Bayern: Positiver Trend beim Krankenstand im ersten Halbjahr 2026
Krankenstand liegt mit 4,6 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert
Ein Viertel weniger Fehltage aufgrund von Atemwegsinfekten - psychische Erkrankungen steigen an
DAK-Landeschef Blasutto begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

München, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Bayern ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 4,6 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 312.400 DAK-versicherten Beschäftigten im Freistaat ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um ein Viertel. Gleichzeitig stiegen die Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen um 12 Prozent an. Damit ist diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
„Der Rückgang des Krankenstands ist eine positive Nachricht und zeigt, wie wichtig Prävention und Gesundheitsförderung sind. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen und die Gesundheit von Beschäftigten in Unternehmen nachhaltig zu stärken“, sagt Rainer Blasutto, Landeschef der DAK-Gesundheit in Bayern. „Die geplante Teilkrankschreibung kann dabei ein sinnvoller Baustein sein. Sie eröffnet den Beschäftigten die Chance, je nach gesundheitlicher Situation schrittweise im Arbeitsleben zu bleiben oder in den Beruf zurückzukehren, ohne sich zwischen voller Arbeitsfähigkeit und vollständiger Arbeitsunfähigkeit entscheiden zu müssen. Das kann die Genesung fördern, Ausfallzeiten reduzieren und gleichzeitig den Bedürfnissen der Beschäftigten wie auch der Betriebe besser gerecht werden.“
Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 4,6 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 46 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Krankenstand um 0,2 Prozentpunkte zurück. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 4,8 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Bayern sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von rund 190 auf 142 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von 25 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 12 Prozent. Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen. Auf dem zweiten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.
Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,6 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,3 Tage gewesen.
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