen und Gewinnern des Wettbewerbs herzlich für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement und würde mich freuen, wenn sie anderen als Beispiel dienen.“, betonte René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern.
Anke Grubitz, Leiterin der DAK-Landesvertretung, ergänzte: „Mit den ‚Hitzehelfern Brandenburg‘ gewinnt ein Projekt den Landeswettbewerb, das in beeindruckender Weise zeigt, wie Gesundheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können. Die vielen Menschen hinter den eingereichten Projekten schaffen Begegnungen, stärken Gemeinschaften und leisten einen wichtigen Beitrag für ein gesundes Miteinander.“
Sieger-Projekt setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, Gesundheitskompetenz und starke Gemeinschaft
Im mittlerweile sechsten Wettbewerbsjahr haben sich bundesweit rund 350 Projekte und Initiativen beworben, die Gesundheit, Prävention oder Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Den Landessieg in Brandenburg erhielten die „Hitzehelfer Brandenburg - Gemeinsam gegen die Hitze“ vom Verein „BÄR meets ADLER e. V.“. Annett Ochla und ihr Team haben gemeinsam mit der Stadt Brandenburg an der Havel ein wohnquartierbezogenes Netzwerk engagierter Hitzehelferinnen und -helfer aufgebaut. Diese werden kostenlos zu Hitzeschutz, Nachbarschaftshilfe und Erster Hilfe geschult. Sie kümmern sich um gefährdete Menschen, übernehmen an heißen Tagen Einkäufe oder Besorgungen, geben Wissen zum Hitzeschutz weiter und erkennen, wann weitere Hilfe notwendig ist. Über die „Hitzehelfer-Line“, eine Nachbarschaftshotline für heiße Tage, bringen sie Menschen, die Unterstützung benötigen, unkompliziert mit „Hitzehelfern“ in ihrer Nähe zusammen. So ist Hilfe niedrigschwellig, persönlich und direkt nebenan. „Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und lokalen Einrichtungen schaffen wir Strukturen, die Menschen in Hitzeperioden unterstützen und zugleich den sozialen Zusammenhalt stärken“, sagt Annett Ochla.
Die Initiative auf Rang zwei wurde von Rico Kuhles eingereicht: „Von Null auf WIR“ der „Aikido-Gemeinschaft-Oder-Spree e.V. aus Müllrose bringt Menschen unterschiedlichsten Alters zusammen. Es entstehen Freundschaften, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit – weit über den Sport hinaus.
Auf Rang drei landete das Projekt „Bewegung und Begegnung-Klein & Groß" der „Alzheimer Gesellschaft Brandenburg e.V. aus Strausberg. Die Initiative wurde von Elke Kirschneck eingereicht. Generationsübergreifend gehen KiTa-Kinder und an Demenz erkrankte Menschen miteinander spazieren, überwinden Berührungsängste und schaffen gemeinschaftliches Wohlbefinden.
Sonderpreis Pflege für das Projekt „Sandwichgeneration und Special Needs“ aus Potsdam
Einen besonderen Akzent für ein gesundes Miteinander setzte nach Jury-Ansicht auch ein Projekt, das pflegende Angehörige stärkt. Mit Angeboten, die zu ihren Lebenswelten passen, wie beispielsweise ein Wochenendkurs für berufstätige Angehörige von Menschen mit Demenz. Sabina Strunk und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ermöglichen so Austausch, Entlastung und gemeinsames Miteinander. Dafür bekommen sie den Sonderpreis Pflege.
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