Baden-Württemberg: Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen

  • DAK-Gesundheit analysiert Fehlzeiten von rund 243.700 Beschäftigten in Baden-Württemberg

  • Krankenstand liegt mit 4,4 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert

  • 22 Prozent weniger Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2026 - psychische Erkrankungen steigen an

  • DAK-Landeschef Euerle begrüßt Präventionsoffensive für gesunde Arbeit und Pläne zur Teilkrankschreibung

 

Stuttgart, 27. Juli 2026. Der Krankenstand in Baden-Württemberg ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurück gegangen. Insgesamt lag er in der ersten Jahreshälfte bei 4,4 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Krankenstandsanalyse des IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit, für die Daten von rund 243.700 DAK-versicherten Beschäftigten in Baden-Württemberg ausgewertet wurden. Nach den Daten gab es im ersten Halbjahr 2026 bei Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 22 Prozent. Dennoch sind sie die Hauptursache für die meisten Fehltage in Baden-Württemberg. Gleichzeitig gab es bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen einen Anstieg um 11 Prozent.

„Auch wenn der positive Trend beim Krankenstand von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, bleiben Gesundheitsförderung und Prävention zentrale Aufgaben. Jetzt gilt es, diese Entwicklung gemeinsam mit den Unternehmen weiter zu stärken und Beschäftigte mit modernen und flexiblen Lösungen für ein gesundes Arbeitsleben zu unterstützen“, sagt Siegfried Euerle, Leiter der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg. „Dazu kann auch die Teilkrankschreibung beitragen. Sie ermöglicht eine schrittweise Rückkehr in den Arbeitsalltag, unterstützt die Genesung und schafft mehr Flexibilität für Beschäftigte und Betriebe.“

Deutlicher Rückgang bei Atemwegserkrankungen
Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 4,4 Prozent. Das bedeutet, an jedem Tag von Januar bis Juni waren durchschnittlich 44 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Krankenstand um 0,2 Prozentpunkte. So lag dieser im ersten Halbjahr 2025 bei 4,6 Prozent. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen. In Baden-Württemberg sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems von 195 auf rund 152 Tage je 100 Beschäftigte. Das entspricht einem Minus von rund 22 Prozent. Dafür stiegen Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 11 Prozent. Wie im Vorjahr waren dennoch die Erkältungskrankheiten der häufigste Krankschreibungsgrund. Auf dem dritten Platz stehen unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen.

Erkrankungsdauer steigt leicht
Mit Blick auf die Krankschreibungsdauer zeigt die DAK-Analyse eine leichte Zunahme. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr bei 9,2 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,0 Tage gewesen. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 243.700 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Baden-Württemberg aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm 

 

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