Bayern: Schüler aus Dillingen an der Donau gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken

DAK-Präventionskampagne mit bundesweit 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

München, 6. Mai 2026. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Bayern kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von dem 16-jährigen Jonathan Bahner. Er setzte sich gegen rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Freistaat durch. Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, ist Schirmherrin des Wettbewerbs. Im Bayerischen Gesundheitsministerium in München wurden nun die Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet.

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach:
„Aus medizinischer Sicht ist klar: Es gibt keine risikofreie Menge an Alkohol. Für Kinder und Jugendliche gilt das in besonderem Maße, denn bereits kleine Mengen können gefährlich sein. Wir müssen deshalb ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol entwickeln und gezielt Jugendliche, aber auch ihre Eltern und die breite Öffentlichkeit erreichen. Der bundesweite Plakat-Wettbewerb der DAK-Gesundheit ‚bunt statt blau‘ leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Ich freue mich, in Bayern Schirmherrin zu sein. Erfreulich ist, dass der Alkoholkonsum vor allem bei Jugendlichen in Bayern in den vergangenen Jahren insgesamt zurückgegangen ist. Dasselbe gilt auch für die Zahl der Fälle, bei denen Jugendliche mit akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten. Das zeigt, dass Präventions- und Aufklärungsangebote wirken. Aber wir sind noch nicht am Ziel! Deshalb werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, insbesondere den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen einzudämmen. Mein herzlicher Dank geht an alle, die das Projekt unterstützen und weiterentwickeln. Besonders bedanke ich mich aber bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren kreativen und bunten Plakaten ein starkes Zeichen setzen und viele Mitschülerinnen und Mitschüler erreichen.“ 

Der Wettbewerbssieger Jonathan Bahner beschreibt seine Motivation und Idee zu seinem Kunstwerk so: „Beim Thema ´bunt statt blau` habe ich sofort an Regen und Regenbogen gedacht. Ich bin früher gern mit Schirm und Gummistiefeln durch den Regen gelaufen. Mein zweiter Gedanke war, dass man auch ohne zu betrunken zu sein, Spaß haben kann. Diese beiden Ideen habe ich in meinem Bild zusammengefasst. So schützt mich der bunte Regenschirm vor übermäßigem Alkoholkonsum“. In seinem Plakat symbolisiert er bewusste Entscheidungen, Stärke und Selbstkontrolle. Mit seiner beeindruckenden Arbeit gewann der 16-jährige Schüler des Johann-Michael-Sailer Gymnasiums in Dillingen den Hauptpreis von 300 Euro.

„Mich freut es besonders, dass sich dieses Jahr ein junger Mann im Plakatwettbewerb mit seinem ausdruckstarken Bild durchsetzen konnte. Die kreative und außergewöhnliche Zeichnung des jungen Künstlers hat die Jury vom ersten Moment an begeistert“, unterstreicht Rainer Blasutto, Leiter der DAK-Landesvertretung Bayern. Auch im 17. Wettbewerbsjahr haben sich wieder viele Kinder und Jugendliche mit dem wichtigen Thema Alkoholmissbrauch kritisch und kreativ auseinandergesetzt. „In Bayern waren es fast 1.500 Talente, die teilgenommen haben - Danke dafür! Mein besonderer Dank geht an alle bayerischen Lehrkräfte und Schulen, die unseren Wettbewerb so engagiert unterstützen“, so Blasutto.

Der zweite Platz ging an Nina Novodvorski (15) aus der neunten Klasse der Städtischen Realschule in Kempten. Den dritten Rang belegte Leni Geister (16) aus Bamberg. Sie besucht die 10. Klasse des Maria-Ward Gymnasiums in Bamberg. Für ihre Gemeinschaftsarbeit erhielten Franziska Sponsel (13), Sophie Tauber (13) und Emma Benkert (13) den Sonderpreis „Junge Talente“. Sie gehen in die siebte Klasse St. Irmengard Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen.

Die Landesjury hatte angesichts der Vielzahl hervorragender Kunstwerke eine schwere Entscheidung zu treffen. Ihr gehörten Hans Joachim von Zieten, Leiter der Jugendkunstakademie und der Freien Akademie München für anthroposophische Kunsttherapie, Dr. Andrea Bobersky aus dem Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, Martin Mayr, stellvertretender Leiter der DAK-Landesvertretung Bayern, sowie Jennifer Hein, Landessiegerin 2015, an.

Jonathan Bahner tritt für Bayern im Bundeswettbewerb an
Als bayerischer Landessieger wird Jonathan Bahner den Freistaat nun im Bundeswettbewerb vertreten: Aus allen 16 Landessiegern wählt die Bundesjury, bestehend aus dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef, Andreas Storm sowie den Expertinnen und Experten vom IFT-Nord, die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt.

17 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2026 ist bereits die 17. Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

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v. links n. rechts: Leiterin DAK-Servicezentrum Günzburg Nicole Recht, DAK-Landeschef Rainer Blasutto, Jonathan Bahner und Amtschef MD Dr. Rainer Hutka
 

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