Kindeswohl-Berlin gGmbH belegt den dritten Platz beim Deutschen BGM-Förderpreis 2026

DAK-Gesundheit vergibt Sachprämie im Wert von 10.000 Euro für ein KI-gestütztes Gesundheitsprojekt in der Kinder- und Jugendhilfe
Berlin/Köln, 30. September 2026. Die Kindeswohl-Berlin gGmbH belegte den dritten Platz beim Deutschen Förderpreis für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) der DAK-Gesundheit. Mit ihrem Projekt „Beziehungskompass“ gewann sie eine Förderung für ihre BGM-Maßnahmen im Wert von 10.000 Euro. Den ersten Platz erhielt der Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe, den zweiten das Studentenwerk Schleswig-Holstein. Die DAK-Gesundheit veranstaltete den Wettbewerb für innovative Ideen zum gesunden Arbeiten bereits zum elften Mal und stellte ihn unter das Motto: „Neue Wege zur gesunden Arbeit – digital, gesund, menschlich, zukunftsfähig“
„Ob künstliche Intelligenz oder assistenzgestützte Lösungen: Innovative Technologien helfen dabei, die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu fördern und Belastungen im Arbeitsalltag zu verringern. Voraussetzung für ihren erfolgreichen Einsatz ist, dass die Angebote freiwillig genutzt werden können und transparent sowie datenschutzkonform ausgestaltet sind“, sagt Dr. Ute Wiedemann, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit.
KI-gestützte Unterstützung für gesunde Beziehungsarbeit
Die Kindeswohl-Berlin gGmbH belegte den dritten Platz mit ihrem Projekt „Beziehungskompass“. Es handelt sich dabei um ein digitales Gesundheits-Assistenzsystem für gesunde Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Mit dem prämierten Projekt möchte die Organisation moderne Technologien nutzen, um die Gesundheit ihrer Beschäftigten nachhaltig zu fördern und zugleich die Qualität der pädagogischen Arbeit weiterzuentwickeln.
„Belastungen früh erkennen, Gesundheit nachhaltig stärken“
Die Kindeswohl-Berlin gGmbH ist als Träger der freien Jugendhilfe in Berlin und Brandenburg aktiv. Rund 230 Mitarbeitende begleiten Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Familien in stationären und ambulanten Hilfen zur Erziehung. Die Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe ist durch besondere emotionale, psychische und organisatorische Belastungen geprägt. Im geplanten Projekt soll künstliche Intelligenz die Analyse von Belastungstrends unterstützen. Ausgangspunkt dafür ist ein monatlicher Gesundheitskompass, bei dem die Beschäftigten freiwillig und vollständig anonym Angaben etwa zum eigenen Stressempfinden machen. Aus den Analyseergebnissen werden strukturierte Handlungsempfehlungen zur Gesundheitsförderung abgeleitet. Gesundheitslotsinnen und -lotsen entwickeln konkrete Maßnahmen für die Teams. Der „Beziehungskompass“ verbindet auf diese Weise eine digitale Innovation mit einem menschenzentrierten Ansatz.
Weitere Preisträger aus NRW und Schleswig-Holstein
Den ersten Platz erhielt das Projekt „Sicher arbeiten im MZG“ des Klinikverbunds MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe. Das Projekt sieht die Entwicklung eines digitalen Schutzsystems vor, das Beschäftigten und Führungskräften bei Gewalt, Mobbing, sexuellen Übergriffen oder Diskriminierung schnelle und niederschwellige Hilfe anbieten kann. Das Studentenwerk Schleswig-Holstein belegte den zweiten Platz mit seinem Projekt „Meno-360°. Stark durch die Wechseljahre“. Es ist ein digital unterstütztes, ganzheitliches BGM-Programm für Frauen am Arbeitsplatz.
Unterstützung bei der Umsetzung von BGM-Projekten
Die DAK-Gesundheit unterstützt die Kindeswohl-Berlin gGmbH mit BGM-Maßnahmen im Wert von 10.000 Euro. Die Erst- und Zweitplatzierten erhalten Maßnahmen für 30.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro.
Mit dem Deutschen BGM-Förderpreis fördert die DAK-Gesundheit seit elf Jahren innovative Ansätze für gesundes Arbeiten in Unternehmen und Organisationen. Der Wettbewerb ist Teil eines umfassenden Programms zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Damit unterstützt die Krankenkasse bundesweit viele hundert Unternehmen dabei, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu stärken und Erkrankungen vorzubeugen.
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Stefan Poetig
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